TV-Vorschau vom 19. September bis 25. September 2010

Komisch und koscher

TV-Vorschau vom 19. September bis 25. Sept. 2010

Am Sonntag stellt ZDFneo die weniger bekannten Frauen der Opposition in der DDR vor. Im Rahmen des Themenschwerpunktes "Alles koscher" am Montag betrachtet 3Sat die Außenseiterrolle von Angehörigen jüdischen Glaubens und die schlechten Stellung von Opfern des Holocaust in der DDR. Nach Dokumentationen über die Einführung der D-Mark und die letzte Volkskammer der DDR, klingt die Woche mit dem Kabarett-Abend "Komische Einheit" auf 3Sat aus.

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Sonntag, 19. September 2010

 

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So, 19.09.10, 11.30 Uhr, NDR

Titel: Damals in der DDR - Vereint für immer

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

Am Tag der Wiedervereinigung hört diese Armee auf zu existieren. Zum ersten Mal zieht Strehlow die Uniform der Bundeswehr an.

"Wir sind ein Volk!" - fordern schon im Frühjahr die Demonstranten auf zahlreichen Montagsdemos. Der Zug in Richtung Wiedervereinigung nimmt nach der Wahl immer schnellere Fahrt auf. Politisch werden die wichtigsten Weichen gestellt. Am 31. August wird der Einigungsvertrag unterzeichnet. Mit weitreichenden Folgen für die Deutschen in Ost und West. Das Prinzip "Rückgabe vor Entschädigung" wird in den Folgejahren die Gerichte zuhauf beschäftigen.

Aufbauhelfer kommen zu Tausenden aus dem Westen. Schließlich wird zu einem großen Teil das "Prinzip Bundesrepublik" den neuen Ländern übergestülpt. Viele "gelernte" DDR-Bürger fühlen ein Unbehagen. Sie sind unsicher und hilflos. Der Rausch von Freiheit und D-Mark verfliegt. Immer offensichtlicher wird, dass die deutsche Teilung Spuren hinterlassen hat. "Ossi" und "Wessi" werden zu Schimpfwörtern.

Ein grundlegender Wandel in allen Bereichen findet statt. Neue Verwaltungen müssen her, Telefonleitungen, schlaglochfreie Autobahnen, wasserdichte Dächer und vieles mehr. Es gilt, ein heruntergewirtschaftetes Land aufzubauen. Gleichzeitig müssen alte Eliten und eine marode Wirtschaft abgewickelt werden. Als erster großer Betrieb wird in Dresden das Kamerawerk Pentacon geschlossen. 6.000 Menschen sind betroffen. Zum ersten Mal sind sie mit Arbeitslosigkeit konfrontiert.

Mit Ziegeln, Mörtel und Bauholz. Mit Geld und Expertenrat aus dem Westen. Aufbau und Abwicklung, Hoffnung und Verzweiflung - dieser Gegensatz begleitet die Menschen in den Monaten nach der Wiedervereinigung.

 

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So, 19.09.10, 18.30 Uhr, EinsExtra

Titel: 1990 - Aufbruch zur Einheit (3/3) - Unbekanntes aus Mitteldeutschland

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

Deutschland am 3. Oktober 1990, der Tag der Tage. Die Menschen bejubeln die lang ersehnte Deutsche Wiedervereinigung, ein großer Festakt in Berlin würdigt die Friedliche Revolution.

Zukunftsträume füllen an diesem Tag die Köpfe der Menschen, doch allzu oft sind sie bereits nach kurzer Zeit wieder geplatzt.

Geringe Chancen im neuen System haben auch Pädagogen, die politisch untragbar geworden sind. Lehrer, die ein Jahr zuvor noch zu den Stützen des Systems gehört hatten, sind plötzlich nicht mehr erwünscht. Die Politik ist dafür zuständig, ideologischen Ballast aus den Schulen zu entfernen. Zu diesen Politikern gehört neuerdings auch Heinz-Dietrich Krüger, der bei den Kommunalwahlen in Salzwedel für Bündnis 90/Die Grünen zum Schulrat des Kreises gewählt wird. Schnell stellt er fest, wie stark die sozialistische Ideologie in den Schulen noch verankert ist. Auch Stefanie Rehm erkennt sehr bald, wie groß die Herausforderungen im Bildungsbereich im Anschluss an die Wiedervereinigung sind. Noch bis März 1990 war sie eine einfache Englischlehrerin aus dem Erzgebirge, dann begann ihre steile politische Karriere. Als absolute Neueinsteigerin wurde sie für die Ost-CDU in die letzte DDR-Volkskammer gewählt. Im Oktober 1990 wartet nun eine weitere Herausforderung, der designierte sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf möchte sie für den Landtag als Kultusministerin gewinnen. Rehm geht das Wagnis ein, ohne zu ahnen, was auf sie zukommt. Der Druck zum Wandel, zur inhaltlichen Neuorientierung ist groß und erfolgreiche Prinzipien aus der Vergangenheit haben dabei keine Chance.

