Filme ganz im "Zeichen der Wende"

Anlässlich des Themenschwerpunkts zum zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalls zeigte die Pasinger Fabrik zwei Filme, die im "Zeichen der Wende" standen: Film 1: "Notizen aus der Provinz" von Arndt R. Schaffner (D, 2009)
Film 2: ND - Deutsches Neuland (D, 2004) von François Rossier und Sandra Pechtel

Filme ganz im "Zeichen der Wende"


Film 1: "Notizen aus der Provinz" von Arndt R. Schaffner (D, 2009)

In seinen “Notizen aus der Provinz“ schildert der Autor die Geschehnisse an Beispielen an der bayerisch-thüringischen-sächsischen Grenzregion um Hof.
Einleitend ein Blick zurück in die Zeit, als Mauern, Stacheldraht und Zäune
Deutsche von Deutschen trennten und noch Anfang 1989 eine „Republikflucht“ bei Blankenstein durch Schusswaffengebrauch verhindert werden sollte.
Eindrucksvolle Originalaufnahmen, ergänzt durch die Aussagen von Zeitzeugen, erinnern an den unvergesslichen Herbst 1989: Die Flucht mehrer Hundert DDR-Bürger anlässlich des „Paneuropäischen Picknicks“ bei Sopron (Ungarn), die Ankunft der „Prager Züge“ im Hofer Bahnhof, die erste Grossdemonstration in Plauen und die Ausreisewelle von DDR-Bürgern über die CSSR. Die Öffnung der Grenze am 9. November brachte einen Massenansturm von DDR-Bürgern mit sich.  
 
Eine Produktion der Filmwerkstatt Schaffner Doku. Länge: 45 Min.  

Film 2: ND - Deutsches Neuland (D, 2004)
 
15 Jahre nach dem Mauerfall gibt es einen Ort in Berlin, an dem die DDR fortzuleben scheint: ein riesiger Plattenbau, auf dem in großen Lettern NEUES DEUTSCHLAND steht- der stolze Name des einstigen Staatsblattes. Drinnen ist ein einzigartiges Biotop entstanden: ein paar ewige „DDR-Bürger“ halten hier verzweifelt die Stellung, eine Insel Rechtgläubiger inmitten des feindlichen Lagers.
Aber längst haben auch junge Künstler den Reiz der maroden Räume für sich entdeckt. Durch die neonbeleuchteten Gänge wummern coole Elektrobässe, wenn nicht gerade ein New Yorker Pianist Schubertsonaten übt. Und dann sind da noch die ehemaligen Mitarbeiter der Zeitung, die durch ihre alten Räume streifen, auf der Suche nach einer DDR, mit der sie endlich ihren Frieden machen können. Ein symbolischer Ort für das Deutsche Neuland, in dem unter die Vergangenheit noch lange kein Schlussstrich gezogen werden kann. 
 
Regie: François Rossier, Sandra Pechtel.
Drehbuch: François Rossier, Sandra Pechtel, Robert Ralston.
Länge: 64 Min.
 

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Partner:
 

Bundesstiftung AufarbeitungDie Bundesbeauftragte für die Unterlagen deStaatssicherheitsdienstes der ehemaligen DeutschenDemokratischen RepublikFreistaat Sachsen

 

Weitere Kooperationen:
 

Zentrum für zeithistorische Forschung PotsdamHumanities, Sozial- und Kulturgeschichte