Dossier: Die Opposition formiert sich: Die Führung der DDR gerät unter Druck

Die Opposition formiert sich: Die Führung der DDR gerät unter Druck

Foto © BStA

Während Flüchtlingsmassen die DDR über Ungarn verlassen, gelingt es der Opposition sich neu zu organisieren. Es bilden sich zahlreiche neue Basisgruppen wie z.B. das Neue Forum, Demokratischer Aufbruch und Demokratie Jetzt. Sie setzen auf eine Demokratisierung der DDR. Doch die SED verharrt unbeweglich.

Legenden und Abschiede

Die aktuelle Presseschau

Presseschau

Das Buch eines alten DDR-Sportlers und Doping-Verantwortlichen strickt an alten Legenden. Unwahrheiten, Vorurteile zwischen Ost- und Westdeutschen werden wieder ausgegraben. Und Bärbel Bohley, eine der widerspenstigen und bis zuletzt unangepassten Symbolfiguren der DDR-Opposition ist gestorben. Die Presseschau im September. mehr

Düsteres hautnah erleben

Tag des offenen Denkmals am 12. September 2010

"Runde Ecke" Leipzig

Historische Rathäuser und Apotheken, alte Mühlen und vollständig erhaltene Grenzanlagen: Beim Tag des offenen Denkmals, der deutschlandweit am 12. September stattfindet, laden rund 7500 ungewöhnliche Orte zum Besuch ein. mehr

Ruhiger Revolutionär

Der Physiker Hans-Jürgen Fischbeck bleibt ein Bürgerbewegter – immer wieder neu

Hans-Jürgen Fischbeck

Die Friedliche Revolution ist undenkbar ohne die Bürgerrechtler. Trotz ihrer Bedeutung für den Umbruch von 1989/90 zogen sich viele der damaligen Protagonisten wieder aus der großen Politik zurück. Hans-Jürgen Fischbeck war einer von ihnen. Seinen Mut zur Einmischung, mit dem er einst dem DDR-Regime widerstand, hat er bis heute behalten - Portrait eines Demokraten. mehr

"Feind ist, wer anders denkt"

Eine Ausstellung über die Stasi in der DDR

"Feind ist, wer anders denkt"

Wie arbeitete das Ministerium für Staatssicherheit, wie war es organisiert? Welche Auswirkungen hatten die Tätigkeiten der SED-Geheimpolizei auf die Betroffenen DDR-Bürger? Die Wanderausstellung "Feind ist, wer anders denkt" der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes macht vom 12. August bis zum 1. September 2010 Halt in Hildesheim und wirft einen genauen Blick auf Arbeit und Methoden der Stasi. mehr

Die Paradoxie des Scheiterns

Der Politikwissenschaftler Eckhard Jesse im Interview

Jesse

Warum brach ein politisches System, dem auch der Westen Stabilität attestiert hatte, 1989 innerhalb weniger Monate zusammen? Und warum hegten nicht wenige Ostdeutsche Sympathien für einen "dritten Weg"? mehr

Symbolfigur mit Brüchen

Die Widersprüche des Robert Havemann. Ein Veranstaltungsbericht

Havemann mit FDJ-Mitgliedern 1951

In diesem Jahr begeht die Berliner Humboldt-Universität den 200. Jahrestag ihrer Gründung – ein Grund zum Feiern und ein Anlass, auf die weniger feierlichen Aspekte der Universitätsgeschichte zurückzuschauen. Auf die enge Verbindung von Geist und Macht, die diese Hochschule im 20. Jahrhundert prägte. Am gestrigen Abend waren Zeitzeugen und Sachkundige zusammengekommen, um über einen der widersprüchlichsten Geister der Universitätsgeschichte zu sprechen – über Robert Havemann, den orthodoxen Kommunisten und späteren Vorzeigeoppositionellen der DDR. mehr

Geist im Dienste der Macht? Teil II

Die Debatte um die Vergangenheit des künftigen Präsidenten der Humboldt-Universität

Geist im Dienste der Macht?

