Die heile Welt der Diktatur?

So fragt eine Ausstellung des Heimatmuseum Reinickendorf

Was war die DDR? Diese Frage wird mehr denn je diskutiert. Noch 1989 schien die Antwort eindeutig: Damals gingen Hunderttausende in der DDR auf die Straße, um gegen die Diktatur der SED, für Reisefreiheit und bessere Lebensverhältnisse zu demonstrieren. Heute wird der Alltag in der DDR häufig verklärt. Gab es tatsächlich so etwas wie eine »heile Welt« inmitten der Diktatur? Oder waren SED-Herrschaft und Alltag letztlich untrennbar miteinander verbunden? Die Ausstellung im Heimatmuseum Reinickendorf will Antworten auf diese Fragen geben und zur Diskussion einladen. Die Bilder des Hamburger Fotografen Harald Schmitt, langjähriger Korrespondent des stern in der DDR, und die Texte des in Halle / Saale geborenen Historikers Stefan Wolle laden zu einer Zeitreise in eine heute immer fremder anmutende Lebenswirklichkeit ein.

Die heile Welt der Diktatur?


 

Die Ausstellung ist vor allem für Schülerinnen und Schüler gedacht. Schüler und Lehrer sollen dazu angeregt werden, sich kritisch mit dem Thema auseinanderzusetzen. „Sie ist eine hervorragende Ergänzung des Unterrichts, wenn es darum geht, Schülerinnen und Schülern DDR-Geschichte zu vermitteln. Kinder und Jugendliche von heute sind auf eine objektive Darstellung der jüngsten deutschen Geschichte angewiesen.“ so Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU). 

 

"Die heile Welt der Diktatur? Herrschaft und Alltag in der DDR" ist vom 9. April bis 14. Mai 2009 im Heimatmuseum Reinickendorf, Alt-Hermsdorf 35, 13467 Berlin zu sehen. Besucht werden kann die Ausstellung Montag von 9 bis 13.30 Uhr, Dienstag bis Freitag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr. Weitere Informationen sind erhältlich im Internet unter www.heimatmuseum-reinickendorf.de oder unter der Telefonnummer 030-404 40 62.

 

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