TV-Vorschau vom 1. August bis 7. August 2010

Schloss Schönhausen, Ecke Schönhauser

TV-Vorschau vom 1. August bis 7. August 2010

TV-Vorschau vom 1. August bis 7. August 2010

Wigald Boning entdeckt am Sonntag den geilen Osten, Grenzpolizisten spielen Skat unterm Stacheldraht und die bewegte Geschichte des Schloss Schönhausen in Berlin Pankow wird neu erzählt. Am Samstag dann der Kultfilm "Berlin Ecke-Schönhauser" im BFS.

***

Sonntag, 01. August 2010

 

***

 

So, 01.08.10, 3.15 Uhr, EinsExtra

Titel: Polizeigeschichte(n) - Achtung! Volkspolizei!

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

Historisches und Anekdoten aus der über 40-jährigen Geschichte der Volkspolizei. Fast jeder Deutsche, ob aus Ost oder West, machte seine Erfahrungen mit den Ordnungshütern der DDR.

In Ostdeutschland war der Volkspolizist als 'Abschnittsbevollmächtigter' allgegenwärtiges Staatsorgan und gleichzeitig Witzobjekt wegen seines oftmals einfachen Gemüts. Der Westdeutsche erlebte auf den Transitstrecken unangenehme Begegnungen mit Radarfallen und Bußgeldern. Die Erfahrungen von Grenzkontrollen und die Allgegenwart der VOPO prägte bei den Westdeutschen das Bild vom humorlosen Obrigkeitsstaat DDR. Eine ironisch kommentierte Dokumentation mit Erfahrungsberichten ehemaliger Volkspolizisten und Bürgern aus Ost und West sowie zahlreichen Ausschnitten aus Wochenschauen und Propagandafilmen.

 

***

 

So, 01.08.10, 4 Uhr, NDR

Titel: Der geile Osten

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

Ende Juni/Anfang Juli 1990 machen der junge deutsche Sänger Wigald Boning und der Londoner Architekturprofessor David Dunster zu Beginn der Währungsunion eine Reise durch die DDR.

Stationen sind Halle, Merseburg, Leipzig, Ostberlin und Frankfurt/Oder.

Der Film gibt Eindrücke, Bilder, Interviews zur Lebenssituation der Menschen in der DDR in den letzten 40 Jahren wieder zu Themen wie Lebensgefühl und Lebenslust, Lustobjekte, Ästhetik des täglichen Lebens. David Dunsters objektiver, ideologiefreier Blick richtet sich auf Gegenstände des Alltags, auf die Kunst, die Ausdruck von Lebensfreude oder Lust ist. Sie sind Zeugen einer positiven Einstellung zum Leben in der DDR. Hat die Umbruchsituation, Wandel der Lustobjekte durch Wertewandel, Überflutung durch Westwaren, zu einer Ambivalenz bei den Menschen geführt?

 

***

 

Sonntag, 01.08.2010, 11.45 Uhr, Phoenix

Titel: Meine Geschichte - Friedliche Revolution 1989

Form: Doku/Interview

Länge: 15 Minuten

 

Gast: Beate Nagel

Vor 20 Jahren gingen die Menschen in der damaligen DDR auf die Straße, um für mehr Freiheit zu demonstrieren. Es gibt eine Fülle bislang unerzählter Geschichten aus den Städten und Dörfern jenseits von Leipzig oder Berlin. Es waren mutige Menschen, die in "Meine Geschichte" von ihren großen und kleinen Taten, ihren Hoffnungen und Ängsten während der Friedlichen Revolution erzählen.

Moderation: Jürgen Engert

 

***

Dienstag, 03. August 2010

 

***

 

Di, 03.08.10, 20.15 Uhr, Mi, 04.08.10, 00 Uhr, Mi, 04.08.10, 14.15 Uhr, Do, 05.08.10, 4.15 Uhr sowie Do, 05.08.10, 9 Uhr, EinsFestival

Titel: Von Wegen

Form: Doku

Länge: 90 Minuten

 

21. Dezember 1989 machen sich die Musiker der zur damaligen Zeit als westdeutscher Kultexport gefeierten Band '"Einstürzende Neubauten" von West-Berlin aus auf den Weg zu ihrem ersten Konzert in Berlin-Ost, der (noch) Hauptstadt der DDR.

Und noch ist es ein langer, ungewöhnlicher Weg von Kreuzberg nach Lichtenberg - in den Wilhelm-Pieck-Saal des VEB Elektrokohle. Noch steht die Mauer und noch gibt es Grenzkontrollen.

