20 Jahre Friedliche Revolution in Wittenberg

Erinnerung an die Friedensbewegung

Unter dem Motto: Auf dem Weg zu gemeinsamer Sicherheit in der Welt... fand die diesjährige Demonstration und anschließende Diskussion zur Erinnerung an den Olof-Palme-Friedensmarsch 1987 statt.

20 Jahre Friedliche Revolution in Wittenberg


Vor genau 22 Jahren demonstrierten Friedensgruppen in Ost und West für einen 150km breiten atomwaffenfreien Korridor in Mitteleuropa. Der Olof-Palme-Friedensmarsch vereinte auch in Wittenberg erstmalig staatlich gelenkte und unabhängige Friedensbewegung. Schließlich drohten die Mittelstreckenraketen – ohne Vorwarnzeiten! – alle und alles zu vernichten. Was galten da noch ideologische Unterschiede? Ein Dialog begann – aber auf dem Markt gab es dann tüchtiges Gerangel. Die Stasi schickte ihre als FDJler verkleideten Mannen, um unsere Plakate zu verdecken. Aber eben nicht mehr zu verbieten!

2009 steht nach Obamas Prager Rede wieder atomare Abrüstung sowie Sicherheit weltweit zur Debatte, die man nicht gegeneinander errüstet, sondern miteinander vereinbart. Gemeinsame Sicherheit - auch am Hindukusch und gegenüber dem Iran? Jedenfalls haben sich die Fragen von 1987 nicht erledigt. (Zeitgleich fand in Berlin eine große Demonstration gegen Atomwaffen und Atomkraft statt.)

Es ging dabei nicht bloß um einen Rück-Blick, als die Demonstration vor der Luthereiche am Elstertor begann. Die Künstlerin Karin Seiffert von attac aus Berlin hatte sieben überdimensionierte Figuren gefertigt, die auch die vier – gefährdeten – Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde symbolisierten.

Als überlebensgroße lebende Puppen wurden sie durch die Stadt bis zum Marktplatz und zurück getragen. Auch Kinder kamen dabei auf ihre Kosten.

Im Lutherhaus wurde anschließend Klaus Ihlaus Film vorgeführt: „Nur geteilte Macht ist gute Macht. Impressionen eines Aufbruchs“. Außerdem waren Bilder und Dokumente von 1987 zu sehen.

Nach einem Imbiß wurde im Hörsaal der alten Universität disputiert: „Ohne Gewalt geht’s nicht? – Mit Gewalt geht nichts!“ Disputanten: Dr.Walther Stützle und Dr.Reinhard Voß. Moderation: Friedrich Schorlemmer.

 

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