Die SED am Ende

Die Wahlen vom 18. März 1990

Jens Reich, Neues Forum, 1990

Jens Reich, Neues Forum, 1990 © BArch Bild 183-1990-0318-012, Reiche

Wie wählt ein Land, das seit seiner Gründung unter politische Vormundschaft gestellt war? Und welche Konsequenzen ergeben sich aus einer solchen Wahl? Mit diesen Fragen beschäftigen sich renommierte Wissenschaftler und Journalisten auf der Veranstaltung "Die SED am Ende" am 24. März 2010 in Berlin. Sie diskutieren den Ausgang der ersten freien Wahl der DDR am 18. März 1990. Veranstalter sind die Robert-Havemann-Gesellschaft und der Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

An der ersten freien Wahl in der DDR beteiligen sich 93 Prozent der Stimmberechtigten. Nach vierzig Jahren an der Macht wird die SED-PDS mit 16,4 % der Stimmen abgewählt. Überraschungssieger ist die Allianz für Deutschland aus CDU, DSU und DA mit 48,0 % der Stimmen. Die SPD erzielt nur 21,9 %, das Bündnis 90 lediglich 2,9 % der Stimmen. Noch ein Jahr zuvor waren freie Wahlen in der DDR undenkbar und selbst im November 1989 hätte niemand einen Sieg der CDU prophezeit. Wie kam es zu dem erstaunlichen Ergebnis? Und was folgte daraus für die weitere Entwicklung?

Nach einem Vortrag von Dr. Jens Schöne (Stellvertretender Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen) diskutieren:

- Prof. Dr. Jürgen W. Falter (Wahlforscher, Universität Mainz)
- Jens König (1990 Chefredakteur Junge Welt, jetzt Reporter beim Stern)
- Bascha Mika (langjährige Chefredakteurin die tageszeitung)
- Prof. Dr. Michael Stürmer (Chefkorrespondent der Zeitung DIE WELT)

Es moderiert:
Dr. Helge Heidemeyer (Abteilungsleiter Bildung und Forschung der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen)

Zeit: 24. März 2010, 19 Uhr

Ort: Vertretung des Freistaates Thüringen beim Bund, Mohrenstraße 64, Berlin-Mitte

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