 

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So, 19.09.10, 23.40 Uhr, ZDFneo

Titel: neoZeiten - Tunnel in die Freiheit

Form: Magazin

Länge: 45 Minuten

 

Sie wollten in die Freiheit - um jeden Preis. Mit dem Bau der Berliner Mauer war für die Menschen im Osten das letzte Tor in den Westen versperrt. Auf Flüchtlinge wurde geschossen. Doch woran die DDR-Regierung zunächst nicht dachte, waren die Versuche mutiger Berliner, sich unterirdisch den Weg in die Freiheit zu bahnen und in waghalsigen Tunnelfluchten ihr Leben zu riskieren.

In den West-Medien wurden die Flüchtigen wie Helden gefeiert. Im Osten setzte die DDR-Staatssicherheit alles daran, die "Schleusungen" zu verhindern – um jeden Preis. Dabei kam es immer wieder zu dramatischen, lebensgefährlichen Situationen. Mehr als 200 Versuche, die Mauer zu "untergaben", sind dokumentiert. Nur 19 waren erfolgreich.

Mit präzisen Computeranimationen und Aussagen der Beteiligten rekonstruiert "ZDF-History" drei bewegende Tunnelfluchten. Bei zwei von ihnen gab es Tote, die dritte fand ein überraschendes und glückliches Ende.

 

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So, 19.09.10, 00.25 Uhr, ZDFneo    

Titel: Post für Honecker - Die leise Rebellion der Frauen

Form: Doku

Länge: 50 Minuten

 

Aus bundesrepublikanischer Sicht scheint die oppositionelle Bewegung der ehemaligen DDR im Jahr 1989 plötzlich wie aus dem Nichts auf der Bildfläche zu erscheinen. Unter denjenigen, deren Namen sich damals von einem Tag auf den anderen in das politische Gedächtnis der Westdeutschen einprägten, waren zahlreiche Frauen, wie zum Beispiel Bärbel Bohley, Freya Klier oder Ulrike Poppe.

Diese Namen sind vielen Menschen bis heute geläufig, doch wer kennt Irena Kukutz oder Jutta Seidel? All diesen Frauen – den bekannten wie den unbekannten – ist gemeinsam, dass sie schon zur Opposition in der DDR zählten, als im Westen die Existenz einer derartigen Bewegung noch gar nicht wahrgenommen wurde. Eine der Gruppen, deren ausschließlich weibliche Mitglieder später maßgeblich die Geschehnisse im Jahr 1989 beeinflussten, war die 1982 in Berlin gegründete Bewegung "Frauen für den Frieden" um Katja Havemann und Bärbel Bohley. Zahlreiche Mitbegründerinnen der Frauen für den Frieden, gehörten schließlich 1989 auch zum Kreis der 30 Oppositionellen, die am 9. September 1989 in Grünheide das NEUE FORUM gründeten. Doch anders als die männlichen Protagonisten der DDR-Opposition, entschlossen sich nur sehr wenige dieser Frauen für eine politische Karriere im wiedervereinigten Deutschland. Viele von ihnen zogen sich nach der Wende aus dem vorübergehenden medialen Rampenlicht zurück.

Den Gründen hierfür geht dieser Film nach. Darüber hinaus erzählt der Rückblick auf diese ungewöhnlichen Lebensgeschichten, welches Selbstverständnis die Frauen in der DDR pflegten, wie sie im wiedervereinigten Deutschland zu Recht kamen und wie sie ihr Leben nach 1989 in der westlichen Gesellschaft gestalteten.

