Aufgestanden! Bautzen im Herbst ´89

Vernissage

Aufgestanden! Bautzen im Herbst ´89


„Aufgestanden! Bautzen im Herbst `89“
Fotos von Jürgen Matschie

Die Ausstellung war vom 7. Oktober bis zum 4. Dezember 2009 in der Gedenkstätte Bautzen, Weigangstraße 8a zu sehen.

Der Fotograf Jürgen Matschie begleitete im Herbst 1989 die Montagsdemos in Bautzen mit seiner Kamera. Es entstanden Fotografien, die das Selbstvertrauen und die Aufbruch-stimmung dieser Zeit dokumentieren.

Während der Friedlichen Revolution drängten auch die Bautzener auf die Straße. Noch in den ersten Oktobertagen 1989 war auf dem Postplatz eine Kundgebung von Polizei und Staatssicherheit auseinander getrieben worden. Doch das SED-Regime musste in der gesamten DDR vor immer größer werdenden Demonstrationszügen zurückweichen. Seit November gingen in Bautzen tausende regelmäßig auf die Straße. Sie zogen mit Transparenten friedlich durch die Stadt. Viele Forderungen wie freie Wahlen, Auflösung der Stasi aber auch Sanierung der Altstadt wurden erhoben. Auch das Schicksal der politischen Häftlinge bewegte die Menschen. Am 4. Dezember 1989 zogen 2000 spontan vor die Tore der Stasi-Kreisdienststelle, der Haftanstalt Bautzen I und des Stasi-Gefängnisses Bautzen II. Kerzen wurden aufgestellt und bekundeten die Solidarität mit den Gefangenen – ein Höhepunkt der Bautzener Montagsdemos.

Der Fotograf Jürgen Matschie ist seit 1988 freiberuflich in Bautzen tätig. 1996 wurde er in die Deutsche Gesellschaft für Photographie berufen. Er ist Träger der Kunstpreise der Domowina und der Oberlausitz. Die Kunsthistorikerin Dr. Barbara Stempel führt in die Ausstellung ein. Als Kuratorin einer Ausstellung und in einer Publikation hat sie sich mit der Fotografie der Wendezeit in der Oberlausitz auseinandergesetzt.

 

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Partner:
 

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Weitere Kooperationen:
 

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