20 Jahre Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion

Podiumsdiskussion bei der Bundesstiftung Aufarbeitung

© BArchiv 183_1990_07_06_400/ Kasper

20 Jahre Währungsunion © BArchiv 183_1990_07_06_400/ Kasper

Am 18. Mai 1990 unterzeichneten Finanzminister Theo Waigel und Walter Romberg den Staatsvertrag zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. 20 Jahre später lädt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zu einem öffentlichen Podiumsgespräch ein, bei der vier Experten Bilanz ziehen.

Die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR trat am 1. Juli 1990 aufgrund des Staatsvertrages vom 18. Mai 1990 in Kraft. Noch gegenwärtig sind die Bilder jenes Tages, die Tausende von Menschen vor Banken und Sparkassen zeigen, um ihr DDR-Geld in die ersehnte "West-Mark" zu tauschen. Viele Menschen in der DDR verbanden damit die Hoffnung auf eine schnelle Angleichung ihrer Lebensverhältnisse an Westdeutschland. Bereits im Vorfeld hatten Fachleute vor einem unrealistischen Umtauschkurs der DDR-Währung und den Folgen gewarnt.

Kaum jemand dachte in der Euphorie jener Tage an die wirtschaftlichen Probleme, die die zerrüttete DDR-Planwirtschaft in das vereinigte Deutschland einbringen würde. Welche Hoffnungen und Erwartungen setzten die Menschen in diesen Neuanfang? Welche Visionen wurden realisiert? Welche Rolle spielte die Treuhand bei der Privatisierung der verstaatlichten Betriebe und Kombinate? Während der Veranstaltung werden Verlauf, Ergebnisse und Perspektiven dieses fundamentalen Ereignisses des deutsch-deutschen Einigungsprozesses diskutiert.

Zu Gast sind an diesem Abend Dr. Thilo Sarrazin (1990-1991 Leiter der Unterabteilung Treuhandanstalt im Bundesfinanzministerium, seit 2009 Vorstandsmitglied Deutsche Bundesbank), Prof. Dr. Karl-Heinz-Paqué (2002-2006 Finanzminister Sachsen-Anhalt, seit 1996 Lehrstuhl für internationale Wirtschaft an der Universität Magdeburg), Dr. Ursula Weidenfeld (Wirtschaftsjournalistin Der Tagesspiegel) und Rainer Thiele (Beiratsvorsitzender der Kathi Rainer Thiele GmbH).

Der Abend wird moderiert von Marie Sagenschneider (Deutschlandradio Kultur). Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ort: Bundesstiftung Aufarbeitung
Kronenstraße 5
10117 Berlin

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