Dossier: Die Deutsche Frage: Positionen und Perspektiven

Die Deutsche Frage: Positionen und Perspektiven

Foto © Bundesregierung B 25898_1099373

Der 9. November 1989 brachte die Menschen in Ost und West zusammen. Gleichsam eröffnete er die Möglichkeit, neu zu ordnen, was seit Jahrzehnten unverrückbar schien. Über Nacht stand die deutsche Frage wieder auf der politischen Agenda. Für die einen eine historische Chance, für die anderen ein unkalkulierbares Risiko.

Friedliche Antwort

Der 3. Oktober 1990 und die Deutschen Frage

Mauerfall 858_1_71512

Die Deutsche Frage hat die europäische Politik fast zwei Jahrhunderte lang beschäftigt. 1990 ist sie beantwortet worden. Friedlich. mehr

Ostblock adé

Am 24. September 1990 tritt die DDR aus dem Warschauer Vertrag aus

Ostblock adé

Mit dem Abschluss der Zwei-plus-Vier-Gespräche klärte sich auch die Bündniszugehörigkeit des vereinten Deutschlands endgültig. Kurz bevor sich die DDR mit dem Einigungsvertrag faktisch dem Oberkommando der NATO unterstellte, erklärte sie am 24. September 1990 ihren Austritt aus dem Warschauer Vertrag. mehr

Das Ende der Nachkriegsära

Die letzte Runde der Zwei-plus-Vier-Gespräche in Moskau

Zwei-plus-Vier unterzeichnen in Moskau

Am 12. September 1990 findet das letzte Außenministertreffen der Zwei-plus-Vier in Moskau statt, das noch am selben Tag zur Unterzeichnung des "Vertrages über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland" (Zwei-plus-Vier-Vertrag) führt. Der Vertrag, der "anstatt eines Friedensvertrages" geschlossen wird, regelt in zehn Artikeln einvernehmlich die außenpolitischen Aspekte wie auch sicherheitspolitischen Bedingungen der deutschen Vereinigung. Gleichzeitig bedeutet er den Verzicht der vier Siegermächte im Zweiten Weltkrieg auf ihre Vorbehaltsrechte gegenüber Deutschland und ist die Voraussetzung einer vollständigen deutschen Souveränität. mehr

Der Stratege (Teil 3)

Horst Teltschik im Gespräch über Revolution und Einheit

Horst Teltschik

Helmut Kohls außenpolitischer Berater Horst Teltschik zählt zu den Architekten der Einheit. In den Jahren 1989/90 war er an den entscheidenden Verhandlungen u.a. mit George Bush und vor allem Michail Gorbatschow beteiligt. Der dritte Teil des Interviews beschäftigt sich mit der Oder-Neiße-Grenze und der europäischen Dimension des Einigungsprozesses. mehr

Der Stratege (Teil 2)

Horst Teltschik im Gespräch über Revolution und Einheit

Horst Teltschik

Helmut Kohls außenpolitischer Berater Horst Teltschik zählt zu den Architekten der Einheit. In den Jahren 1989/90 war er an den entscheidenden Verhandlungen u. a. mit George Bush und vor allem mit Michail Gorbatschow beteiligt. Teil 2 des Interviews widmet sich den Hintergünden von Gorbatschows Handeln und dem Ende des Kalten Kriegs. mehr

Der Gipfel im Kaukasus

Am 16. Juli 1990 zogen Kohl und Gorbatschow Pullover und Strickjacke an

Kohl und Gorbatschow im Kaukasus

Die grundsätzliche sowjetische Zustimmung zur deutschen Einheit im Februar 1990 hat der Wiedervereinigung weitgehend den Weg geebnet. Doch was ist mit der Zugehörigkeit Gesamtdeutschlands zur NATO und der uneingeschränkten Souveränität des neu entstehenden Staates? Im kollektiven Gedächtnis der Deutschen ist der Kaukasus-Gipfel als jener Tag in Erinnerung geblieben, an dem die deutsche Einheit und die Zukunft Europas von zwei Männern in Freizeitkleidung entschieden wird. Am 16. Juli 1990 treffen sich Bundeskanzler Kohl und der sowjetische Präsident Gorbatschow im Kaukasus zu einem Gespräch in entspannter Atmosphäre... mehr

