Die Zukunft der deutschen Vergangenheit

20 Jahre Fall der Mauer

Die Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „20 Jahre Fall der Mauer – Die Zukunft der Deutschen Vergangenheit“ wurde von Frau Dr. Pluschke, Leiterin des Studium Generale der Bucerius Law School mit einer kurzen inhaltlichen Einleitung und der Vorstellung der Podiumsgäste eröffnet. Danach übernahm Sigmar Faust die Moderation des Abends. Referenten waren Siegmar Faust, Udo Scheer, Kai Feller und Michael Jürgs

Die Zukunft der deutschen Vergangenheit


Zunächst diskutierten die Gäste über das sogenannte „Comeback“ der SED. Es wurde über mögliche Gründe für das gute Wahlergebnis der Partei „Die LINKE“ spekuliert und über die Wahrnehmung der DDR im Nachhinein geredet. Udo Scheer brachte dabei ein, dass 50% der Bevölkerung mit der DDR mehr gute als schlechte Sachen in Verbindung bringen würden und dass dies auf ein Identitätsproblem hindeute. Immerhin hätte es Unmengen an Leuten gegeben, die gegen das System der DDR demonstrierten –und dies hätte auch einen Grund gehabt. 

Im weiteren Verlauf wurde außerdem über das Erstärken der NPD und die schwierige Situation in ostdeutschen Bundesländern gesprochen. Kai Feller verwies dabei auf den Mangel an Ausbildungsplätzen, die schlechten Zukunftschancen für Jugendliche, die hohe Arbeitslosigkeit und das Wegziehen der Frauen. Bei den männlichen Jugendlichen sei keine Aufbruchsstimmung zu erkennen, so Feller. Ferner wurde über die randgesellschaftlichen Probleme diskutiert, die sich die Rechtsextremen zu Nutze machen, in dem sie sich verstärkt um die sozial benachteiligten Leute kümmern. Abschließen wurde auch noch angesprochen, dass es wichtig sei vor lauter Rechtsbekämpfung nicht den Linksextremismus aus den Augen zu verlieren. Man müsse sich mehr um die Aufklärung der Menschen über die Zeit in der DDR kümmern, damit sich kein falsches Geschichtsbild bei der Bevölkerung einprägt.

Im Anschluss an den Vortrag hatte das Publikum die Möglichkeit Fragen zustellen. Es kam eine angeregte Diskussion zustande. 

 

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