Tag des offenen Denkmals Gedenkstätte Bautzen

Entsprechend dem diesjährigen Motto „Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr“ berichteten ehemalige politische Häftlinge von ihrem Weg in den „Stasi-Knast“. Den Besuchern bot sich die Gelegenheit, im direkten Gespräch zu erfahren, was für den Einzelnen der Transport ins Ungewisse bedeutete. Während der Fahrt in Gefangenentransportwagen oder einem mit Zellen versehenen Eisenbahnwaggon waren die Häftlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen eingesperrt. Zusätzlich wurde das Tagesprogramm jede Stunde durch Führungen im Haus ergänzt und im Kinosaal werden verschiedene Dokumentarfilme gezeigt.

Tag des offenen Denkmals Gedenkstätte Bautzen

Im Gespräch mit ehemaligen Häftlingen, Foto: Gedenkstätte Bautzen



Als einen weiteren Höhepunkt konnten die Besucher die am Samstag, den 11. Sept. 2010 eröffnete Sonderausstellung „Gewalt hinter Gittern. Gefangenenmisshandlungen in der DDR“ besichtigen. Erstmals dokumentierte sie die brutale Gewalt in DDR-Gefängnissen. Dabei gab sie den Opfern ein Gesicht und benannte auch die Täter. Die Ausstellung wurde gemeinsam von den Gedenkstätten Bautzen und Berlin-Hohenschönhausen erarbeitet und von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur finanziell unterstützt.

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Partner:
 

Bundesstiftung AufarbeitungDie Bundesbeauftragte für die Unterlagen deStaatssicherheitsdienstes der ehemaligen DeutschenDemokratischen RepublikFreistaat Sachsen

 

Weitere Kooperationen:
 

Zentrum für zeithistorische Forschung PotsdamHumanities, Sozial- und Kulturgeschichte