Der Stratege

Horst Teltschik im Gespräch über Revolution und Einheit (Teil 1)

Horst Teltschik

Helmut Kohls außenpolitischer Berater Horst Teltschik zählt zu den Architekten der Einheit. In den Jahren 1989/90 war er an den entscheidenden Verhandlungen u.a. mit George Bush und vor allem Michail Gorbatschow beteiligt. Im ersten Teil des Interviews spricht er über das Tempo des Umbruchs, über die Sorgen vor einer Eskalation der Gewalt und die Bedeutung Gorbatschows für die friedlichen Revolutionen von 1989. mehr

Bushs Triumph

Die USA und die deutsche Einheit

Die Bedingungen der Einheit in Verhandlung

Nach dem Zweiten Weltkrieg galt die deutsche Frage zwischen den Fronten des Kalten Krieges jahrzehntelang als mehr oder weniger unantastbar. Erst mit dem Fall der Mauer wurde die deutsche Frage auf der politischen Agenda wieder aktuell und eröffnete nicht nur der deutschen Bevölkerung sondern auch den USA eine einmalige historische Möglichkeit. Mit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Teilstaaten nach ihren Bedingungen entschieden die USA die letzte und wichtigste Etappe im Wettlauf um den Sieg im Kalten Krieg. mehr

"We should be nice to the Germans."

Die Europäische Gemeinschaft und die deutsche Vereinigung

"We should be nice to the Germans."

Die Verknüpfung von deutscher Einheit und europäischer Integration, wie sie am 28. April 1990 auf dem Dubliner EG-Gipfel begonnen wurde, war ein weiterer Schritt zur Wiedervereinigung und formulierte noch vor dem Beginn der "Zwei-plus-Vier-Gespräche" die wirtschaftlichen Kriterien für die EG-Mitgliedschaft des vereinten Deutschland. mehr

Anwalt der Einheit

Der letzte Ministerpräsident der DDR, Lothar de Maizière, im Interview

de Maiziere

Am 12. April 1990 wählte die Volkskammer den Rechtsanwalt Lothar de Maizière (CDU) zum Ministerpräsidenten. Knapp 200 Tage lang leitete der Mann, der stets im Schatten Helmut Kohls stand, die letzte DDR-Regierung. In unserem Interview spricht de Maizière über die turbulente Zeit als Ministerpräsident, preußische Sekundärtugenden und seinen Abschied von der Politik. mehr

Zehn Punkte für unser Land

Die deutsche Frage nach dem Mauerfall

Zehn Punkte für unser Land

Der 9. November 1989 brachte die Menschen in Ost und West zusammen. Und er eröffnete die Möglichkeit, neu zu ordnen, was seit Jahrzehnten unverrückbar schien. Gleichsam über Nacht stand die deutsche Frage – die Frage nach der Einheit der Nation – wieder auf der politischen Agenda. Für die einen eine historische Chance, für die anderen ein unkalkulierbares Risiko. mehr

Die deutsche Frage in Ost und West

Ein Thema – drei Positionen

Die deutsche Frage in Ost und West

Wie stand die DDR-Opposition zur deutschen Frage? Welche Rolle spielte die Ausreisewelle? Und was dachte der Westen? Ehrhart Neubert, Wolfgang Templin und Hans-Dietrich Genscher nehmen Stellung. mehr

Die Mauer wegdenken – Teil 3

Heinrich August Winkler über die deutsche Frage

Heinrich August Winkler

Die großen Linien, die entscheidenden Wendepunkte auf dem Weg zur deutschen Einheit. Was war die deutsche Frage und wie wurde sie 1989/90 beantwortet? Der Historiker Heinrich August Winkler ordnet die Friedliche Revolution in den Kontext des 20. Jahrhunderts ein. Der dritte Teil des Gesprächs mit Heinrich August Winkler. mehr

