Mitbestimmung lernen

Im Frühjahr 1990 konstituierte sich in der DDR eine freie Gewerkschaftsbewegung

Bernd Günther

Bernd Günther kam im März 1990 nach Leipzig, um den Aufbau einer unabhängigen Gewerkschaftsbewegung zu unterstützen. Er schulte Betriebsräte und versuchte Mitglieder für die freie Gewerkschaft zu gewinnen. Heute ist er Vorsitzender des DGB in der Region Leipzig-Nordsachsen. mehr

Oststars im Westen

Auf Gastspiel beim Klassenfeind

© BArchiv Bild 183-1986-0109-034/Senft, Gabriele

Selbst in den Zeiten von Abschottung und Kaltem Krieg durften DDR-Künstler zu Gastspielen in den Westen reisen. Die Staatsführung schmückte sich gern mit Weltstars "Made in GDR" wie Ludwig Güttler, Theo Adam u. a., und der Staat verdiente gut an den Auftritten. mehr

Das Ende der Nachkriegsära

Die letzte Runde der Zwei-plus-Vier-Gespräche in Moskau

Zwei-plus-Vier unterzeichnen in Moskau

Am 12. September 1990 findet das letzte Außenministertreffen der Zwei-plus-Vier in Moskau statt, das noch am selben Tag zur Unterzeichnung des "Vertrages über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland" (Zwei-plus-Vier-Vertrag) führt. Der Vertrag, der "anstatt eines Friedensvertrages" geschlossen wird, regelt in zehn Artikeln einvernehmlich die außenpolitischen Aspekte wie auch sicherheitspolitischen Bedingungen der deutschen Vereinigung. Gleichzeitig bedeutet er den Verzicht der vier Siegermächte im Zweiten Weltkrieg auf ihre Vorbehaltsrechte gegenüber Deutschland und ist die Voraussetzung einer vollständigen deutschen Souveränität. mehr

Düsteres hautnah erleben

Tag des offenen Denkmals am 12. September 2010

"Runde Ecke" Leipzig

Historische Rathäuser und Apotheken, alte Mühlen und vollständig erhaltene Grenzanlagen: Beim Tag des offenen Denkmals, der deutschlandweit am 12. September stattfindet, laden rund 7500 ungewöhnliche Orte zum Besuch ein. mehr

Tanztee mit Che

Das Leipziger Ringcafé versucht, an alten Glanz anzuknüpfen

Neuer Glanz am alten Ort: Das Leipziger Ringcafé

Mitte der 1950er Jahre eröffnet war das Leipziger Ringcafé eines der größten und exklusivsten Tanzcafés der DDR. Hans-Dietrich Genscher und Che Guevara sollen sich hier bei ihren DDR-Besuchen entspannt haben. Nach der Wiedervereinigung blieb das Publikum aus. Nun, 20 Jahre später, ist neues Leben in die prunkvoll-vergilbten Räume eingezogen. Noch immer fasziniert die unnachahmliche Symbiose aus sozialistischen Wohlstandsvisionen und bürgerlichen Träumen vom "Wahren, Guten und Schönen", die mit dem Ringcafé ihre bauliche Gestalt gefunden hat. Wir sprachen mit der Betreiberin des Cafés, Birgit Heßler, und mit Helmut Hengstler, der das Haus bis 1990 leitete, über alten Glanz und neue Ideen für einen besonderen Ort. mehr

Meine Revolution

Ein persönlicher Rückblick auf ein Jahr zwischen Revolution und Einheit

Revolutionäres Örtchen

Jeder hat seine ganz persönlichen Erinnerungen an den Herbst 1989, an das Jahr zwischen Revolution und Wiedervereinigung. Ein Jahr, das Weltgeschichte schrieb und in dem Privates politisch wurde. Wie haben die Macher von Revolution und Einheit dieses Jahr erlebt? Ein ganz persönlicher Revolutionsrückblick von Andreas Stirn. mehr

