TV-Vorschau vom 22. August bis 28. August 2010

1960er Jahre, Familien in Ost und West, 1990 in Mitteldeutschland

Fernsehe

TV-Vorschau vom 22. August bis 28. August 2010

Die Höhepunkte der 1960er Jahre werden am Sonntag auf EinsExtra gezeigt und es gibt weitere Folgen der Dokureihe "Unsere 60er Jahre". Das ZDF zeichnet in der "Langen Nacht der Familie" Entwicklung und Unterschiede der Institution Familie in Ost und West nach. Am Dienstag und am Mittwoch sendet der MDR die ersten beiden Folgen der dreiteiligen Dokuserie "1990 - Aufbruch zur Einheit: Unbekanntes aus Mitteldeutschland" jeweils um 22.05 Uhr. In dieser Dokumentation liegt der Fokus auf den Ereignissen während des Mauerfalls und deren Folgen in Mitteldeutschland.

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Sonntag, 22. August 2010

 

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So, 22.08.10, 11.30 Uhr, HR3

Titel: Unterwegs zwischen Ost und West - Der Schriftsteller Ingo Schulze

Form: Portrait

Länge: 45 Minuten

 

Ingo Schulzes Erstling "33 Augenblicke des Glücks" (1995) bekam nicht nur gute Kritiken, sondern auch diverse Preise. Nur drei Jahre später landete er noch einen Bestseller: "Simple Storys", die im thüringischen Altenburg spielen.

Sie wurden in 19 Sprachen übersetzt. Der Erfolg und die literarische Wertschätzung sind ihm bis heute treu geblieben. Schulze ist einer der profiliertesten deutschen Gegenwartsschriftsteller, und es ist ihm gelungen, das Thema Ost und West literarisch zu verarbeiten, ohne moralisch-didaktische Anstrengung, zum literarischen Vergnügen und intellektuellen Genuss seiner Leserschaft. Wenn man ihn den "Wende-Epiker" nennt, so klingt das eher abschreckend, bringt aber das thematische Reservoir, aus dem er schöpft, doch auf den Begriff. Ingo Schulze ist eine Art "Reise-Schriftsteller", denn er, der in der DDR geboren wurde und dort auch bis zur "Wende" lebte, genießt seit dem Fall der Mauer seine Reisemöglichkeiten, lebt in Berlin. Fast dreißig Jahre eingesperrt sein in der DDR sind an Ingo Schulze allerdings nicht spurlos vorübergegangen: Rastlos ist er unterwegs zwischen Ost und West, zwischen den alten Territorien des Ostens und neuen Städten und Landschaften im Westen und im Süden.

 

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So, 22.08.10, 11.30 Uhr, NDR

Titel: Wo der Osten Urlaub machte - Die kleine Welt im Zelt

Form: Doku

Länge: 30 Minuten

 

Die Gebühren für einen Zeltplatz an der DDR-Ostseeküste waren Anfang der 1970er Jahre verglichen mit den heutigen Preisen paradiesisch: 25 Pfennige pro Kopf und Tag, Kinder umsonst.

Die Gebühren für einen Zeltplatz an der DDR-Ostseeküste waren Anfang der 1970er Jahre verglichen mit den heutigen Preisen paradiesisch: 25 Pfennige pro Kopf und Tag, Kinder umsonst. Der Komfort dort war es allerdings nicht: Plumpsklos, wenig Wasser und kaum Strom. Doch die Urlauber störte das nicht. Schließlich war und ist für sie die Ostseeküste bis heute etwas ganz Besonderes.

Der Film begleitet Zelter und Dauercamper, zeigt wie Zeltplatzdetektiv Emil für Ruhe und Ordnung sorgt und erzählt die Geschichte des Campingplatzes Markgrafenheide

 

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So, 22.08.10, 21.02 Uhr, sowie Mo, 23.08.10, 2 Uhr, EinsExtra

Titel: Die 60er - Höhepunkte eines Jahrzehnts

Form: Doku

Länge: 88 Minuten

 

Monatelang wurden die NDR- und ARD-Archive nach Raritäten, überraschendem und altbekanntem Sendematerial durchforstet. Die schönsten "Archivperlen"wurden durch eine Fachjury bewertet.

