TV Vorschau vom 5. September bis 11. September 2010

Ein Punk als Grenzdoldat, vier Stewardessen und der Kalte Krieg

Fernseher

TV-Vorschau vom 5. bis zum 11. September

Ein Punk als Grenzsoldat auf 3Sat und vier Stewardessen, die diese Grenze ständig überschreiten zeigt der RBB. Ebenfalls vom RBB wird die Geschichte des Fernsehens als Wettlauf im Kalten Krieg zwischen Ost und West erzählt. Mit der Doku "Aufbruch zur Einheit" (EinsExtra) und "Damals in der DDR – Das letzte Jahr der DDR" (DW-TV) werden noch einmal die Ereignisse von 1989/90 beleuchtet.

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Sonntag. 05. September 2010

 

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So, 05.09.10, 5.15 Uhr, 3SAT

Titel: Das Wunder von Berlin - Die Dokumentation

Länge: 45 Minuten

 

Tilo Koch, ein junger Punk aus Karl-Marx-Stadt, rückte Ende der 1980er Jahre zu den Grenztruppen der DDR ein. Dort wurde er zu einem überzeugten Verteidiger des DDR-Systems, der im Wendeherbst 1989 auch bereit war, gegen den "Mob", wie er es von seinen Vorgesetzten eingepeitscht bekam, vorzugehen. "Ob ich in diesen Tagen geschossen hätte? Das sollte man mich lieber nicht fragen", sagt er.

Florian Hartung und Jobst Knigge haben mit Tilo Koch noch einmal die Orte seiner Jahre als Punker im damaligen Karl-Marx-Stadt besucht und die Orte, an denen die Grenztruppen der DDR stationiert waren.

 

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So, 05.09.10, 18.30 Uhr, EinsExtra

Titel: 1990 - Aufbruch zur Einheit: Unbekanntes aus Mitteldeutschland

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

Es waren Bilder, die um die Welt gingen: Jubelnde Menschen in ganz Deutschland liegen sich in den Armen und feiern überschwänglich die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. 20 Jahre sind seit dem Tag vergangen, an dem die 45-jährige Trennung aufgehoben und Deutschland wieder eins wurde. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums am 3. Oktober 2010 wird die Welt wieder nach Berlin schauen, die historischen Geschehnisse von damals würdigen und sich erinnern an die vorausgegangenen Ereignisse, die die Welt veränderten. Auch das MDR FERNSEHEN blickt zurück auf eine Zeit voller Dramatik, Spannung und Aufregung, die bereits im Jahr zuvor mit der Friedlichen Revolution in der DDR ihren Ursprung hatte.

In der dreiteiligen Dokumentation "1990 - Aufbruch zur Einheit" richtet der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK seinen Blick weniger auf die weltpolitischen Ereignisse in Berlin und Leipzig als vielmehr auf die Geschehnisse in der Region Mitteldeutschland. Im Mittelpunkt der Serie stehen die kleinen und großen Geschichten sowie die Menschen in den mitteldeutschen Dörfern und Städten.

 

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Montag, 06. September 2010

 

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Mo, 06.09.10, 18.05 Uhr, MDR

Titel: WortSchatz DDR

Form: Reportage

Länge: 2 Minuten

 

Palast der Republik

 

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Dienstag, 07. September 2010

 

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Di, 07.09.10, sowie Mi, 08.09.10, 12.30 Uhr, RBB

Titel: Kalter Krieg im Äther - Fernsehen im geteilten Deutschland

Form: Doku

Länge: 30 Minuten

 

Am 21. Dezember 1952 fiel nach mehrjähriger Vorbereitung in Ostberlin der Startschuss des "Deutschen Fernsehfunks", dem Fernsehen der DDR. Damit war der Osten dem NWDR in Hamburg, dem Fernsehen der Bundesrepublik, drei Tage voraus.

Der Westen zog nach und es begann ein Medien-Wettlauf zwischen Ost und West um technische Errungenschaften, den größeren Programmumfang und die Gunst der Zuschauer. Dass viele Deutsche Ost- und West-TV empfangen konnten, verschärfte den Kampf. Das Fernsehen der DDR und das der Bundesrepublik sendeten nicht miteinander, sondern regelrecht gegeneinander. In Aufbau und Funktion unterschieden sich die beiden deutschen Kanäle voneinander: Das Fernsehen der DDR unterstand den Weisungen und Bestimmungen der SED und des Politbüros, ein reines Staatsfernsehen. Dagegen war der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Bundesrepublik ein journalistisches, unabhängiges Massenmedium, weitgehend frei von jeder Staatsmacht. Aber es wäre zu kurz gegriffen, den medialen Kampf als Aufeinandertreffen von freien Medien im Westen kontra Diktatur und Zensur im Osten zu beschreiben. Auch innerhalb der beiden Lager gab es Grabenkämpfe: Fernsehjournalisten in der DDR unterschieden sich voneinander: von linientreu über angepasst bis zu staatsfeindlich. Und auch im Westen warfen sich die Macher gegenseitig vor, entweder "übertreibend" oder "verharmlosend" über die Zustände in der DDR zu berichten. Der Ideologiestreit des Kalten Krieges bestimmte die Debatte des politischen Fernsehens - in Ost und West. Das hatte auch Bundeskanzler Konrad Adenauer erkannt, als er erfolglos versuchte, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk für seine politischen Zwecke zu missbrauchen. Sein Versuch, eine Art "Regierungsfernsehen" zu etablieren, endete und scheiterte vor dem Bundesverfassungsgericht.

