Einer von Vierhunderttausend

Montagsradio Ausgabe Nr. 4 - Ein Zeitzeuge erinnert sich an den 4. November 1989

Massendemonstration in Ostberlin

Bundesarchiv Bild 183-1989-1104-010, Foto: Klaus Oberst

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Es war die größte Demonstration im Herbst 1989. Berlin, Alexanderplatz, 4. November. Etwa 400.000 Menschen hatten sich versammelt. Die Straßen und Plätze waren voll, die Akustik war schlecht. Aber der Termin war Pflicht.

Wolfgang Gross arbeitete 1989 als Pantomime. Er lebte im Berliner Bezirk Friedrichshain in einem Haus mit Schauspielern, Autoren und Künstlern. Täglich gab es Debatten und Diskussionen über neueste Entwicklungen, neue Parteien und die Ziele der Opposition. Die Demonstration am 4. November war für ihn eine Selbstverständlichkeit. Teilen konnte er jedoch nicht alle Ziele, die von den sehr unterschiedlichen Rednern geforderten wurden. Ulrich Mühe sprach genauso wie Heiner Müller und Jan Josef Liefers. Aber auch Günter Schabowski und Markus Wolf kamen zu Wort. 

Heute ist Wolfgang Gross u.a. Vorstand des Lichtmal – Zentrum für Freunde der Schwarzweiß-Fotografie. Die Musik kommt von "jovenes y sexys".

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Kommentare

Steffen    (22.04.2009 12:28h)
Danke für das schöne Gespräch! Finde es immer gut, wenn ich mal was auch erster Hand erfahre. Es wird doch viel plastischer und nicht mehr so extrem aufgeladen, so überfrachtet mit historischer Bedeutung, Einfach mal konkret.

Siggi    (22.04.2009 10:02h)
Also doch. 400.000 Menschen in Berlin wussten nicht, was sie wollten. Die Revolution spielte sich in der übrigen Republik ab. Diese Menschen wussten, was sie wollten. Man brauchte nur die Transparente lesen: "Gewaltfrei für Demokratie", "Stasi raus", "Wir sind das Volk - Freiheit!", "Freie Wahlen", "Abrüstung in Kindergarten und Schule", "Pässe für alle, Laufpässe für die SED", "Reisen ohne KRENZkontrolle, "Schluss mit dem SED-Absolutismus".
Und? Haben wir das erreicht?

Becker&Becker    (22.04.2009 08:47h)
Wohltuend, auch mal keinen typischen Expertenton zu hören. Die Demo am vierten November sehe ich aber aus eigener Erfahrung noch deutlich kritischer. das war der Versuch die Wende doch noch einzuleiten. Selbst der schwer erträgliche Gysi war ja Redner und machte einen af Reformer.

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