Herausgekommen ist ein 90-minütiger Film, der den Zeitgeist der 1960er Jahre auf charmante und kuriose Weise zum Leben erweckt: Fernsehballett zwischen Gabelstaplern, Malen unter LSD-Einfluss, Hybridautos, Miniröcke, Studentenunruhen, experimenteller Fernsehverzicht, Antibabypille, ein nackter Demonstrant gegen die Emanzipation der Frau, Farbschlachten im Fernsehstudio, Erklärungen der DDR-Kultureliten – die Bilder der 1960er Jahre bieten einen unterhaltsamen Rückblick auf ein erstaunliches Jahrzehnt.

 

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So, 22.08.10, 2.40 Uhr, ZDF

Titel: XXL: Die lange Nacht der Familie - Nicht von schlechten Eltern - wie Familie sich wandelt

Form: Dokureihe

Länge: 45 min

 

1. Ehering und Elternglück

 

In den vergangenen 60 Jahren hat die klassische Familie einen radikalen Wandel vollzogen. Die Dokumentation untersucht, wie sich das Familienleben in Deutschland verändert hat, seit dem Zweiten Weltkrieg bis heute, in Ost und West. Denn Unterschiede gab es viele zwischen dem Familienleben in der Bundesrepublik und der DDR, allein schon beim Thema berufstätiger Frauen und Mütter. Im Arbeiter- und Bauernstaat gingen in den 1970er Jahren mehr als 80 Prozent der Frauen einer Berufstätigkeit nach. Ermöglicht wurde ihnen dies durch eine gut ausgebaute Kinderbetreuung.

 

Zwei Großfamilien – eine aus Mönchengladbach und eine aus dem sächsischen Radebeul – führen durch die dreiteilige Dokumentation. Jeweils drei Generationen berichten mit ganz persönlichen Geschichten, wie sie den Wandel erlebt haben. Ergänzt werden ihre Schilderungen durch Archivmaterial und Erläuterungen von renommierten Familien-Experten. Außerdem werden Familien vorgestellt, die für den Wertewandel in der Gegenwart stehen, sei es das schwule Paar aus Berlin, das zwei Kinder aus den USA adoptiert; die Familie, die 14 Monate Elterngeld bezieht, weil der Vater lange Zeit die Erziehung übernimmt; eine Patchworkfamilie oder eine Familie, in der die Ehefrau unmittelbar nach der Geburt ihrer Kinder wieder Vollzeit in den Beruf zurückkehrt.

 

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So, 22.08.10, 3.25 Uhr, ZDF

Titel: XXL: Die lange Nacht der Familie - Nicht von schlechten Eltern - wie Familie sich wandelt

Form: Dokureihe

Länge: 45 min

 

2. Kinder und Karriere

 

s.o.

 

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So, 22.08.10, 4.15 Uhr, ZDF

Titel: XXL: Die lange Nacht der Familie - Nicht von schlechten Eltern - wie Familie sich wandelt

Form: Dokureihe

Länge: 45 min

 

3. Krisen und Konflikte

 

s.o.

 

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Montag, 23. August 2010

 

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Mo, 23.08.10, 15 Uhr, EinsFestival

Titel: Unsere 60er Jahre - Wie wir wurden, was wir sind: Beatfieber

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

 

Mitte der 1960er Jahre greift das weltweite Beatfieber auf die Deutschen in Ost und West über. Die 13-jährige Rena Sander-Lahr aus Westberlin lauscht abends aus ihrem kleinen Kofferradio unter der Bettdecke dem Freiheitssender 904. Die Rhythmen aus dem Radio schreien nach Freiheit. Auch in Leipzig schwärmen viele Jugendliche für Beatmusik und ecken damit an. Der 14-jährige Gerhard Pötzsch ist ein guter Schüler, aber als er sich die Haare lang wachsen lässt und einen Parka trägt, spucken ihn Leute auf der Straße an.

 

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Mo, 23.08.10, 15.45 Uhr, sowie 16.30 Uhr, EinsFestival

Titel: Unsere 60er Jahre - Wie wir wurden, was wir sind: Rebellion

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

Mitte der 1960er Jahre scheint der Krieg aus dem deutschen Gedächtnis verschwunden.

