"Der Turm" als Theaterstück

Geschichte eines Erwachsenwerdens

In »Der Turm« erzählt Uwe Tellkamp bilderreich und atmosphärisch dicht von der Familie Hoffmann und den »Türmern« des Villenviertels Weißer Hirsch im Dresden der Vorwendezeit. »Der Turm« galt sofort nach seinem Erscheinen als der große Wenderoman, der bis dato ausstand. Er wurde weit über eine halbe Million Mal gekauft.
John von Düffel, selber Romancier und Dramatiker, bearbeitete das Buch für die Bühne. Er konzentriert sich auf die Geschichte von Christian Hoffmann, auf die Geschichte eines Erwachsenwerdens.

"Der Turm" als Theaterstück


Christians Jugend ist geprägt von einer paradoxen Realitätserfahrung: von der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen – einer Vergangenheit, die nicht vergeht, und einer Gegenwart, aus der keine Zukunft zu erwachsen scheint. Seine Erziehung beginnt im bildungsbürgerlichen Nischenmilieu von Medizinern, Literaten, Musikschwärmern und Kulturintellektuellen, setzt sich Mitte der 1980er Jahre fort auf der Erweiterten Internats-Oberschule, wo er als eigenbrötlerischer Bücherwurm den Spitznamen »Monte Christo« erhält, und vollendet sich als »Nemo«, »Niemand«, in der Nationalen Volksarmee, im Dunkelarrest und als Sträfling in der von Kugelblitzen durchzuckten Hölle einer Karbidfabrik.
Zurückgekehrt aus der Haft in den Armeedienst, steht er im Herbst 1989 mit der Waffe in der Hand seiner Mutter Anne gegenüber, die den Schritt aus ihrer privaten und politischen Unselbständigkeit wagt und auf die Straße geht …
Das Hans Otto Theater Potsdam holt aus Anlass des 20. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung den Stoff in einer aufwendigen Ensembleproduktion auf die Bühne. Holger Bülow spielt den Christian Hoffmann, Regie führt der aus Dresden stammende Potsdamer Intendant Tobias Wellemeyer.

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