Die letzte Volkskammer der DDR und die Stasi-Unterlagen

Diskussion über den Umgang mit den Stasi-Akten nach der Wiedervereinigung

BArch, Bild 183-1990-0419-418, Schindler

Die Volkskammer der DDR 1990 © BArch, Bild 183-1990-0419-418, Schindler

Am 24. August 1990 verabschiedete die erste frei gewählte Volkskammer das "Gesetz über die Sicherung und Nutzung der personenbezogenen Daten des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit/Amtes für Nationale Sicherheit". Dieses sah eine dezentrale Lagerung und die Aufarbeitung der Stasi-Akten in Sonderarchiven vor.

Viele Bürgerrechtler aus dem Herbst ´89 waren in großer Sorge, weil das Gesetz nicht mit in den Einigungsvertrag aufgenommen wurde. Daraufhin besetzten 21 von ihnen Anfang September 1990 erneut die Stasi-Zentrale in der Berliner Normannenstraße und wandten sich mit entsprechenden Aufforderung an Volkskammer und Bundestag.

Und sie hatten Erfolg! Doch wie kam es dazu?

Im Rahmen des 20. Jahrestages der Wiedervereinigung Deutschlands lädt die Außenstelle Neubrandenburg zu einem Podium ein. Diskutiert wird über Macht und Ohnmacht der letzten Regierung der DDR.

Diskussion mit:

  • Dr. Sabine Bergmann-Pohl (Präsidentin der 10. Volkskammer der DDR1990)
  • Stephan Hilsberg, Mitbegründer der Ost-SPD, Mitglied der 10. Volkskammer der DDR 1990, Bundestagsabgeordneter bis 2009
  • Dr. Paul Krüger, Mitglied der 10. Volkskammer der DDR 1990, Bundestagsabgeordneter der CDU bis 2001, Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg seit 2001
  • Konrad Weiß, aktiv in der Bürgerbewegung der DDR, Mitglied von "Demokratie Jetzt", Mitglied der 10. Volkskammer der DDR 1990

Moderation:

  • Dr. Helge Heidemeyer, BStU<abbr title="Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik"></abbr>

Weiterhin werden an diesem Abend Ausschnitte aus dem Film "Der Beitritt – die letzte Regierung der DDR" gezeigt. Er erinnert an die kurze politische Ausnahmesituation der DDR zwischen der ersten wirklich freien Wahl der Volkskammer (18.03.1990) und dem Ende der DDR durch den Beitritt zur BRD (03.10.1990).

Der Film ist eine Gemeinschaftsproduktion der Heimatfilm GbR mit dem RBB gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Eintritt frei

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur (www.stiftung-aufarbeitung.de).

Mitveranstalter:

Stadt Neubrandenburg

Beginn: Freitag, 03.09.2010, 19:00 Uhr

 

 

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Partner:
 

Bundesstiftung AufarbeitungDie Bundesbeauftragte für die Unterlagen deStaatssicherheitsdienstes der ehemaligen DeutschenDemokratischen RepublikFreistaat Sachsen

 

Weitere Kooperationen:
 

Zentrum für zeithistorische Forschung PotsdamHumanities, Sozial- und Kulturgeschichte