"Das Wendedankfest"

Stephan Krawczyk stellte sein neues Programm in Osterode am Harz vor

Das Wendedankfest ist eine Konzertlesung, die der Liedermacher, Dichter und DDR-Dissident Stephan Krawczyk eigens für den 20. Jahrestag der Maueröffnung und der Wiedervereinigung erarbeitet hat und am 11. November 2009 um 20.00 Uhr im Raatssaal der Stadt Osterode am Harz vorstellte.

"Das Wendedankfest"


In dem rund anderthalbstündigen Programm sang Krawczyk Lieder aus der Vorwendezeit und von heute. Er las autobiographische Texte über das Leben in der DDR und im vereinten Deutschland. Seine leidenschaftlichen Lieder und spannenden Geschichten luden ein zu einem übergreifenden Ost-West-Dialog und boten ebenso nachdenkliche wie unterhaltsame Einblicke in die deutsch-deutsche Erlebnisgeschichte.

Zur Person: Stephan Krawczyk, geb. 1955 in Weida studierte nach dem Abitur Musik in Weimar und war von 1978 bis 1983 Mitglied der Folk-Gruppe Liedehrlich. Für seine hervorragenden künstlerischen Leistungen erhielt er 1981 den Hauptpreis beim DDR-Chansonwettbewerb.

Aufgrund zunehmender kritischer Texte erhielt Krawczyk 1985 ein Auftrittsverbot und konnte nur noch im Schutz der Kirche auftreten. Ende der 1980er Jahre zählte er zu einer der bedeutensten Personen der DDR-Opposition. Jahrelang war er von der Staatssicherheit überwacht und drangsaliert worden. 1988 wurde er inhaftiert und im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen völlig isoliert. Stephan Krawczyk stimmte einer freiwilligen Ausreise aus der DDR zu und wurde im Februar 1988 zusammen mit seiner damaligen Ehefrau Freya Klier in die Bundesrepublik abgeschoben.

Seit den 1990er Jahren hat Krawczyk mehrere Bücher veröffentlicht, die sich insbesondere mit dem Lebensgefühl der in der DDR sozialisierten Generationen auseinandersetzen und stark autobiographisch sind.

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