Der mit der Band befreundete Filmemacher Uli M. Schueppel begleitete die "Einstürzenden Neubauten" durch diesen besonderen Tag und drehte auf Video mit.

Zum einen werden historische, bisher unveröffentlichte Aufnahmen - Fahrt der Musiker, Ausschnitte aus dem Konzert u. a. - gezeigt, kontrastierend dazu wird der 21. Dezember 1989 aus der Erinnerung damaliger Konzertbesucher erzählt.

 

***

 

Di, 03.08.10, 22.05 Uhr, MDR 

Titel: Geheime Treffen zwischen Ost und West - Skat unterm Stacheldraht

Form: Doku

Länge: 43 Minuten

 

Im Spätsommer 1981 entstehen an der innerdeutschen Grenze nahe der Bahnlinie Plauen-Hof unglaubliche, einmalige Fotos: Fünf lächelnde Männer sitzen zwischen dem Grenzstein, auf dem "DDR" steht, und dem bayerischen Grenzpfahl.

Ein Leutnant der DDR-Grenztruppen mit der Mütze eines bayerischen Zollbeamten. Der West-Zöllner präsentiert lächelnd dessen Kalaschnikow, auf dem Kopf das Käppi der DDR-Grenztruppen. Wer ist Freund, wer ist Feind, wer aus dem Osten, wer aus dem Westen? Die Reportage erzählt die Geschichte dieser Fotos. Es ist eine Geschichte von Menschlichkeit und Verrat, von Flucht und Wiederkehr, von Intrige und Missgunst mit allen Facetten, die das Leben bereithält.

 

***

Mittwoch, 04. August 2010

 

***

 

Mi, 04.08.2010, 1.15 Uhr, ZDFinfokanal

Titel: Der Weg zur Einheit

Form: Magazin

Länge: 30 Minuten

 

***

Donnerstag, 05. August 2010

 

***

 

Do, 05.08.10, 22.15 Uhr, RBB

Titel: Geschichten aus dem Kalten Krieg - Die Stasi in West-Berlin

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

Der Film von Ute Bönnen und Gerald Endres zeigt, wie die Stasi in West-Berlin agierte. Er erzählt von den Versuchen die Stadt nach dem Mauerbau zu unterwandern, von den Methoden zur Anwerbung der Agenten und den Motiven, aus denen sich diese anwerben ließen.

Berlin war jahrzehntelang ein Tummelplatz für Agenten aus allen politischen Lagern. Besonders gründlich hat das Ministerium für Staatssicherheit der DDR West-Berlin unterwandert. Ein Viertel aller Agenten und Inoffiziellen Mitarbeiter, die in Westdeutschland für die Stasi spionierten, saß in West-Berlin. Aus Verwaltung und politischen Parteien, aus Hochschulen und der Wirtschaft gingen Berichte an die Stasi-Zentrale in der Normannenstraße. Viele der Agenten waren Überzeugungstäter, sie handelten im Glauben, die DDR sei der bessere deutsche Staat und verdiene Unterstützung.

 

***

 

Do, 05.08.10, 23 Uhr, RBB

Titel: Und wenn sie nicht gestorben sind ... Die Kinder von Golzow - Das Ende der unendlichen Geschichte

Form: Doku

Länge: 145 Minuten

 

Im Zentrum des 4. Teils von "Und wenn sie nicht gestorben sind ..." stehen Bernhard und Eckhard, beide gelernte Maschinenschlosser, die bis heute in Golzow leben und befreundet sind. Während Eckhard als Maschinenschlosser in der LPG arbeitet und seinen Lebensplan Ehe, Kinder, Haus und Hof verfolgt, ist Bernhard als Maschinenschlosser nach der Wende auch zeitweise in der Ukraine tätig. Als Eckhard seinen 50. Geburtstag feiert, ist er bereits zwei Jahre arbeitslos, obwohl er viele Fähigkeiten hat und arbeiten will. Der Epilog, der den letzten Film über die Kinder von Golzow abschließt, führt zum Buddelkasten des Golzower Kindergartens zurück, dort, wo einmal alles begann. Wieder singen ABC-Schützen vom Schulbeginn, und so erinnert diese Szene an den Einschulungsjahrgang 1961. Am Ende der unendlichen Geschichte nimmt die Kamera Abschied von der Schule, die künftig den Namen "Schule der Kinder von Golzow" tragen wird.