 

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Montag, 20. September 2010

 

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Mo, 20.09.10, 3.40 Uhr, 3SAT

Titel: Spitzel in der Synagoge – Die DDR und die Juden

Form: Doku

Länge: 50 Minuten

 

(Alles koscher - Ein Thementag in 3sat)

Die Juden in der DDR waren der SED besonders suspekt, weil sie Kontakte in den Westen hatten oder mit Israel sympathisierten. Aus Furcht vor Verhaftung durch die Stasi flohen Anfang der 1950er Jahre mehrere Tausend Juden aus der DDR in den Westen. Die Juden, die blieben, passten sich an. Die jüdischen Gemeinden führten fortan ein Schattendasein. Am Ende der DDR zählten sie nur noch 380 Mitglieder. Im Gegensatz zur Bundesrepublik lehnte die DDR Entschädigungszahlungen an Holocaust-Überlebende und den Staat Israel kategorisch ab. 1988 änderte sich dies überraschend: SED-Chef Erich Honecker "entdeckte" die jüdischen Bürger seines Staates, um sich in Amerika beliebt zu machen. Er hoffte auf eine Einladung ins Weiße Haus in Washington und auf mehr Handel mit dem "Klassenfeind". Honecker stellte sogar Entschädigungszahlungen an Holocaust-Überlebende in Aussicht und bot Israel die Aufnahme diplomatischer Beziehungen an.

Der Film aus der Reihe "ZDF-History" zeigt, wie die SED die Überlebenden des Holocaust in ihrem Staat drangsalierte und als "Opfer zweiter Klasse" behandelte. Dokumente der Gemeinden und der SED-Führung belegen: In der DDR gab es weitaus mehr Judenfeindlichkeit als bisher bekannt ist.

 

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Mo, 20.09.10, 8.45 Uhr, MDR

Titel: Goodbye GDR - Der erste Sommer mit der D-Mark

Form: Reportage

Länge: 30 Minuten

 

Kein Ereignis drückte dem Sommer 1990 in der DDR so den Stempel auf, wie die Einführung der D-Mark am 1. Juli. Die Menschen erlebten die Welt plötzlich mit anderen Augen. Sie machten Erfahrungen, die sie ihr Leben lang nicht vergessen werden.

Die "SachsenSpiegel Reportage" erinnert noch einmal an den Sommer des Jahres 1990: Zeitzeugen kommen zu Wort und Archivaufnahmen vermitteln einen Eindruck an das Lebensgefühl mit dem neuen Geld, der ersten Reise oder dem eigenen West-Auto.

 

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Mo, 20.09.10, 18.05 Uhr, MDR

Titel: WortSchatz DDR

Form: Reportage

Länge: 2 Minuten

 

Klappfix

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Wiedervereinigung lässt der MDR die Kostbarkeiten der DDR-Sprache nun wieder aufleben. Kommen Sie mit auf eine amüsante sprachgeschichtliche Zeitreise!

 

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Mo, 20.09.10, 21 Uhr, Das Erste, Di, 21.09.10, 3.15 Uhr, Mi, 22.09.10, 20.15 Uhr, sowie Do, 23.09.10, 7.30 Uhr, EinsExtra  

Titel: Damals nach der DDR (2) - Aufbruch und Abschied

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

Anfang des Jahres 1990 ist das Ende der DDR bereits absehbar, auch die alles beherrschende SED kann daran wenig ändern – die Partei, die bisher alle Fäden in der Hand hielt, hat ihre Führungsrolle verloren. Millionen Mitglieder sind orientierungslos.

Unterdessen sehnen sich die DDR-Bürger nach Dingen, die sie jahrelang entbehren mussten. Sie reisen in den Westen, konsumieren bislang unbekannte Waren und haben ein Verlangen nach freien Informationen. Jahrelang bekamen sie von den staatsnahen DDR-Medien nur gefilterte Nachrichten geboten, nun soll sich das schnellstmöglich ändern. Doch westliche Presseprodukte sind anfangs noch verboten.

