Fernsehvorschau vom 11. Juli bis zum 17. Juli 2010

Die letzte Volkskammer und Good Bye Lenin!

Fernseher

Fernsehvorschau vom 11. bis zum 17. Juli

Die 10. Volkskammer der DDR wird diese Woche gleich in zwei Dokumentationen (Di und Sa) behandelt. Daneben gibt es Informatives zu Berliner Orten – die Brunnenstraße, die Sowjetische Botschaft und die Stasi-Zentrale. Am Dienstag dann noch ein richtiger Blockbuster: Good Bye, Lenin! im RBB.

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Sonntag, 11. Juli 2010

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So, 11.07.2010, 23:30 Uhr, ZDFinfokanal

Titel: Der Weg zur Einheit

Form: Magazin

Länge: 30 min

 

Die symbolträchtige Öffnung des Brandenburger Tores im Dezember 1989, die Stürmung der Stasi-Zentrale in der Berliner Normannenstraße im Januar 1990, die ersten und einzigen freien Volkskammerwahlen im März, die Währungsunion im Juli und schließlich die Unterzeichnung des Zwei-plus-Vier-Vertrages im September 1990 – das sind die wichtigsten Wegmarken zur Wiedervereinigung. "Der Weg zur Einheit" zeigt sie.

 

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Montag, 12. Juli 2010

 

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Mo, 12.07.2010, 12:30 Uhr, Phoenix

Titel: Original Ost: Genossen, Gäule und Galopp – Pferdewetten in der DDR

Form: Doku

Länge: 45 min

 

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Mo, 12.07.2010, 13:15 Uhr, Phoenix

Titel: Original Ost: Honeckers "Air Force One" – Die DDR-Regierungsflieger

Form: Doku

Länge: 45 min

 

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Dienstag, 13. Juli 2010

 

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Di, 13.07.2010, 12:30 Uhr, 3 Sat

Titel: Mandat zur Auflösung – Die 200 Tage der letzten Volkskammer

Form: Doku

Länge: 30 min

 

Die zehnte Volkskammer der DDR, hervorgegangen aus den Wahlen vom 18. März 1990, war ein besonderes Parlament: diskussionsfreudig, unkonventionell, fleißig. Rund 200 Gesetze verabschiedeten die Volksvertreter. Das letzte und einzig frei gewählte Parlament der DDR stand unter enormen Zeitdruck. Der Verfall der Wirtschaft, der Wegzug vieler Menschen, die soziale Unzufriedenheit der Verbliebenen, der Druck aus dem Westen – dies alles forderte rasches Handeln.

 

Als "Laienspieler" von Westpolitikern belächelt, arbeiteten die Abgeordneten wöchentlich viel Papier ab, ihre Fraktionssitzungen dauerten bis zu zehn Stunden. Alles mit dem einen Ziel: zügig und geordnet der Bundesrepublik Deutschland beizutreten – ein bis jetzt einmaliger Vorgang in der deutschen Geschichte.

 

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Di, 13.07.2010, 20:45 Uhr sowie Do, 15.07.10, 09:30 Uhr, MDR

Titel: Wo der Osten Urlaub machte! – Ferienparadies Rügen

Form: Dokureihe

Länge: 30 Minuten

 

Zu DDR-Zeiten gab es für die Ostdeutschen kein beliebteres Urlaubsziel als die Insel. Es glich einem Lotto-Gewinn, auf Rügen einen Ferien- oder Campingplatz zu ergattern. Genügsam wurde die mangelhafte Versorgung hingenommen. Statistiken sagen aus, dass jeder DDR-Bürger es nur einmal in zehn Jahren auf die Insel schaffen konnte. Nun ist Rügen für jeden erreichbar. Mögen die Preise heute auch andere sein als früher. Was an Versorgung, Service und Erlebnisangeboten genutzt werden kann, ist auch für viele Ostdeutsche das Geld wert. Von den 1,4 Millionen Touristen, die die Insel jährlich anlockt, stammt jeder Zweite aus den Neuen Bundesländern.