 

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Di, 07.09.10, 18.05 Uhr, MDR

Titel: WortSchatz DDR

Form: Reportage

Länge: 2 Minuten

 

Subbotnik

 

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Mittwoch, 08. September 2010

 

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Mi, 08.09.10, 18.05 Uhr, MDR

Titel: WortSchatz DDR

Form: Reportage

Länge: 2 Minuten

 

Haushaltstag

 

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Donnerstag, 09. September 2010

 

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Do, 09.09.10, 15.30 Uhr, MDR

Titel: Von Agfa zu ORWO - 100 Jahre Filmfabrik Wolfen

Form: Doku

Länge: 30 Minuten

 

Über Jahrzehnte war die 1909 gegründete Filmfabrik Agfa Wolfen die größte Europas. Es war die Zeit, als der Film seinen Siegeszug durch die Kinos begann. Der Absatz florierte, erst recht, als den Wolfener Wissenschaftlern die Entwicklung eines Materials mit außergewöhnlichen Farbqualitäten gelang. "Agfacolor Neu" kam 1936 auf den Markt. Die Rezeptur war ein Geheimnis, das im Panzerschrank ruhte.

Filme gehörten zum Instrumentarium der NS-Machtpolitik, und so wuchs die Zahl der gedrehten Filme; Wolfen lieferte dafür den Rohstoff. 1940 zählte die Belegschaft 10.610 Mitarbeiter, der Colorfilm wurde als "besonders kriegswichtig" eingestuft. Bei Kriegsende räumten Spezialisten der Alliierten die Agfa-Tresore - das Geheimnis des empfindlichsten Farbfilms der Welt war keines mehr. Nicht nur das Wissen, sondern auch Rohstoffe und Zwischenprodukte nahmen die Amerikaner mit, darunter 97 Tonnen Silbernitrat, 36 Tonnen Methylenchlorid und 162 Tonnen Aceton. Eine Filmproduktion war in Wolfen nun nicht mehr möglich.

Später wurden 60 Prozent der Anlagen demontiert und als Reparationslieferung in die UdSSR abtransportiert. Trotzdem lief in Wolfen die Produktion schrittweise wieder an. Bis 1953 stand die Filmfabrik unter sowjetischer Leitung und wurde dann an die DDR übergeben. Aus der Kooperation mit den westdeutschen Agfa-Betrieben wurde nach dem Mauerbau Konfrontation. Ab 1964 produzierten die Wolfener unter dem Warenzeichen ORWO, Original Wolfen.

SACHSEN-ANHALT SPEZIAL blickt zurück, zeigt Ausschnitte aus Ufa-Filmen sowie dem ersten DEFA-Farbfilm "Das kalte Herz". Es kommen ehemalige Mitarbeiter zu Wort und berichten über die größtenteils im Halbdunkel stattfindende Produktion in der Filmfabrik. Es wird ein Blick in das Museum geworfen, das nach der Abwicklung der Fabrik in den 1990er Jahren eingerichtet wurde und am Originalstandort die Filmherstellung nachvollziehbar macht.

 

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Do, 09.09.10, 18.05 Uhr, MDR

Titel: WortSchatz DDR

Form: Reportage

Länge: 2 Minuten

 

Nischel

 

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Do, 09.09.10, 23.30 Uhr, RBB

Titel: Freifliegen - Mit Interflug durch Ost und West

Form: Doku

Länge: 70 Minuten

 

Der Dokumentarfilm "Freifliegen" erzählt die Geschichte von vier Stewardessen der Interflug, die bis zuletzt die einzige zivile Fluggesellschaft der DDR war. Es sind vier Geschichten, die berühren. Sie handeln von Leidenschaft und Liebe, Hoffnungen und Enttäuschungen. Von der Leidenschaft zum Fliegen, von der Liebe zwischen den Wolken und von den Realitäten des Alltags auf dem Boden – im Staat DDR und danach. Die vier Frauen heben noch einmal ab und erinnern sich an eine Zeit, in der Fliegen noch ein Ereignis war und das Reisen über Ländergrenzen hinweg Ausnahme für ein paar Wenige war. Sie erzählen von ihren Träumen und den kleinen Grenzüberschreitungen zwischen Ost und West, komischen und tragischen. Wie in einem Brennglas fokussieren die vier Lebenswege ein Stück deutscher Zeitgeschichte, von den Siebzigern bis in die Gegenwart. Die junge Regisseurin Undine Siepker zeichnet vier Biographien nach, die trotz aller Zeitenbrüche von dem Drang nach Selbstbestimmung und dem unbändigen Wunsch künden, an Lebensträumen festzuhalten.

 

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Freitag, 10. September 2010

 

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Fr, 10.09.10, 18.05 Uhr, MDR

Titel: WortSchatz DDR

Form: Reportage

Länge: 2 Minuten

 

Honeckerbild

 

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Samstag, 11. September 2010

 

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Sa, 11.09.10, 17.30 Uhr, DW-TV

Titel: Damals in der DDR - Das letzte Jahr: Staat am Ende

Form: Doku

Länge: 30 Minuten

 

Sommer 1989: Rund um Budapest und entlang der Grenze von Ungarn nach Österreich warten viele DDR-Bürger darauf, in den Westen auszureisen. Noch bevor der Eiserne Vorhang fällt, fliehen viele über die grüne Grenze. Niemand ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass es die DDR bald nicht mehr geben wird. Ein letztes Mal versucht die SED-Parteiführung das Ruder herumzureißen. Der 40. Jahrestag der DDR wird nach allen Regeln des real existierenden Sozialismus inszeniert. Die vierteilige Reihe zeigt den Untergang der DDR.

 

engl. Version um 20.30 Uhr

 

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