In Frankfurt am Main betreut der Soziologie-Student Peter Kalb Zeugen, die in den Auschwitz- Prozessen aussagen. Von den Begegnungen mit den Überlebenden ist er tief bewegt. Eine ganze Generation stellt nun immer mehr Fragen nach der Vergangenheit: Wo waren die Eltern? Und warum schweigen sie - immer noch? Die Nachkriegskinder warten auf Antworten. Vincent von Wroblewsky studiert und arbeitet als Übersetzer in Ostberlin. Nach der Emigration seiner jüdischen Familie ging Vincents Mutter nach dem Krieg bewusst in die DDR, die sie für den besseren deutschen Staat hielt.

Das Zusammenleben von Jung und Alt führt zu Konflikten, doch eine Rebellion fiele dem 28-jährigen Firmenerben nicht im Traum ein.

 

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Mo, 23.08.10, 18.05 Uhr, MDR

Titel: WortSchatz DDR - Komplexannahmestelle

Form: Reportage

Länge: 2 Minuten

 

"Barbarossa" begibt sich 20 Jahre nach der Wiedervereinigung auf Spurensuche: Wer versteht heute noch Worte wie Mufuti, Dederon oder Nischel? Worte, die in der DDR selbstverständlicher Teil des Alltags und der Umgangssprache waren. Und wie sind die Gewichtungen?! Ist der Westen dem Osten ein Stück näher gekommen? Oder hat sich der Osten inzwischen von seiner Vergangenheit entfernt?

 

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Dienstag, 24. August 2010

 

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Di, 24.08.10, 0.15 Uhr, RBB

Titel: Im Palais - Ost oder West?

Form: Talkshow/Diskussion

Länge: 60 Minuten

 

"Im Palais" ist eine intellektuell-unterhaltsame Diskussion zu aktuellen Themen, Thesen oder Tendenzen. Herausragende, meinungsfreudige und eigenwillige Denker diskutieren kulturpolitische Streitfragen und gesellschaftliche Phänomene.

Moderation: Dieter Moor

 

Gäste: Maxim Biller (Autor), Frauke Hildebrandt (Pädagogin und Philosophin), Martina Münch (SPD Landtagsabgeordnete in Brandenburg Heidelbergerin und seit 1998 Stadtverordnete in Cottbus), Maxim Biller (Autor), Peter-Michael Diestel (Rechtsanwalt und ehemaliger Innenminister der DDR)

 

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Di, 24.08.10, 5.30 Uhr, EinsExtra

Titel: Die Stasi in West-Berlin - Geschichten aus dem Kalten Krieg

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

Der Film von Ute Bönnen und Gerald Endres zeigt, wie die Stasi in West-Berlin agierte. Er erzählt von den Versuchen, die Stadt nach dem Mauerbau zu unterwandern, von den Methoden zur Anwerbung der Agenten und warum sie sich anwerben ließen.

Berlin war jahrzehntelang ein Tummelplatz für Agenten aus allen politischen Lagern. Besonders gründlich hat das Ministerium für Staatssicherheit der DDR West-Berlin unterwandert. Ein Viertel aller Agenten und Inoffiziellen Mitarbeiter, die in Westdeutschland für die Stasi spionierten, saß in West-Berlin. Aus Verwaltung und politischen Parteien, aus Hochschulen und der Wirtschaft gingen Berichte an die Stasi-Zentrale in der Normannenstraße. Viele der Agenten waren Überzeugungstäter, sie handelten im Glauben, die DDR sei der bessere deutsche Staat und verdiene Unterstützung.

 

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Di, 24.08.10, 18.05 Uhr, MDR

Titel: WortSchatz DDR - Goldbroiler

Form: Reportage

Länge: 2 Minuten

 

s.o.

 

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Di, 24.08.10, 22:05 Uhr, MDR

Titel: 1990 - Aufbruch zur Einheit: Unbekanntes aus Mitteldeutschland

Form: Doku

Länge: 43 Minuten

 

Es waren Bilder, die um die Welt gingen: Jubelnde Menschen in ganz Deutschland liegen sich in den Armen und feiern überschwänglich die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. 20 Jahre sind seit dem Tag vergangen, an dem die 45-jährige Trennung aufgehoben und Deutschland wieder eins wurde. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums am 3. Oktober 2010 wird die Welt wieder nach Berlin schauen, die historischen Geschehnisse von damals würdigen und sich erinnern an die vorausgegangenen Ereignisse, die die Welt veränderten. Auch das MDR FERNSEHEN blickt zurück auf eine Zeit voller Dramatik, Spannung und Aufregung, die bereits im Jahr zuvor mit der friedlichen Revolution in der DDR ihren Ursprung hatte.