 

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Di, 13.07.2010, 22:15 Uhr, RBB

Titel: Good Bye, Lenin!

Form: Spielfilm

Länge: 115 Minuten

 

Regie: Wolfgang Becker

Drehbuch: Bernd Lichtenberg

Ort/Jahr: Deutschland 2003

 

Ost-Berlin. Sommer 1990: Deutschland steht vor der Wiedervereinigung. Alex Kerner muss der Geschichte Einhalt gebieten: Seine allein erziehende Mutter ist kurz vor dem Mauerfall ins Koma gefallen und wacht acht Monate später wieder auf. Die historischen Veränderungen hat sie regelrecht verschlafen. Und da jede Aufregung für sie lebensbedrohlich sein kann, lässt Alex auf 79 Quadratmetern Plattenbau den real existierenden Sozialismus wieder auferstehen. Was anfänglich noch leicht fällt, wird zu einem Wettlauf mit der Zeit.

 

Hintergrundinformationen:

Der Film wurde in Ost und West zu einem ungeahnten Publikumserfolg und zum erfolgreichsten deutschen Film des Jahres 2003. Er erhielt insgesamt neun Deutsche Filmpreise, den französischen Filmpreis César und als erster deutscher Film den Europäischen Filmpreis Felix.

 

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Mittwoch, 14. Juli 2010

 

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Mi, 14.07.2010, 10:45 Uhr, RBB

Titel: Hallo Nachbarn – Die Brunnenstraße

Form: Reportage

Länge: 30 Minuten

 

Die Reporter Lutz Rentner und Otto Sperlich begeben sich auf Quartiersuche entlang der Straße zwischen Rosenthaler Platz und Gesundbrunnen/Humboldthain und spüren dabei dem ostwestlichen Lebensgefühl zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall nach.

Die Brunnenstraße: Zur Kaiserzeit verband sie das Stadtzentrum mit den nördlichen Vororten, in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte sie sich zum Ku'damm des Nordens. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie lange Jahre durch die Mauer getrennt und bis heute ist die Brunnenstraße von Gegensätzen geprägt. Wie kaum eine andere Berliner Straße versinnbildlicht sie die Teilung der Stadt.

 

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Donnerstag, 15. Juli 2010

 

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Do, 15.07.2010, 09:30 Uhr, MDR

Titel: Wo der Osten Urlaub machte! Ferienparadies Rügen (Wdh. vom Dienstag)

Form: Dokureihe

Länge: 30 Minuten

 

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Do, 15.07.2010, 13:15 Uhr, Phoenix

Titel: Geheimnisvolle Orte in Berlin – Die russische Botschaft

Form: Doku

Länge: 45 min

 

Kaum ein anderer Ort in Berlin ist wohl so Geheimnis umwoben wie die Botschaft der Russischen Föderation. Nach außen hin zeigt sie sich als gewaltiger Gebäudekomplex, innen präsentiert sie sich mit geradezu imperialer Pracht. Sie ist der größte Botschaftsbau Europas, fertig gestellt im Jahr 1951 als Botschaft der UdSSR in der DDR. Eine Zwingburg des "Großen Bruders" war sie damals, mächtig und unnahbar. Ihr Standort an der Grenze zweier verfeindeter Systeme. Was sich in den 40 Jahren DDR an diesem Ort abspielte und wie schließlich aus einer Sowjetbotschaft die Russische Botschaft wurde, davon erzählen seltene Archivbilder und hochkarätige Zeitzeugen.

 

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Do, 15.07.2010, 14:00 Uhr, Phoenix

Titel: Geheimnisvolle Orte in Berlin – Die Stasi-Zentrale

Form: Doku

Länge: 45 min

 

Nichts war in der DDR so geheim wie die Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg. Auf fast zwei Quadratkilometern residierte hier bis 1990 die gefürchtete Geheimpolizei der DDR, die Stasi. Knapp 10.000 MfS-Mitarbeiter hatten hier ihren Arbeitsplatz.

