Dossier: Seit Jahrhunderten umstritten: die deutsch-polnische Grenzregion

Seit Jahrhunderten umstritten: die deutsch-polnische Grenzregion

Polnische Delegation auf der Grenzbrücke, 1951 © BArch Bild 183-09609-0007

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs fielen die westlich von Oder und Neiße gelegenen deutschen Gebiete unter polnische Verwaltung – eine erste Wiedergutmachung vorangegangener militärischer Konflikte. Eine endgültige völkerrechtliche Anerkennung blieb jedoch bis zur Wiedervereinigung aus.

Der Stratege (Teil 3)

Horst Teltschik im Gespräch über Revolution und Einheit

Horst Teltschik

Helmut Kohls außenpolitischer Berater Horst Teltschik zählt zu den Architekten der Einheit. In den Jahren 1989/90 war er an den entscheidenden Verhandlungen u.a. mit George Bush und vor allem Michail Gorbatschow beteiligt. Der dritte Teil des Interviews beschäftigt sich mit der Oder-Neiße-Grenze und der europäischen Dimension des Einigungsprozesses. mehr

Die Lösung eines Jahrhundertproblems

Die deutsche Frage und die polnische Westgrenze

© Charlotte Nordahl (flickr)

Die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze war im Vorfeld der Wiedervereinigung zu einem Politikum geworden. Aus wahltaktischen und völkerrechtlichen Erwägungen hatte sich Helmut Kohl lange Zeit zurückgehalten, eine Garantieerklärung auszusprechen. Das löste in Polen Wut, Verstimmung, Sorge und Unverständnis aus. Im Juni 1990 erklärten Bundestag und Volkskammer die Grenze für unantastbar. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Einheit. mehr

Deutschlands Einheit und Polens Grenze

Die Wiedervereinigung brachte die endgültige Anerkennung der polnischen Westgrenze

An der Grenze

Mit dem im Februar 1990 angestoßenen Zwei-plus-Vier-Prozess wurde die Wiedervereinigung außenpolitisch abgesichert. Der Abschluss eines de-facto-Friedensvertrages zwischen den beiden deutschen Staaten und den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges beendete die Nachkriegszeit und begründete die volle Souveränität des vereinten Deutschland. Einer der wichtigsten, heftig umstrittenen Bestandteile des Vertragswerkes war die Frage der deutsch-polnischen Grenzlinie. mehr

Außenpolitische Verantwortung schlägt innenpolitisches Kalkül

Am 8. März 1990 garantiert der Bundestag die polnische Westgrenze

Grenze

Die vom Bundestag verabschiedete Erklärung zur "Unantastbarkeit" der Oder-Neiße-Grenze leitete das Ende einer innen- und außenpolitische Debatte ein, in deren Folge die Frage etwaiger polnischer Reparationsforderungen, deutscher Minderheitenrechte und der existierenden Grenzziehung in eine gesetzliche Regelung gegossen werden sollte. Der nach zweistündiger Bundestagsdebatte wiederholte "Verzicht auf Gebietsansprüche jetzt und in Zukunft" sollte nicht nur auf die europäischen Nachbarn beruhigend wirken, sondern ebenso die Wahlchancen des konservativen Wahlbündnis "Allianz für Deutschland" gegenüber der favorisierten Ost-SPD erhöhen. mehr

Die Mauer wegdenken – Teil 2

Heinrich August Winkler über die deutsche Frage

Heinrich August Winkler

Die großen Linien, die entscheidenden Wendepunkte auf dem Weg zur deutschen Einheit. Was war die deutsche Frage und wie wurde sie 1989/90 beantwortet? Der Historiker Heinrich August Winkler ordnet die Friedliche Revolution in den Kontext des 20. Jahrhunderts ein. Der zweite Teil des Gesprächs mit Heinrich August Winkler. mehr

Highlights

Titelbild
Titelbild
Titelbild
left
1
right
"Wir waren auf jeden Fall ...mehr

Dossier

Dossiers zu unseren Schwerpunktthemen wie Ausblick, Alltag, Film, Wenderomane und und und ... mehr
Im Archiv der Auseinandersetzung finden Sie… mehr mehr

Partner:
 

Bundesstiftung AufarbeitungDie Bundesbeauftragte für die Unterlagen deStaatssicherheitsdienstes der ehemaligen DeutschenDemokratischen RepublikFreistaat Sachsen

 

Weitere Kooperationen:
 

Zentrum für zeithistorische Forschung PotsdamHumanities, Sozial- und Kulturgeschichte