In der dreiteiligen Dokumentation "1990 - Aufbruch zur Einheit" richtet der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK seinen Blick weniger auf die weltpolitischen Ereignisse in Berlin und Leipzig als vielmehr auf die Geschehnisse in der Region Mitteldeutschland. Im Mittelpunkt der Serie stehen die kleinen und großen Geschichten sowie die Menschen in den mitteldeutschen Dörfern und Städten. Das Werk, das eine Fortsetzung der Erfolgsserie "1989 - Aufbruch ins Ungewisse" ist, zeigt in beeindruckender Manier die faszinierenden Erlebnisse von bislang unbekannten Helden.

 

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Mittwoch, 25. August 2010

 

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Mi, 25.08.10, 18.05 Uhr, MDR

Titel: WortSchatz DDR - Bienchen

Form: Reportage

Länge: 2 Minuten

 

s.o.

 

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Mi, 25.08.10, 22:05 Uhr, MDR

Titel: 1990 - Aufbruch zur Einheit: Unbekanntes aus Mitteldeutschland

Form: Doku

Länge: 43 Minuten

 

Mitte Juni 1990. Seit einigen Tagen sind die Augen der Welt auf Italien gerichtet. Dort findet die Fußball-Weltmeisterschaft statt und ein gesamtdeutsches Märchen nimmt seinen Lauf: Zum ersten Mal werden Ost und West gemeinsam ein Weltmeisterteam feiern. Unterdessen rollen in der Heimat unzählige schwer bewachte Geldtransporte über die Straßen. Sie sind Teil eines Prozesses, der vier Monate zuvor angestoßen wurde: die Währungsunion. Nicht selten treffen dabei Welten aufeinander. Bis zum großen Tag wird häufig improvisiert und zu unkonventionellen Methoden gegriffen. Mit großer Euphorie stürmen die Menschen am 1. Juli die Banken und anschließend die Kaufhäuser.

Die dort erhältlichen bunt verpackten und glänzenden Produkte aus dem Westen versprühen eine ungeheure Anziehungskraft auf die DDR-Bürger, viele Händler profitieren davon ungemein.

 

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Donnerstag, 26. August 2010

 

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Do, 26.08.10, 18.05 Uhr, MDR

Titel: WortSchatz DDR - Blauer Würger

Form: Reportage

Länge: 2 Minuten

 

s.o.

 

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Do, 26.08.10, 22.45 Uhr, RBB

Titel: Erziehung um jeden Preis - Die Jugendwerkhöfe der DDR

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

31 Jugendwerkhöfe gab es in der DDR: Erziehungsanstalten für Rocker und Punks, kriminelle und provokante, "arbeitsscheue" und "asoziale" Jugendliche.

"Fröhlich singen, vorwärts schauen": Die sozialistischen Gesangsbücher füllen die Mülltonne im Flur bis obenhin. Im Klassenraum auf der Fensterbank stehen immer noch Porträts von Erich Honecker. Auch 15 Jahre nach dem Ende der DDR ist in Wolfersdorf noch nicht alles aufgeräumt. Das imposante Wasserschloss in Thüringen war einer der insgesamt 31 Jugendwerkhöfe der DDR. Jugendwerkhöfe, das waren Erziehungsanstalten für Rocker und Punks, kriminelle und provokante, "arbeitsscheue" und "asoziale" Jugendliche. Dort wurden sie zur sozialistischen Persönlichkeit umerzogen, mit Druck und Drill sowie teils menschenverachtenden Methoden. Wer nicht spurte, dem drohte eine Einweisung in den berüchtigten "Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau". All das geschah ohne Gerichtsbeschluss, oft ohne Einwilligung der Eltern, unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

 

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Freitag, 27. August 2010

 

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Fr, 27.08.10, 18.05 Uhr, MDR

Titel: WortSchatz DDR - Teddy Thälmann

Form: Reportage

Länge: 2 Minuten

 

s.o.

 

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