Von hier aus schickten sie ihre "Kundschafter" ins "Operationsgebiet", von hier aus wurde das Netz Inoffizieller Mitarbeiter gesteuert, die Opposition überwacht, Verhaftungen angeordnet und "Sicherungseinsätze" durchgeführt. Die Stasi-Zentrale zerschnitt ein historisch gewachsenes Wohngebiet und fraß sich immer tiefer in den Lichtenberger Kiez.

 

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Do, 15.07.2010, 02.05 Uhr, Phoenix

Titel: ZDF-History – Der Weg zur Einheit

Form: Doku

Länge: 25 Minuten

 

Der Weg zur Einheit erstreckt sich über fast drei Jahrzehnte: Als im November 1989 die Mauer fällt, haben die Deutschen in Ost und West weitgehend unterschiedliche Prägungen erhalten. Mit seltenem Filmmaterial und Interviews mit prominenten Zeitzeugen schildert "ZDF History" den Weg der Deutschen vom Mauerbau bis zum Fall der Mauer.

 

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Freitag, 16. Juli 2010

 

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Fr, 16.07.2010, 05:30 Uhr, sowie 10:30 Uhr, EinsFestival

Titel: Von Wegen

Form: Doku

Länge: 90 Minuten

 

Am 21. Dezember 1989 machen sich die Musiker der zur damaligen Zeit als westdeutscher Kultexport gefeierten Band 'Einstürzende Neubauten' von West-Berlin aus auf den Weg zu ihrem ersten Konzert in Berlin-Ost, der (noch) Hauptstadt der DDR.

Und noch ist es ein langer, ungewöhnlicher Weg von Kreuzberg nach Lichtenberg – in den Wilhelm-Pieck-Saal des VEB Elektrokohle. Noch steht die Mauer und noch gibt es Grenzkontrollen.

 

Hintergrundinformationen:

Der mit der Band befreundete Filmemacher Uli M. Schueppel begleitete die 'Einstürzenden Neubauten' durch diesen besonderen Tag und drehte auf Video mit. Zum einen werden historische, bisher unveröffentlichte Aufnahmen (Fahrt der Musiker, Ausschnitte aus dem Konzert u. a.) gezeigt, kontrastierend dazu wird der 21. Dezember 1989 aus der Erinnerung damaliger Konzertbesucher erzählt.

 

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Samstag, 17. Juli 2010

 

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Sa, 17.07.2010, 23.20 Uhr, Eins Extra

Titel: Der Beitritt – Die letzte Regierung der DDR

Form: Doku

Länge: 45 Minuten

 

Knapp 200 Tage regiert das einzige demokratisch legitimierte Kabinett der DDR unter Lothar de Maizière – bis zum 2. Oktober 1990. Mit dem Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland einen Tag später hat der Staat DDR aufgehört zu existieren. Es ist eine Zeit ungeheurer Dynamik, die eine Arbeit unter stetigem Zeitdruck und sich ständig verändernden Bedingungen erfordert.

Erzählt wird aus der individuellen Sicht der Minister, der Staatssekretäre, der Oppositionsführer und ihrer Sprecher. Im Fokus stehen die damaligen Motivationen und die persönliche Situation der Regierungsmitglieder in den Monaten des Umbruchs. Ausgangspunkt ist der 18. März 1990, an dem die erste und einzige freie Wahl zur DDR-Volkskammer stattfand. Die Dokumentation orientiert sich an den wichtigsten Entscheidungen und Ereignissen in diesen sechs Monaten, in denen der Grundstein für die Einheit Deutschlands gelegt wurde: 759 Kabinettsvorlagen wurden debattiert, 143 Verordnungen von de Maizière unterschrieben und 96 Gesetze in der Volkskammer beschlossen – in knapp 200 Tagen. Am 2. Oktober 1990 hat das Kabinett sein Regierungsziel erreicht: Es hat sich überflüssig gemacht.

 

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