"1:1?" 20 Jahre Währungsunion (Audio 2/6)

Podiumsgespräch

Die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR trat am 1. Juli 1990 aufgrund des Staatsvertrages vom 18. Mai 1990 in Kraft. Noch gegenwärtig sind die Bilder jenes Tages, die Tausende von Menschen vor Banken und Sparkassen zeigen, um ihr DDR-Geld in die ersehnte »West-Mark« zu tauschen. Viele Menschen in der DDR verbanden damit die Hoffnung auf eine schnelle Angleichung ihrer Lebensverhältnisse an Westdeutschland. Bereits im Vorfeld hatten Fachleute vor einem unrealistischen Umtauschkurs der DDR-Währung und den Folgen gewarnt. Kaum jemand dachte in der Euphorie jener Tage an die wirtschaftlichen Probleme, die die zerrüttete DDR-Planwirtschaft in das vereinigte Deutschland einbringen würde. Welche Hoffnungen und Erwartungen setzten die Menschen in diesen Neuanfang? Welche Visionen wurden realisiert? Welche Rolle spielte die Treuhand bei der Privatisierung der verstaatlichten Betriebe und Kombinate? Über diese und weitere Fragen diskutierte das Podium zum 20. Jahrestag der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion.

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Podiumsgespräch Teil 1 (22:21 min)

Teilnehmer: Dr. Thilo Sarrazin, von 1990–1991 Leiter der Unterabteilung Treuhandanstalt (Rechts- und Fachaufsicht) im Bundesfinanzministerium, seit 2009 Vorstandsmitglied Deutsche Bundesbank.

Prof. Dr. Karl-Heinz-Paqué, Wirtschaftswissenschaftler, von 2002-2006 Finanzminister Sachsen-Anhalts, seit 1996 Lehrstuhl für Internationale Wirtschaft (Universität Magdeburg).

Dr. Ursula Weidenfeld, Wirtschaftsjournalistin (Der Tagesspiegel)

Rainer Thiele, Beiratsvorsitzender der Kathi Rainer Thiele GmbH, Halle/Saale. Das mittelständische Familienunternehmen wurde 1972 verstaatlicht, 1990 unter der Leitung Thieles erfolgreich reprivatisiert.

Moderation: Marie Sagenschneider (Abteilungsleitung »Aktuelle Kultur«, Deutschlandradio Kultur)

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