"Der Schuss war absolut möglich"

Michael Richter über Machtstrategien der SED und die Frage der Gewalt im Herbst '89

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Die Staatsmacht stand bereit. Am 9. Oktober in Leipzig warteten Armee, Polizei und Kampfgruppen nur noch auf den Schießbefehl. Doch es blieb friedlich. Michael Richter erklärt, warum es in Leipzig am 9. Oktober nicht zum Schuss kam und weshalb der Durchbruch zum Dialog in Dresden so wichtig war.

Dass die Revolution von 1989 heute den Namen "Friedliche Revolution" trägt, war im Herbst 1989 alles andere als selbstverständlich. In der Woche vor dem 9. Oktober setzte die DDR-Führung mehrfach, insbesondere in Sachsen, auf eine gewaltsame Niederschlagung der Proteste. Michael Richter, der Autor der 1600 Seiten umfassenden Darstellung "Die Friedliche Revolution. Aufbruch zur Demokratie in Sachsen 1989/90", hat den Verlauf der Revolution en detail studiert und dargelegt. Im Interview gibt er eine Kurzfassung der Entwicklungen, die zum unblutigen Ausgang der Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 führten.

Michael Richter war Historiker am Hannah Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der Technischen Universität Dresden.

Im November 2010 wurde Michael Richter wegen seiner Tätigkeit als Inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit vom Hannah Arendt-Institut für Totalitarismusforschung entlassen.

Eine Besprechung seines Buchs "Die Friedliche Revolution" finden Sie hier.

Das Gespräch führte Jochen Thermann.

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