Postindustrielle Landschaften

1989 brachte Ostdeutschland auch eine ökologische Wende

Besucherbergwerk F60 Lichterfeld

Dass 1989/90 auch eine ökologische Wende mit sich brachte, wird vielfach übersehen. Dabei war der Kampf gegen die umweltzerstörende Wirtschafts- und Energiepolitik der Staats- und Parteiführung eine der wesentlichen Antriebskräfte für die Bürgerrechtler und Demonstranten des Herbstes 1989. Ganz im Geiste der Friedensbewegung, die auch eine Umweltbewegung gewesen war, sprach Abrüstungs- und Verteidigungsminister Rainer Eppelmann im Sommer 1990 von einer "Wirtschafts-, Währungs-, Sozial- und Ökologieunion", die beide Teile Deutschlands zusammenführen sollte. Tatsächlich entstanden nach 1990 im Osten blühende Landschaften – wenn auch nicht in der von Helmut Kohl gemeinten Bedeutung. mehr

Schuld und Sühne nach dem Ende des Sozialismus

Am 6. September 1990 verabschiedet die Volkskammer ein Rehabilitierungsgesetz.

MfS-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen

Die Überwindung der DDR-Diktatur ging einher mit der Aufarbeitung des SED-Unrechts. Im Zuge der Herbst-Revolution war es erstmals möglich, Amtsmissbrauch und Korruption, Willkür und Justizunrecht öffentlich beim Namen zu nennen. Opfer der SED-Diktatur stellten Anträge auf Rehabilitierung und forderten die Anerkennung des ihnen widerfahrenen Unrechts. Wenige Wochen vor dem Ende der DDR gab die frei gewählte Volkskammer mit dem Rehabilitierungsgesetz dem Willen zur Wiedergutmachung eine gesetzliche Basis. mehr

Hausbesetzer gegen das Vergessen

Die Besetzung der MfS-Zentrale durch Bürgerrechtler

© BArchiv, Bild 183-1990-0905-029 / Uhlemann

Anfang September 1990. Der Einheitsvertrag ist unterschrieben und in weniger als einem Monat wird der Tag der deutschen Einheit gefeiert. Für eine weiterhin friedlich verlaufende Wiedervereinigung scheinen alle Wege geebnet. Es ist geschafft, die Zeit des Protestes ist vorbei. Oder doch nicht? Eine Gruppe von Bürgerrechtlern verbarrikadiert sich am 4. September 1990 in Räumen der ehemaligen Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit und hält diese einen Monat lang besetzt. mehr

Die letzte Volkskammer der DDR und die Stasi-Unterlagen

Diskussion über den Umgang mit den Stasi-Akten nach der Wiedervereinigung

BArch, Bild 183-1990-0419-418, Schindler

Am 24. August 1990 verabschiedete die erste frei gewählte Volkskammer das "Gesetz über die Sicherung und Nutzung der personenbezogenen Daten des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit/Amtes für Nationale Sicherheit". Dieses sah eine dezentrale Lagerung und die Aufarbeitung der Stasi-Akten in Sonderarchiven vor. mehr

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In eigener Sache

Das Buch zur Seite

Knapp zwei Jahre berichteten wir täglich über historische Ereignisse und aktuelle Debatten. Mit fast 400 Kalenderblättern, Hintergrundtexten und Interviews haben die Autoren das 20. Jubiläum der Revolution von 1989/90 bis hin zur Deutschen Einheit begleitet. Experten und Zeitzeugen kamen zu Wort. Publikationen, Ausstellungen und Veranstaltungen wurden besprochen und kommentiert. Am 3. Oktober 2010 erschienen nun ausgewählte Essays, Analysen und Geschichten als Buch im Metropol Verlag.

Multimediales E-Book “Revolutionen erinnern” anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls. 

Highlights

Titelbild
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"Wir waren auf jeden Fall ...mehr
Sind Sie ein Verein, eine Volkshochschule, eine Gedenkstätte? Planen Sie zum Thema "20 Jahre Friedliche Revolution" eine Veranstaltung, eine Lesung, eine Konferenz? mehr

Dossier

Dossiers zu unseren Schwerpunktthemen wie Ausblick, Alltag, Film, Wenderomane und und und ... mehr

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Beste Bücher

Unsere Auswahl an besten Büchern:

György Dalos

Der Vorhang geht auf

Natascha Wodin

Nachtgeschwister

Michael Richter

Die Friedliche Revolution

 

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