Der Freistaat Sachsen als Wiege der Friedlichen Revolution

Die sächsischen Städte Leipzig, Dresden und Plauen waren es, von denen sich im Herbst 1989 die Demokratiebewegung in die gesamte DDR ausbreitete.

Besonders bedeutsam sind die Leipziger (Montags-) Demonstrationen, die im Umfeld der Leipziger Nikolaikirche ihren Ursprung fanden. Zunächst nur einige hundert, später mehrere zehntausend mutige Bürger gingen nach dem Friedensgebet seit dem 4. September 1989 auf die Straße. Am 2. Oktober 1989 knüppelte die Polizei in Leipzig auf friedliche Frauen und Männer ein, die die Freilassung von inhaftierten Demonstranten der Vorwochen forderten.

Auch in Plauen fanden zu dieser Zeit bereits regelmäßig Demonstrationen statt. Nach der Durchfahrt mehrerer Reisezüge mit Botschaftsflüchtlingen in Richtung Bundesrepublik kam es dort zu spontanen Friedensandachten. Am 7. Oktober versammelten sich über zehntausend Demonstranten.

Die Durchfahrt der Reisezügen mit Botschaftsflüchtlingen war auch der Anlass für gewalttätige Konfrontationen zwischen Bürgern und der DDR-Staatsmacht am 4. Oktober in Dresden: Autos wurden umgestürzt, ein Polizeifahrzeug ging in Flammen auf, etwa 1.300 Personen wurden festgenommen.

Aber es war die friedfertigen Demonstrationen, die die bewaffnete Macht des SED-Regimes bezwang. Auf alles waren die Machthaber vorbereitet, aber nicht auf den friedlichen massenhaften Protest, zu dessen prägendem Bild die brennenden Kerzen als (christliches) Symbol der Hoffnung wurden. Typisch waren auch Gespräche zwischen ausgewählten Demonstranten und Vertretern von Staat und Partei während der Demonstrationen. Diese Gespräche verhinderten oftmals eine Eskalation der Gewalt und fanden später in den „Runden Tischen“ ihre Fortsetzung.

Die Monatagsdemonstrationen in Leipzig wurden bis zu den Volkskammerwahlen im März 1990 fortgeführt und zählten auf ihrem Höhepunkt etwa 320.000 Teilnehmer.

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Die Revolutionsereignisse waren jedoch nicht auf die großen Städte beschränkt. Nachvollziehen können Sie das anhand einer Datensammlung des Hannah-Arendt-Instituts Dresden zu Parolen und Ereignissen der Friedlichen Revolution in Sachsen, die die Sächsische Staatskanzlei allgemein zugänglich macht.



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