Der erste große Schritt zu einem vereinten Land soll mit der Einführung der D-Mark im Osten getan werden. Während der kurzen, aber intensiven Vorbereitungen für die deutsch-deutsche Währungsunion muss das Referat "Innerdeutsche Beziehungen" des Bundesfinanz-ministeriums unter der Leitung von Thilo Sarrazin jede Menge Fragen klären. Allen voran, welcher Umtauschkurs schließlich zugrunde gelegt werden soll. Als die DDR-Bürger letztlich am 1. Juli die Banken stürmen und das begehrte Westgeld in Empfang nehmen, denkt noch keiner an die Schattenseiten. Ausgestattet mit der harten Währung beginnt ein Ansturm auf die Kaufhäuser - aus denen jedoch nach und nach die Ost-Produkte verschwinden.

 

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Dienstag, 21. September 2010

 

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Di, 21.09.10, 18.05 Uhr, MDR

Titel: WortSchatz DDR

Form: Reportage

Länge: 2 Minuten

 

Kommunismus

 

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Di, 21.09.10, 20.15 Uhr, ZDF, sowie Mi, 22.09.10, 22.15 Uhr, ZDFinfokanal

Titel: Deckname Annett - Im Netz der Stasi

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

Leipzig 1952: Mitten in der Nacht wird Gerhard Staudte von der Stasi aus dem Bett geholt und abgeführt. Zurück bleibt seine Frau Rosel mit dem erst drei Monate alten Sohn. Es folgt ein dramatischer Kampf um Leben und Freiheit, unter dessen Folgen die Beteiligten bis heute leiden.

Die Geschichte von Rosel und Gerhardt Staudte steht exemplarisch für das Schicksal vieler Menschen, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und des Faschismus in Deutschland erneut menschenverachtendem Terror ausgeliefert waren - diesmal war es die Staatssicherheit der DDR, gerade erst gegründet, in deren Netz sich unschuldige Menschen verfingen und in der Folge kriminalisiert wurden.

Aus Angst, ihr Kind zu verlieren, und um ihrem Mann und dem Schwiegervater zu helfen, entschließt sich Rosel, das "Angebot" der Stasi zur Kooperation anzunehmen. Unter dem Decknamen "Annett" sammelt sie Informationen für den Staatssicherheitsdienst – zumindest zum Schein, denn parallel trifft sie Königs Kontaktmann im Westen. In einer Zeit des Umbruchs riskiert Rosel Staudte ihr Leben und wird zur Doppelagentin

Noch heute fesseln die Schilderungen der inzwischen fast 80-Jährigen und geben Einblick in die Zeit des beginnenden Kalten Krieges, als sich in Deutschland die Geheimdienste der Siegermächte tummelten und die Stasi ihre Methoden der Einschüchterung und "Zersetzung" erprobte. In Spielszenen, in denen Bettina Zimmermann den Kampf der jungen Rosel Staudte um die Freiheit ihrer Familie und um ihr eigenes Überleben packend darstellt, wird eine Zeit lebendig, in der auch der Unbescholtene gelegentlich zu fragwürdigen Methoden greifen musste. Rosel Staudte gelingt es schließlich, in einer mutigen Flucht ihr Leben und das ihres Kindes zu retten. Dokumentarisches Archivmaterial ergänzt die Erzählungen der Familie Staudte.

 

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Di, 21.09.10, 22.05 Uhr, sowie Mi, 22.09.10, 12.30 Uhr, MDR

Titel: Stars, die in den Osten kamen - Cordalis, Kaiser und Co. in der DDR

Form: Doku

Länge: 43 Minuten

 

Bei jedem "Kessel Buntes" warteten die DDR-Zuschauer auf den internationalen Gaststar und hofften, dass neben den Unterhaltungskünstlern aus den Bruderländern auch mal ein Star aus dem Westen auftrat.

Und sie kamen tatsächlich, trotz Mauer und Grenze. Udo Jürgens und Costa Cordalis schwärmen noch heute von ihren Fans im Osten. Sie berichten von eindrucksvollen und auch kuriosen Erlebnissen im anderen deutschen Staat. In Erinnerung geblieben sind bewegende Auftritte, Begegnungen mit der Staatsmacht und die Waschkörbe voller Post, die sie aus der DDR erhielten. Sie haben auch die schmackhafte rote Suppe namens Soljanka nicht vergessen und die Autopanne, bei der ihnen pfiffige DDR-Handwerker aus der Klemme halfen.