Am 10. Juni trafen sich Jan-Hendrik Olbertz und Ilko-Sascha Kowalczuk auf dem Podium der Stiftung Aufarbeitung, um ihren bis dahin nur indirekt über die Medien ausgefochteten Disput nun im direkten Gegenüber fortzusetzen. Es ging unter anderem um die Frage, wieviel Nähe zur Macht zu DDR-Zeiten unabdingar war und wieviel davon heute für höchste öffentliche Ämter disqualifiziert. mehr

Geist im Dienste der Macht?

Die Debatte um die Vergangenheit des künftigen Präsidenten der Humboldt-Universität

Geist im Dienste der Macht?

Am 10. Juni trafen sich Jan-Hendrik Olbertz und Ilko-Sascha Kowalczuk auf dem Podium der Stiftung Aufarbeitung, um ihren bis dahin nur indirekt über die Medien ausgefochteten Disput nun im direkten Gegenüber fortzusetzen. Es ging unter anderem um die Frage, wieviel Nähe zur Macht zu DDR-Zeiten unabdingar war und wieviel davon heute für höchste öffentliche Ämter disqualifiziert. Wir zeigen einen Ausschnitt der Diskussion. mehr

Konservative Revolutionärin

Angela Merkel spricht über ihren demokratischen Aufbruch von 1989

Angela Merkels Rückblick auf 1989/90

Unter den DDR-Bürgern, die sich 1989 politisch zu engagieren begannen, war auch eine junge Politikerin, deren Namen damals nur wenigen bekannt war: Es war die promovierte Physikerin Angela Merkel. Ab Ende 1989 unternahm sie mit dem Mitgliedsbuch des Demokratischen Aufbruch (DA) in der Tasche erste Gehversuche auf dem politischen Parkett. Am vergangenen Freitag blickte die Bundeskanzlerin in einer durchaus persönlichen Rede auf ihren demokratischen Aufbruch von 1989/90 zurück. mehr

"Nur wer sich ändert, bleibt sich treu."

Vor 100 Jahren wurde Robert Havemann geboren

Havemann (rechts) 1958 noch mit Parteiabzeichen

Am 11. März dieses Jahres wäre Robert Havemann, einer der bekanntesten Dissidenten der DDR, 100 Jahre alt geworden. Anlass genug für Bewunderer, Weggefährten, Freunde und Familienmitglieder im klassizistischen Ambiente eines Vorlesungsaals unweit der Berliner Charité ein Fest der Erinnerungen zu feiern. mehr

Montagsradio, Ausgabe Nr. 30, "Eine heimliche Liebe"

Die DDR-Opposition, die Revolution und die deutsche Frage – ein Gespräch mit Andreas H. Apelt

Radio

Nach dem Mauerfall stand plötzlich die deutsche Frage wieder auf der politischen Tagesordnung. Damit sah sich auch die DDR-Opposition vor eine völlig neue Ausgangslage gestellt. Über die Folgen des Mauerfalls für die Bürgerrechtler und die verschiedenen Antworten auf die deutsche Frage in der Friedlichen Revolution haben wir mit Andreas Apelt gesprochen. mehr

"Man wurde ganz leicht, ging aufrecht"

Die Stimmung am 4. November aus der Perspektive einer Zeitzeugin

Tina Krone

Auf dem Weg zur Großdemonstration beobachtet die Zeitzeugin Tina Krone, wie sich ihre Stimmung aufhellt. Sie sieht, wie zahllose Menschen zur Demonstration strömen. Plötzlich fühlt sie sich ganz leicht. Aufbruchsstimmung machte sich breit. mehr

"Die Revolution frisst ihre Kinder"

Kerstin Gierke über Angst, Aufbruch und Enttäuschung im Herbst '89

Kerstin Gierke

Sie gehörte im Oktober '89 zu den Mutigen, die etwas verändern wollten. Ab dem 3. Oktober versammelten sie sich in der Gethsemanekirche in Ostberlin zu einer Mahnwache für politische Häftlinge. Es wurden täglich mehr. Am 7. Oktober gingen sie auf die Straße, um für Veränderungen zu protestieren. Kerstin Gierke war eine von ihnen. mehr

Hat die DDR-Opposition die Einheit nicht gewollt?

