Dossier: Die Europäische Dimension: Polen, Rumänien, CSSR und Ungarn

Die Europäische Dimension: Polen, Rumänien, CSSR und Ungarn

Foto © Marcomassarotto, flickr

Die Friedliche Revolution in der DDR und die Deutsche Einheit geschahen nicht in einem isolierten Raum. Beide historische Ereignisse sind Teil der europäischen Geschichte. Das Dossier stellt eine Reihe von Interviews, Essays und Artikeln zusammen, die aus unterschiedlichen Perspektiven die Entwicklungen in Polen, in der CSSR, in Ungarn und Rumänien beleuchten und die Deutsche Frage in ihren europäischen Kontext einordnen.

"We should be nice to the Germans."

Die Europäische Gemeinschaft und die deutsche Vereinigung

"We should be nice to the Germans."

Die Verknüpfung von deutscher Einheit und europäischer Integration, wie sie am 28. April 1990 auf dem Dubliner EG-Gipfel begonnen wurde, war ein weiterer Schritt zur Wiedervereinigung und formulierte noch vor dem Beginn der "Zwei-plus-Vier-Gespräche" die wirtschaftlichen Kriterien für die EG-Mitgliedschaft des vereinten Deutschland. mehr

Gorbatschow und die Pragmatiker

György Dalos über Reformkommunisten und Revolutionäre

Gorbatschow und die Pragmatiker

Heute bekommt György Dalos den Leipziger Buchpreis verliehen. Anlässlich der Preisverleihung veröffentlichen wir noch einmal unser Interview mit dem Schriftsteller und Historiker. mehr

Die Tele-Revolution (Teil 2)

Momentaufnahmen von der rumänischen Revolution 1989

Tele-Revolutionäre

Am 22. Dezember flieht Ceaueşcu aus Bukarest. Doch mit der Flucht der Diktators ist die Gewalt nicht zu Ende. Mehr als 900 Menschen sterben nach dem 22. Dezember. Während das rumänische Fernsehen zur Bühne der Revolution wird, gehen die Kämpfe auf den Straßen weiter. mehr

Die Tele-Revolution

Momentaufnahmen von der rumänischen Revolution 1989 (Teil 1)

Ceausescus letzte Rede

Die rumänische Revolution nahm einen chaotischen und blutigen Verlauf. Mehr als Tausend Menschen verloren in den Unruhen ihr Leben. Die Ceauşescus wurden hingerichtet. Die Ereignise in Rumänien sind wie das Negativ der friedlichen Revolutionen in Ost- und Mitteleuropa – und sie erinnern daran, dass der revolutionäre Ausnahmezustand nur selten friedliche Züge annimmt. mehr

Montagsradio, Ausgabe Nr. 29, Die "Samtene Revolution"

Jennifer Schevardo im Gespräch über die Revolution in der CSSR vor 20 Jahren

Radio

Auf den Tag genau vor 20 Jahren forderten Václav Havel und Alexander Dubček vor den demonstrierenden Massen auf dem Wenzelsplatz den Rücktritt der Regierung. Generalsekretär Miloš Jakeš und das Politbüro gaben dem Druck nach und traten noch am gleichen Tag zurück. Wir sprachen mit Jennifer Schevardo über die Geschichte der "Samtenen Revolution" in der CSSR. mehr

Vom Großbürgersohn zum Hilfsarbeiter, vom Sträfling zum Präsidenten

Die Laufbahn des Václav Havel

Havel

Der Schriftsteller und Politiker Václav Havel musste im Laufe seine Lebens in viele Rollen schlüpfen. Havel hatte ein Leben lang gegen die Unterdrückungsmechanismen der CSSR angeschrieben. Das machte ihn zunächst zum Staatsfeind und dann zum Volkshelden. "Havel auf die Burg!" - das war im Dezember 1989 der Ruf der Straße. Der ehemalige Häftling sollte Präsident werden. mehr

Wenn Ohnmacht zu Wut wird

Am 17. November 1989 begann in der CSSR die "Samtene Revolution"

Studentenkundgebung in Prag am 17.11.1989

Heute vor 20 Jahren begann in der Tschechoslowakei die Wende hin zu Demokratie und Marktwirtschaft. Protestierende Studenten boykottierten den Lehrbetrieb, initiierten einen Generalstreik – und ein ganzes Land schloss sich an. Dies war der Beginn der "Samtenen Revolution". Nirgendwo sonst im Ostblock ging die Revolution von den Universitäten aus. mehr

Die Flüchtlingskrise – detailgetreu

Andreas Oplatka: Der erste Riss in der Mauer

Die Flüchtlingskrise – detailgetreu

Wer sich mit der Massenflucht von DDR-Bürgern beschäftigt, die im Sommer 1989 über Ungarn dem Ostblock den Rücken kehrten, der wird künftig um das Buch von Andreas Oplatka nicht herum kommen. Das Buch zeichnet bis in die feinsten Verästelungen hinein nach, wie sich die Flüchtlingskrise in Ungarn entwickelte: von den Botschaftsflüchtlingen, über das Paneuropäische Picknick bis zu den Flüchtlingscamps in Budapest wird dargestellt, wie sich die Lage in Ungarn im August 1989 zuspitzte und wie hinter den Kulissen um eine Lösung gerungen wurde. mehr

