„Im Windschatten der Mauer“

Günter de Bruyn - Chronist seiner Zeit. Ein Film von Vera Botterbusch

Der Film von Vera Botterbusch für das Bayerische Fernsehen entstand drei Jahre nach dem Mauerfall: in Berlin und Beeskow (bei Frankfurt an der Oder), wo der 1926 geborene Günter de Bruyn auch heute noch lebt.

„Im Windschatten der Mauer“


Die  “Verteidigung des Individuums gegen die Ansprüche der Macht“ war das große Leitmotiv der Romane, Erzählungen und Essays von Günter de Bruyn. Es ist  zutiefst in den Lebenserfahrungen dieses in der Mark Brandenburg beheimateten Schriftstellers begründet. Er ist sechs, als Hitler an die Macht kommt, achtzehn bei Kriegsende und zweiundzwanzig bei der Gründung der DDR. Er hat jahrzehntelang in Staaten gelebt, in denen sich der einzelne dem großen Ganzen unterordnen musste.

Der Film von Vera Botterbusch  für das Bayerische Fernsehen entstand drei Jahre nach dem Mauerfall: in Berlin und Beeskow (bei Frankfurt an der Oder),
wo der 1926 geborene Günter de Bruyn auch heute noch lebt. Mit seinen Bildern von jener leisen, spröden Eindringlichkeit, die dem Charakter dieses so untypischen deutschen Intellektuellen entsprechen und den intensiven Gesprächen zu de Bruyns innerem  „Werdegang“, zeichnet der Film ein eindrucksvolles Porträt dieses notorischen ´Träumers unter Anpassern´,der nach Jahren als Lehrer und Bibliothekar erst spät zur Literatur fand und dabei gern die “Rolle des bürgerlichen Zauderers“ übernahm, „der es nicht zum Zerwürfnis kommen läßt.“ Die Regisseurin war anwesend und stand im Anschluss für Gespräche zur Verfügung.
 
Vera Botterbusch: studierte Romanistik, Germanistik, Regie und Kunst in Bonn,
Münster,  Grenoble  und  München.  Die  Autorin,  Regisseurin  und  Filmemacherin wurde bekannt durch ihre Dokumentarfilme und Spieldokumentaionen zu Literatur, Kunst, Musik und Theater vor allem  für das bayerische Fernsehen und durch ihre publizistische Tätigkeit vor allem für die Süddeutsche Zeitung.

Zurück Zurück

Partner:
 

Bundesstiftung AufarbeitungDie Bundesbeauftragte für die Unterlagen deStaatssicherheitsdienstes der ehemaligen DeutschenDemokratischen RepublikFreistaat Sachsen

 

Weitere Kooperationen:
 

Zentrum für zeithistorische Forschung PotsdamHumanities, Sozial- und Kulturgeschichte