 

***

Samstag, 07. August 2010

 

***

 

Sa, 07.08.10, 21 Uhr, RBB

Titel: Geheimnisvolle Orte - Schloss Schönhausen

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

Am Rande Berlins quartierte Friedrich der Große 1740 seine ungeliebte Gattin Elisabeth Christine mit den Worten ein: "Hier lass dich nieder, hier kannst du schön hausen." Damit bekam das Schloss für Jahrhunderte seinen Namen: Schönhausen. Im Schloss hausten die Preußen, die Nazis und die Russen. Ein geheimnisvoller Ort für Liebesaffären und Staatsaktionen. Hier traf sich Königin Luises schöne Schwester Friederike mit ihren Liebhabern, hier deponierte Goebbels sogenannte "entartete Kunst", um sie für Devisen an reiche Westeuropäer zu verhökern, und hier befanden sich die ersten Wohnzimmer der sozialistischen Staatsmacht DDR. Schloss Schönhausen glänzte als Schauplatz diplomatischer Events: Chrustschow, Castro, Ho Chi Minh, Nasser, I. Gandhi, Schah Reza Pahlevi, Gorbatschow zeigten sich beeindruckt von dem zum proletarischen Gästehaus umfunktionierten Adelssitz. Später feierte im Schloss die Demokratie am Runden Tisch der Bürgerbewegung und als Geburtsort der Wiedervereinigung Triumphe. Nach über 60 Jahren ist Schloss Schönhausen prachtvoll restauriert nun wieder öffentlich zugänglich. Das Schloss steht für den Zeitgeschmack der Mächtigen, ob Königinnen oder Staatschefs, die hier noch heute unübersehbare Spuren hinterließen. Die Filmemacherinnen Christel Sperlich und Julia Theek dokumentieren die wechselvolle Geschichte, die sich in den Schlossräumen abgespielt hat.

 

***

 

Sa, 07.08.10, 23.40 Uhr, BFS

Titel: Berlin - Ecke Schönhauser

Form Spielfilm

Länge: 80 Minuten

 

DDR 1957

Regie: Gerhard Klein

 

Tag für Tag trifft sich eine Gruppe von 16- bis 17-Jährigen an der "Ecke Schönhauser", vertreiben sich die Langeweile, versuchen ihre Vorstellungen von Freiheit zu verwirklichen.

 

Berlin, Prenzlauer Berg. Unter dem U-Bahnbogen an der Ecke Schönhauser Allee trifft sich täglich das junge Deutschland. Die Erwachsenen stören sich an der Gruppe Jugendlicher, ohne zu fragen, warum sie auf der Straße ihre Freiheit suchen. Da ist "Kohle", dessen Stiefvater versucht, ihm mit Schlägen Anstand beizubringen. Angela macht stundenweise Platz für den Liebhaber der Mutter, einer Kriegswitwe, die ständig an der Tochter herummäkelt. Dieter, der als Bauarbeiter malocht und Angela liebt, ist ein anständiger Kerl, der sich aber von niemandem etwas sagen lässt und deshalb überall aneckt.

 

"Berlin - Ecke Schönhauser" war die Antwort der DEFA auf Jugend- und Straßenfilme aus den USA ("... denn sie wissen nicht was sie tun") und der BRD ("Die Halbstarken"): Lakonisch im Gestus, genau in der Beschreibung des Lebensgefühls einer Generation zwischen den Fronten, kritisch gegenüber gesellschaftlichen Fehlentwicklungen in der DDR. Die staatliche Filmkritik reagierte prompt: Sie bemängelten eine "zu große Konzession an den italienischen Neorealismus". Dieser stelle die Menschen in Opposition zum Staat, sei also unbrauchbar im Sozialismus, der nur "lösbare Widersprüche vorübergehender Art" kenne.

 

***

Zurück

Highlights

Titelbild
Titelbild
Titelbild
left
1
right
"Wir waren auf jeden Fall ...mehr

Dossier

Dossiers zu unseren Schwerpunktthemen wie Ausblick, Alltag, Film, Wenderomane und und und ... mehr
Im Archiv der Auseinandersetzung finden Sie… mehr mehr

Partner:
 

Bundesstiftung AufarbeitungDie Bundesbeauftragte für die Unterlagen deStaatssicherheitsdienstes der ehemaligen DeutschenDemokratischen RepublikFreistaat Sachsen

 

Weitere Kooperationen:
 

Zentrum für zeithistorische Forschung PotsdamHumanities, Sozial- und Kulturgeschichte