Keiner darf Richter sein

Am 7./8. Juli 1989 wird die Breschnew-Doktrin zurückgenommen

Keiner darf Richter sein

Honecker kommt die Galle hoch und Gorbatschow erkennt die volle Souveränität aller Ostblockstaaten an: Auf dem Treffen der Staats- und Parteichefs der Warschauer Pakt-Staaten im Juli 1989 in Bukarest zeigt sich der Zerfall des Ostblocks deutlich. mehr

Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen

Osteuropa im Juni 1989

Osteuropa

Die Veränderungen in Osteuropa schritten höchst unterschiedlich voran. Die DDR-Führung demonstrierte allem Reformgeist in Polen und Ungarn zum Trotz konsequente Engstirnigkeit. Doch eine entscheidende Weiche wurde im Frühjahr 1989 in Budapest gestellt, die auch die Parallelwelt der DDR aufbrechen sollte und den Lauf der deutschen Geschichte entscheidend beeinflusste. mehr

Zahnloser Bär

Am 4. und 18. Juni 1989 erleiden die Kommunisten in Polen eine historische Wahl-Schlappe

Freie Wahlen in Polen

Das Wahlplakat zeigt einen Sheriff. Über dem Sheriffstern prangt das Symbol der Solidarność. Statt eines Colts hält der Cowboy einen Wahlzettel in der Hand. Es ist Anfang Juni 1989. In Polen finden die ersten halbfreien Wahlen statt. mehr

Erste Risse im Eisernen Vorhang

Ungarn beginnt am 2. Mai 1989 mit dem Abbau der Grenzanlagen zu Österreich

Grenze Österreich Ungarn 1989

Es ist revolutionär, was sich am 2. Mai 1989 nahe der Ortschaft Köszeg an der Grenze zu Österreich abspielt: Ungarische Soldaten beginnen mit dem Abbau der elektronischen Sicherungsanlagen und des Stacheldrahtverhaus. Ungarn kündigt damit die Solidarität der Ostblockstaaten bei der Abriegelung des kommunistischen Herrschaftsbereichs gegenüber dem Westen auf. mehr

Osteuropäische Dramatik

György Dalos' souveräne Darstellung der Systemabstürze in Osteuropa 1989

Öffnung der Grenze

György Dalos hat ein Buch über das Ende der Diktaturen in Osteuropa geschrieben, das der historisch interessierte Leser mit Freude aufgreifen wird. Es vereint kluge Beobachtung mit feinsinniger Ironie, Analyse mit gekonntem Erzählerbericht. Ein äußerst anregendes Leseerlebnis. mehr

Die Solidarność, der Papst und der "Dritte Weg"

Das vollständige Interview mit Marek Prawda, Botschafter Polens

Marek Prawda, Botschafter Polens

"Der Osten wollte Westen werden." Auf diese Formel bringt Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen in Deutschland, die Richtungsdebatte in Polen 1989. Wir sprechen mit ihm über den Umbruch in Polen, die Bedeutung einer polnischen Identität und die Rolle der katholischen Kirche in den 1980er Jahren. mehr

Die Solidarność, der runde Tisch und die katholische Kirche

Marek Prawda, Botschafter Polens, im Interview (Kurzfassung)

Marek Prawda, Botschafter Polens

"Der Osten wollte Westen werden." Auf diese Formel bringt Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen in Deutschland, die Richtungsdebatte in Polen 1989. Wir sprechen mit ihm über den Umbruch in Polen, die Bedeutung einer polnischen Identität und die Rolle der katholischen Kirche in den 1980er Jahren. mehr

Dominik Trutkowski: Der Sturz der Diktatur

Eine Rezension von Rainer Eckert

Auf dem Schrottplatz der Geschichte

In unserer Reihe die "Europäische Dimension" heute eine Kritik des Trutkowski Buchs "Der Sturz der Diktatur" von Rainer Eckert. Im Zentrum stehen die Oppositionsaktivitäten in Polen und der DDR in den Jahren 1988 und 1989. Morgen folgen hier ein Interview mit dem heutigen polnischen Botschafter und früheren Solidarność-Mitglied Marek Prawda und weitere Besprechungen, wie beispielsweise György Dalos' sehr empfehlenswerte Darstellung "Der Vorhang geht auf. Das Ende der Diktaturen in Osteuropa". mehr

Solidarność – der Auftakt der Revolutionen

Solidarnosc = Solidarität

Die Revolutionen in Osteuropa kamen nicht aus dem Nichts. Es hatte immer wieder Proteste gegen die kommunistische Herrschaft gegeben. Doch Aufstände wie 1956 in Ungarn oder der Prager Frühling 1968 wurden gewaltsam zerschlagen. Aufbruchstimmung war in den osteuropäischen Staaten nur ein vorübergehender Hoffnungsschimmer – ohne dauerhafte Erfolge. Ein Aufstand aber war anders als alle anderen. Und dieser Protest sollte fortleben. mehr

Das Montagsradio - Ausgabe Nr. 1 03/2009 Vorschau

Themen: Gedenken als Geschäft, "Der Turm" und die Rolle Polens 1989

Montagsradio - Podcast zum Jahr 89

Die erste Ausgabe des Montagsradios wird sich mit dem Schwerpunktthema "Ausblick auf 2009" beschäftigen. Unter anderem sprechen wir mit dem Botschafter Polens, Marek Prawda und Peter Lange, langjähriger Politikjournalist und heutiger Chefredakteur von Deutschlandradio Kultur. Hier bereits ein erster Ausschnitt. Die gesamte Sendung folgt kommenden Montag. mehr

Highlights

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"Wir waren auf jeden Fall ...mehr

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