Zunächst kamen vor allem Schlagerstars, die im Palast der Republik oder in den Kulturhäusern auftraten. Mireille Mathieu, Nana Mouskouri und Roland Kaiser waren umjubelte Gäste in der DDR. Hermann Falk, Chef der Künstleragentur Ost, war für den Einkauf der Weststars zuständig. Die Künstler verlangten Geld für ihre Auftritte, West-Geld. Ein rarer Artikel im Osten Deutschlands. So gab es auch nur einen Teil des Honorars in Devisen, den anderen, weitaus größeren Teil in DDR-Mark. Dafür konnten dann "Waren des gehobenen Bedarfs" gekauft werden. Den Künstlern wurden Einkaufstouren in die Porzellanmanufaktur Meißen, zur Suhler Jagdwaffenfabrik oder in die Pelzmeile am Leipziger Brühl vorgeschlagen. Erst in den 1980er-Jahren wagte die DDR-Führung mit Hilfe der FDJ die Organisation von Rockkonzerten mit Peter Maffay, Bob Dylan oder Bruce Springsteen. Alles natürlich unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen, schließlich waren hier mehr als 100.000 Jugendliche versammelt. Im Film kommen die Stars zu Wort, aber auch jene, die sie auf die Bühnen der DDR holten.

 

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Mittwoch, 22. September 2010

 

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Mi, 22.09.10, 1.15 Uhr, ZDFinfokanal      

Titel: Der Weg zur Einheit

Form: Magazin

Länge: 30 Minuten

 

Die symbolträchtige Öffnung des Brandenburger Tores im Dezember 1989, die Stürmung der Stasi-Zentrale in der Berliner Normannenstraße im Januar 1990, die ersten und einzigen freien Volkskammerwahlen im März, die Währungsunion im Juli und schließlich die Unterzeichnung des Zwei-plus-Vier-Vertrages im September 1990 – das sind die wichtigsten Wegmarken zur Wiedervereinigung. "Der Weg zur Einheit" zeigt sie.

 

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Mi, 22.09.10, 18.05 Uhr, MDR

Titel: WortSchatz DDR

Form: Reportage

Länge: 2 Minuten

 

Milchgeldkassierer

 

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Mi, 22.09.10, 21.02 Uhr, EinsExtra

Titel: Der Beitritt - Die letzte Regierung der DDR

Form: Doku

Länge: 43 Minuten

 

Knapp 200 Tage regiert das einzige demokratisch legitimierte Kabinett der DDR unter Lothar de Maizière - bis zum 2. Oktober 1990. Mit dem Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland einen Tag später hat der Staat DDR aufgehört zu existieren.

Es ist eine Zeit ungeheurer Dynamik, die eine Arbeit unter stetigem Zeitdruck und sich ständig verändernden Bedingungen erfordert.

Die von Rainer Burmeister und Hans Sparschuh produzierte Dokumentation schildert diesen Abschnitt der jüngeren deutschen Zeitgeschichte erstmals aus der Sicht der damals politisch Verantwortlichen. Erzählt wird aus der individuellen Sicht der Minister, der Staatssekretäre, der Oppositionsführer und ihrer Sprecher. Im Fokus stehen die damaligen Motivationen und die persönliche Situation der Regierungsmitglieder in den Monaten des Umbruchs. Ausgangspunkt ist der 18. März 1990, an dem die erste und einzige freie Wahl zur DDR-Volkskammer stattfand. Die Dokumentation orientiert sich an den wichtigsten Entscheidungen und Ereignissen in diesen sechs Monaten, in denen der Grundstein für die Einheit Deutschlands gelegt wurde: 759 Kabinettsvorlagen wurden debattiert, 143 Verordnungen von de Maizière unterschrieben und 96 Gesetze in der Volkskammer beschlossen - in knapp 200 Tagen. Am 2. Oktober 1990 hat das Kabinett sein Regierungsziel erreicht: Es hat sich überflüssig gemacht.

 

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Donnerstag, 23. September 2010

 

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Do, 23.09.10, 00.35 Uhr, ZDF

Titel: Volle Kanne XXL: Die Einheitsnacht

Form: Magazin

Länge: 180 min

 

Schlafen, kochen, lieben - wie sind wir Deutschen wirklich?

