"Brief an die Eltern"

Dokumentation über den politischen DDR-Häftling Jens A.

Jens A. als Häftling

Jens A. als Häftling

Im Rahmen der Sendereihe neoTAG widmet sich ZDFneo am 8. November einen Tag lang dem Jubiläum des Mauerfalls vor 20 Jahren. Um 22.45 Uhr zeigt der Digitalkanal die 45 minütige TV-Premiere "Brief an die Eltern". Der Film dokumentiert einen bis heute ungeklärten Familienkonflikt zwischen Sohn und Vater, einen Konflikt über politische Überzeugungen und die Abkehr von dem politischen System der DDR.

"Geschichte muss man weitergeben, auch wenn es Scheißgeschichte ist" - Worte
von Jens A., politischer Häftling der DDR, der 1984 zu 18 Monaten Haft verurteilt und 1985 von der Bundesrepublik freigekauft wurde. Diese Häftlingsgeschichte wäre eine unter vielen, würde Jens' Vater an seiner Verhaftung nicht Mitschuld tragen.

Anfang der 1980er Jahre kommt es zum totalen Bruch zwischen dem überzeugten
Parteisekretär und dessen anfangs linientreuen, dann zunehmend rebellierendem
Sohn: ein Bruch mit Folgen, bis heute. Bald 30 Jahre sind seitdem vergangen. Jens hat sich ein Leben im Westen aufgebaut. Aber noch heute wartet der inzwischen 50-Jährige auf eine klärende Aussprache mit dem Vater. Vergeblich. Denn der Vater schweigt.

Einzig in einem Brief kann Jens sich den Eltern mitteilen und seiner Enttäuschung über die Abkehr von Vater und Mutter Luft machen. Aus Jens' Zeilen sprechen zornige Anklage und gleichzeitig der tiefe Wunsch nach der väterlichen Anerkennung. Während vom Vater das Gespräch verweigert wird, sorgt Jens für die Weitergabe seiner Erlebnisse an die nächste Generation. Um den Enkeln die Chance zu geben, aus den Fehlern ihrer Eltern und Großeltern zu lernen. Der Film erzählt von einem ungeklärten Familienkonflikt zu DDR-Zeiten und den Folgen bis heute, 20 Jahre nach dem Mauerfall.

Ein Film von Laetitia von Baeyer

Sendetermin: Sonntag, den 8.11.2009 um 22.45 Uhr auf ZDFneo

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