Die Mauer wegdenken – Teil 2

Heinrich August Winkler über die deutsche Frage

Heinrich August Winkler

Die großen Linien, die entscheidenden Wendepunkte auf dem Weg zur deutschen Einheit. Was war die deutsche Frage und wie wurde sie 1989/90 beantwortet? Der Historiker Heinrich August Winkler ordnet die Friedliche Revolution in den Kontext des 20. Jahrhunderts ein. Der zweite Teil des Gesprächs mit Heinrich August Winkler. mehr

Die Mauer wegdenken

Heinrich August Winkler über die deutsche Frage

Die Mauer wegdenken

Die großen Linien, die entscheidenden Wendepunkte auf dem Weg zur deutschen Einheit. Was war die deutsche Frage und wie wurde sie 1989/90 beantwortet? Der Historiker Heinrich August Winkler ordnet die Friedliche Revolution in den Kontext des 20. Jahrhunderts ein. mehr

Montagsradio, Ausgabe Nr. 30, "Eine heimliche Liebe"

Die DDR-Opposition, die Revolution und die deutsche Frage – ein Gespräch mit Andreas H. Apelt

Radio

Nach dem Mauerfall stand plötzlich die deutsche Frage wieder auf der politischen Tagesordnung. Damit sah sich auch die DDR-Opposition vor eine völlig neue Ausgangslage gestellt. Über die Folgen des Mauerfalls für die Bürgerrechtler und die verschiedenen Antworten auf die deutsche Frage in der Friedlichen Revolution haben wir mit Andreas Apelt gesprochen. mehr

Nur ein einziges Jahr

Ein Versuch, das Wunder 1989/90 wissenschaftlich zu erklären

Cover

Im November 1989, als die Mauer fiel, geschah etwas, das nicht nur die Geschichte der Deutschen, sondern auch die Weltgeschichte veränderte. Die Realität hatte die Phantasie überholt, so Klaus-Dietmar Henke in seinem Sammelband "Revolution und Vereinigung 1989/90", in dem renommierte Historiker und aktive Mitgestalter der Friedlichen Revolution ein Gesamtbild der Ereignisse der Jahre 1989/90 und seiner Folgen entwerfen. mehr

Montagsradio, Ausgabe Nr. 22

Der Mauerfall im Wahlkampf und die Positionen der West-Parteien im Spätsommer 1989

Montagsradio

Wir sprechen mit dem Politikwissenschaftler Gero Neugebauer über Wiedervereinigungsfolklore in der Bundesrepublik der 1980er Jahre, Wahlkämpfe heute und damals und die deutsche Frage im Sommer 1989 aus Sicht der Ost-Opposition... mehr

Deutsche Einheit? Deutsche Zweiheit!

Wie die Bundesrepublik mit der deutschen Frage umging

Deutsche Einheit? Deutsche Zweiheit!

"Deutsche Einheit? Deutsche Zweiheit!" – so titelt DIE ZEIT am 2. Juni 1989. Verfasser des Artikels ist Klaus Bölling, der von 1974 bis 1982 Sprecher der Koalitionsregierung unter Helmut Schmidt war. Stellvertretend für viele westdeutsche Intellektuelle – vor allem aus den Reihen der Linken – fordert Bölling öffentlich die Streichung des Wiedervereinigungsgebots, das seit dem 23. Mai 1949 das Grundgesetz einleitet. Als "nicht mehr zeitgemäß" bezeichnet Bölling die Präambel 1989 und trifft damit einen wunden Punkt der westdeutschen Politik. Denn in den etablierten Parteien der Bundesrepublik halten zwar viele an der Forderung nach der deutschen Einheit fest, niemand hält sie jedoch für realpolitisch durchführbar. mehr

Highlights

Titelbild
Titelbild
Titelbild
left
1
right
"Wir waren auf jeden Fall ...mehr

Dossier

Dossiers zu unseren Schwerpunktthemen wie Ausblick, Alltag, Film, Wenderomane und und und ... mehr
Im Archiv der Auseinandersetzung finden Sie… mehr mehr

Partner:
 

Bundesstiftung AufarbeitungDie Bundesbeauftragte für die Unterlagen deStaatssicherheitsdienstes der ehemaligen DeutschenDemokratischen RepublikFreistaat Sachsen

 

Weitere Kooperationen:
 

Zentrum für zeithistorische Forschung PotsdamHumanities, Sozial- und Kulturgeschichte