"Volle Kanne" macht die Nacht zum Tage: In der Nacht vom 23. auf 24. September schaut "Volle Kanne" in die Kochtöpfe, die Schlafzimmer und die Herzen der Republik. Nach 20 Jahren Deutscher Einheit ist das Land im Großen längst zusammengewachsen. Doch wie sieht es im Kleinen, im Privaten aus?

 

Während Moderatorin Nadine Krüger in Begleitung von Bürger Lars Dietrich einen Ausflug in das Berliner DDR-Museum unternimmt, blickt Moderator Ingo Nommsen auf wichtige Ereignisse deutsch-deutscher Geschichte. Die Zuschauer haben dabei jede Menge Gelegenheit, ihr Wissen zu testen und mitzuraten. Prominente Studiogäste plaudern über ihre Einschätzungen, und auch Live-Musik darf bei "Volle Kanne-XXL - Die Einheitsnacht" nicht fehlen.

 

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Do, 23.09.10, 18.05 Uhr, MDR

Titel: WortSchatz DDR

Form: Reportage

Länge: 2 Minuten

 

SPU

 

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Do, 23.09.10, 23.30 Uhr, sowie Fr, 24.09.10, 14.15 Uhr, BR-alpha

Titel: Kinder der DDR - Erzogen oder verbogen?

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

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Freitag, 24. September 2010

 

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Fr, 24.09.10, 18.05 Uhr, MDR

Titel: WortSchatz DDR

Form: Reportage

Länge: 2 Minuten

 

Patenbrigade

 

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Fr, 24.09.10, 23.30 Uhr, sowie Mo, 27.09.10, 14.15 Uhr, BR-alpha

Titel: Kinder der DDR

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

Die Jugendweihe und die Kirche

 

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Samstag, 25. September 2010

 

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Sa, 25.09.10, 17.30 Uhr, So, 26.09.10, 5.30 Uhr, sowie Mo, 27.09.10, 11.30 Uhr, DW-TV

Titel: Damals in der DDR - Das letzte Jahr: D-Mark für alle

Form: Doku

Länge: 30 Minuten

 

Das letzte Jahr der DDR - alles war neu für die Menschen. Die D-Mark, der Konsum. Der Osten entdeckte den Westen - und der Westen den Osten. "Kommt die D-Mark nicht zu uns, gehen wir zu ihr!", lautet das Credo vieler Ostdeutscher im ersten Halbjahr 1990. Die Politik in Bonn muss handeln, sonst gibt es den wirtschaftlichen und sozialen Kollaps zwischen Oder und Elbe. Während Volkswirte und Banker noch zögern, spricht Bundeskanzler Kohl plötzlich von einer Währungsunion. Die DDR-Bürger sind elektrisiert.

 

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Sa, 25.09.10, 20.15 Uhr, sowie 22 Uhr, MDR

Titel: Komische Einheit (Folge 1)

Form: Kabarett

Länge: 90 Minuten

 

Mitwirkende: W. Stumph, D. Hildebrandt, U. Steimle, W. Schneyder

"Nun sägen wir den Ast ab, auf dem wir sitzen!", stellte Jürgen Hart am 9. November 1989 fest, als das erste DDR-Kabarettprogramm aus dem Leipziger academixer-Keller gesendet wurde.

Über Nacht konnte man Erich Honecker und Helmut Kohl durch den satirischen Kakao ziehen, die Zustände kritisieren und sagen, was man denkt. Das Zwischen-den-Zeilen-Verstehen, das Dieter Hildebrandt und Werner Schneyder von ihrem legendären Gastspiel in Leipzig bester Erinnerung hatten, war out. Plötzlich waren Besserwessis und Jammerossis, Wendehälse, Konsumstress, Westgeld, Deutschland und Europa, andere Arbeit oder keine mehr, Viagra und Vogelgrippe die neuen Themen. Schnelles Reagieren mit bewährtem Witz und Hintersinn waren angesagt.

So denken die oben genannten als auch Peter Ensikat, Wolfgang Schaller, Katrin Hart, Lothar Bölck, Hans-Günther Pölitz und Gunter Böhnke über Humor und Satire der letzten 20 Jahre nach und wagen einen heiteren Rückblick auf eine komische Einheit. Viele gelungene Kabinettstücke aus den Programmen der Wende- und Einheitsjahre, auch von Eberhard Cohrs bis Olaf Böhme, garantieren einen lustvoll bissigen und vergnüglichen Abend.

 

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