Performance oder Protestaktion?

„Der Weiße Strich“ an der Berliner Mauer 1986

Podiumsgespräch und Fotopräsentation mit Frank Willmann und Wolfram Hasch

Performance oder Protestaktion?

„Der Weiße Strich“ an der Berliner Mauer 1986, Foto: Archiv Frank Willmann



Im November 1986 sorgt eine spektakuläre Aktion an der Berliner Mauer für Aufsehen: Junge Künstler, alle ehemalige DDR-Bürger, die erst wenige Monate zuvor in den Westen ausgereist waren, ziehen einen kilometerlangen weißen Strich auf der West-Berliner Mauerseite, um deren Existenz wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Doch die Kunstaktion gerät zu einem Drama. Einer der Beteiligten, Wolfram Hasch, wird vollkommen überraschend im Vorland der Mauer von DDR-Grenzsoldaten festgenommen und von einem Ost-Berliner Gericht wegen „ungesetzlichem Grenzübertritt“ zu 20 Monaten Gefängnis verurteilt, von denen er bis zu seinem Freikauf 1987 über fünf Monate in Bautzen II inhaftiert ist.

Von den Ereignissen in Berlin erzählten die beiden Protagonisten Wolfram Hasch und Frank Willmann. Dabei berichteten beide auch von ihrer persönlichen Vorgeschichte als unangepasste Jugendliche und Punks in der alternativen Szene von Weimar Anfang der 1980er Jahre. Eine Fotopräsentation und zeitgenössische Fernsehberichte veranschaulichten die Geschehnisse eindrücklich.

Moderation: Cornelia Liebold (Gedenkstätte Bautzen) und Gerhard Sälter (Gedenkstätte Berliner Mauer)

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Gedenkstätte Berliner Mauer.

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Partner:
 

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Weitere Kooperationen:
 

Zentrum für zeithistorische Forschung PotsdamHumanities, Sozial- und Kulturgeschichte