Streng geheim!

Die Observations- und Abhörtechnik des MfS

Das Ministerium für Staatssicherheit wurde vor sechzig Jahren im Februar 1950 gegründet. Als „Schild und Schwert“ der Partei überwachte es alle Bereiche der DDR-Gesellschaft. Im Laufe der Jahre entwickelte es sich zu einem riesigen Bespitzelungs- und Unterdrückungsapparat. Auch auf dem technischen Sektor rüstete die Stasi auf. Wanzen, Kameras und Tonbänder – möglichst immer auf dem neuesten Stand – gehörten zur geheimen Spitzelausstattung.
Detlev Vreisleben gab in seinem reich bebildertem Vortrag Einblick in diese technische Seite des Repressionsorgans MfS.

Streng geheim!

Wanzen des MfS, Foto: Gedenkstätte Bautzen



In den siebziger Jahren sollte Detlev Vreisleben, damals Student der Nachrichtentechnik in der Bundesrepublik selbst als Inoffizieller Mitarbeiter angeworben werden – er weigerte sich jedoch. Dennoch oder auch gerade deswegen war sein Interesse für Observationstechnik geweckt: „Ich habe mich trotz dieser unangenehmen Erfahrung für Kameras und später für Geheimdiensttechnik interessiert“. Es begann eine langjährige Sammlungstätigkeit, deren Ergebnisse heute verblüffende Einblicke in die Observations- und Abhörtechnik der Stasi ermöglichen. Vreisleben stellte originale Technik vor und erläuterte spezielle Geräte, wie z. B. das Abhörgerät aus dem Spielfilm „Das Leben der Anderen“. Weiter berichtete er auch über die Spionagetechnik, die im berüchtigten „Stasi-Knast“ Bautzen II zum Einsatz kam.

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