„Wir fordern Freiheit für alle“

Die Häftlingsaufstände in den Gefängnissen der DDR 1989/90 und ihre Folgen

Oktober 1989 - das politische System der DDR gerät ins Wanken. Die Bevölkerung demonstriert auf den Straßen. Selbst hinter den Gefängnismauern revoltieren die Häftlinge. Sie fordern bessere Haftbedingungen und eine Überprüfung ihrer Urteile. Dafür treten sie sogar in Arbeits- und Hungerstreik. Es bilden sich Gefangenenräte und erstmals gelangen sogar Journalisten bei Pressekonferenzen in die bis dahin hermetisch abgeschirmten Haftanstalten.

„Wir fordern Freiheit für alle“

Foto: Gedenkstätte Bautzen



Die Ereignisse in den Haftanstalten spiegeln die gesellschaftlichen Verhältnisse und die Umbruchstimmung dieser Zeit wider. Birger Dölling hat die dramatischen Ereignisse in den Gefängnissen der DDR 1989/90 intensiv erforscht. In seinem Vortrag, der auf Archivstudien und vielen Zeitzeugeninterviews beruht, warf er auch einen besonderen Blick auf die Geschehnisse in den Bautzener Haftanstalten. Die Veranstaltung war zugleich Finissage der Sonderausstellung „Aufstand hinter Gittern. Der Gefangenenaufstand in der Strafvollzugsanstalt Brandenburg 1989/90“.

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