Westdeutschland wird Weltmeister

Die bundesdeutsche Nationalelf schlägt Argentinien im Finale der WM in Rom

Westdeutschland wird Weltmeister

© Flickr / Thomas Duchnicki

Die Mauer ist gefallen. In der DDR hat es freie Wahlen gegeben. Deutschland steht vor der Wiedervereinigung und am 8. Juli gewinnt die deutsche Nationalelf auch noch die Weltmeisterschaft. Scheinbar reibungslos fügt sich der Fußballtriumph in die Wiedervereinigungsfreude ein. mehr

Der DM-Schock

Die Einführung der D-Mark erschüttert die marode DDR-Wirtschaft

© Auchwaswisser

1. Juli 1990. Mit der Einführung der D-Mark in der DDR, dem Wegfall der Kontrollen an den innerdeutschen Grenzen und den Notaufnahmeverfahren für Übersiedler erfolgen entscheidende Schritte zur staatlichen Einheit. Um Mitternacht tritt die Wirtschaft- und Währungsunion in Kraft, die für die DDR, neben dem aus für die Ost-Mark, auch den endgültigen Abschied von der Planwirtschaft bedeutet. Doch die Öffnung der DDR-Wirtschaft zum Weltmarkt führt binnen kürzester Zeit zu ihrem Zusammenbruch. mehr

"Das volkseigene Vermögen ist zu privatisieren."

Am 17. Juni 1990 beschließt die Volkskammer das Treuhandgesetz

Schön mit Chemie

Die Zeit drängt, daher müssen die Parlamentarier sehr kurzfristig entscheiden. Die Lage der gesamten Volkswirtschaft und vor allem ihrer großen Betriebe ist über die Maßen unsicher, auch die mittelfristigen Konsequenzen des von der Koalition eingebrachten Treuhandgesetzes liegen im Dunkeln. Auf allen Beteiligten lastet das ungute Gefühl, dass das hastig zur Abstimmung gestellte Paket gravierende ökonomische Folgen haben wird – für den überschuldeten Staat, für seine Unternehmen, aber auch für Millionen Beschäftigte. Am Ende beschließt die Volksvertretung das Gesetz mit der Mehrheit der Koalition. Genau vor 20 Jahren. mehr

Im Zweitleben DDR-Bürger

In der DDR wird die RAF-Terroristen Susanne Albrecht verhaftet

Wohnhaus von Susanne Albrecht

Vor 20 Jahren, am 07.06.1990, wird die RAF-Terroristin Susanne Albrecht in der DDR festgenommen. Susanne Albrecht hat sich nach dem Attentat auf den Dresdener-Bank-Chef Jürgen Ponto am 30. Juli 1977 in die DDR abgesetzt. Ihrer Entdeckung und Verhaftung folgt eine Vielzahl weiterer Festnahmen von RAF-Terroristen, die sich in der DDR aufhalten. mehr

Die militärische Frage

Am 31. Mai 1990 stimmt Gorbatschow der freien Bündniswahl eines vereinten Deutschlands zu

US Armee © The U.S. Army / flickr

Der strittigste Punkt in der Deutschen Frage im Mai 1990 ist die Frage der Bündniszugehörigkeit des vereinten Deutschlands. Noch am 25. Mai erklärt der sowjetische Außenminister Schewardnadse in der Welt am Sonntag, die Sowjetunion sei gegen eine gesamtdeutsche NATO-Mitgliedschaft. Genau das ist jedoch die Position der westlichen Alliierten, insbesondere die von George Bush. Für den amerikanischen Präsidenten ist die deutsche Einheit erstrebenswert, aber nur dann, wenn das vereinte Deutschland zur NATO gehöre. Die Fronten scheinen damit im Mai 1990 verhärtet. Doch am 31. Mai 1990 treffen Bush und Gorbatschow in Washington zusammen. Überraschend gelingt ein Durchbruch in der strittigen Bündnisfrage. mehr

Polo statt Rennpappe

Am 21. Mai 1990 läuft im Automobilwerk Zwickau der erste in der DDR gefertigte VW-Polo vom Band.

Trabi

Anfang 1990 beginnen der VEB Sachsenring Zwickau und die Volkswagen AG Verhandlungen über eine Lizenzproduktion des Polo. Dort, wo jahrzehntelang der Trabant gefertigt wurde, sollen nun moderne Kleinwagen nach Wolfsburger Vorbild vom Band laufen. Mit dem nahenden Ende der DDR zeichnet sich auch das Aus für die veralteten Modelle der volkseigenen Autoindustrie ab. mehr

Zukunftsangst statt Einheitseuphorie

Landesweite Demonstrationen gegen den "Ausverkauf" der DDR

Angst vor der Zukunft © BArchiv 183-1990-0303-016

Nachdem erste Einzelheiten über die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion bekannt geworden sind, gehen in der DDR immer mehr Menschen aus Furcht vor Arbeitslosigkeit und Sozialabbau auf die Straße. Während vielen die D-Mark als Hoffnungsträger erscheint, befürchten andere den "Ausverkauf" der DDR. Die Wirtschaft steht vor dem Kollaps, die Arbeitslosigkeit wächst und mit ihr die Angst um die eigene Existenz. mehr

Wille zur Verständigung

Die erste Runde der Zwei-plus-Vier-Gespräche am 5. Mai 1990

© BArchiv 183-1990-0622-043

1990 ist ein Jahr diplomatischer Erfolge. Die Zwei-plus-Vier-Gespräche, aus denen der Souveränitätsvertrag hervorgeht, gelten als ein Meisterstück der internationalen Diplomatie. Politische Streitigkeiten und divergierende Interessen, die eine ganze Epoche geprägt haben, werden innerhalb kürzester Zeit beigelegt. Das erste Zwei-plus-Vier-Gespräch findet am 5. Mai 1990 in Bonn statt. mehr

"We should be nice to the Germans."

Die Europäische Gemeinschaft und die deutsche Vereinigung

"We should be nice to the Germans."

Die Verknüpfung von deutscher Einheit und europäischer Integration, wie sie am 28. April 1990 auf dem Dubliner EG-Gipfel begonnen wurde, war ein weiterer Schritt zur Wiedervereinigung und formulierte noch vor dem Beginn der "Zwei-plus-Vier-Gespräche" die wirtschaftlichen Kriterien für die EG-Mitgliedschaft des vereinten Deutschland. mehr

Abschied vom "Aluchip"

Am 24. April 1990 beginnen die Verhandlungen über eine Wirtschafts- und Währungsunion

Kleiner Deutscher, großer Deutscher

Die Idee einer Währungsunion entsteht unter dem Druck der wirtschaftlichen Misere in der DDR. Zwischen Mauerfall und dem Beschluss der Bundesregierung, der DDR-Regierung die D-Mark anzubieten, liegen keine drei Monate. Nach der ersten freien Volkskammerwahl wird innerhalb von zwei Monaten die Währungsunion ausgehandelt – die Beratungen müssen schnell geführt werden, um den völligen Kollaps der DDR-Wirtschaft aufzuhalten. Am 1. Juli 1990 tritt die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion schließlich in Kraft. mehr

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"Wir waren auf jeden Fall ...mehr

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