Andreas H. Apelt räumt mit einem Vorurteil auf

Montagsdemonstranten

Mit einer neuen Studie widerlegt der Historiker Andreas H. Apelt eine hartnäckige Behauptung: dass die deutsche Frage für die Opposition Tabu gewesen sei. Die historische Wahrheit ist wie so oft vielschichtiger als das Pauschalurteil. mehr

Montagsradio, Ausgabe Nr. 23 – "Die Stasi und die Opposition"

Gespräch mit Ilko-Sascha Kowalczuk

Montagsradio

"Neues Forum" und "Demokratie jetzt" sind gegründet. Auch die SDP ist bereits ins Leben gerufen. "Demokratischer Aufbruch" und andere Gruppen stehen in den Startlöchern. Die Opposition, das ist im Spätsommer 1989 unübersehrbar, formiert sich. Wie reagiert die DDR-Führung? Welche Strategien verfolgt der Staatssicherheitsdienst? mehr

Reformer zetteln die Revolution an

September '89: Die Opposition wagt sich vor

Reformer zetteln die Revolution an

Lange Zeit hatte sich nichts getan in der DDR. Doch nach dem Sommer ist der Staat in Bewegung. Tausende DDR-Bürger flüchten in den Westen und die Opposition formiert sich neu. Im September 1989 gerät die DDR nun auch von innen unter Druck. mehr

"Die Zeit drängt. Das Volk soll entscheiden."

Am 12. September 1989 wird die Bürgerbewegung "Demokratie Jetzt" gegründet

"Die Zeit drängt. Das Volk soll entscheiden."

Auf eine Verbesserung von oben haben sie lange genug vergeblich gewartet. Doch die Ausreise, wie sie Tausende ihrer Mitbürger im Sommer 1989 antreten, ist für sie keine Alternative. Am 13. August rufen deshalb Vertreter der "Initiative Absage an Praxis und Prinzip der Abgrenzung" in der Treptower Bekenntnisgemeinde vor 400 Besuchern zur Bildung einer landesweiten politischen Organisation auf. mehr

"Aufbruch 1989 – Neues Forum"

Die Opposition formiert sich

Demonstration des Neuen Forums

"In unserem Staat ist die Kommunikation zwischen Staat und Gesellschaft offensichtlich gestört", stellen die Initiatoren des Neuen Forums in ihrem Gründungsaufruf fest. Am 10. September 1989 gründen sie in der DDR eine politische Vereinigung, die zu einem großen oppositionellen Ereignis in der Öffentlichkeit wird. mehr

"Die Überwindung der Angst"

Ehrhart Neuberts "Unsere Revolution" – Eine Gesamtdarstellung

Demonstration am 4. November 1989

"Die Überwindung der Angst" ist für Ehrhart Neubert in seinem 440 Seiten starken Buch "Unsere Revolution" der alles entscheidende Grund für das Gelingen des Umsturzes in der DDR im Herbst 1989. Der studierte Theologe und frühere Bürgerrechtler schreibt aus einer doppelten Perspektive über das Ende der DDR. Er ist akademischer Beobachter und Protagonist der Opposition. Das ist auch zugleich Stärke und Schwäche des Buchs. mehr

Highlights

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"Wir waren auf jeden Fall ...mehr

Dossier

Dossiers zu unseren Schwerpunktthemen wie Ausblick, Alltag, Film, Wenderomane und und und ... mehr
Im Archiv der Auseinandersetzung finden Sie… mehr mehr

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