"Rummelplatz" - der verbotene Roman

Werner Bräunigs Roman erschien erst 2007

Wismutarbeiter nach Schichtende

Bundesarchiv Bild 183-16452-0002, Foto: Wismut

Der Roman "Rummelplatz" von Werner Bräunig durfte in der DDR wegen "ideologischer Abweichung" nicht erscheinen. Erst 2007 wurde das Buch aus den 60er Jahren über eine Arbeitergruppe im Uranbergwerk Wismut veröffentlicht. Am 23.04.09 um 19.30 Uhr gibt es in Halle/Saale eine Lesung und ein anschließendes Gespräch mit der Herausgeberin, Angela Drescher.

Die Geschichte Werner Bräunigs dokumentiert, wie ein kritischer DDR-Autor an der „ideologischen Selbstverpflichtung“ des offiziellen Literaturkanons scheiterte. Nach seiner Arbeit als Schweißer beim Uranbergbauunternehmen Wismut begann er 1961 seinen Roman „Rummelplatz“. Bräunig beschreibt keine heldenhaften Arbeiter im rosigen Sozialismus, sondern die mühevolle Arbeit desillusionierter Menschen in der Bergbauwelt.

„Rummelplatz“ wurde wegen „ideologischer Abweichung“ nicht in der DDR veröffentlicht. Bräunig verlor seine Arbeit und starb 1976 mit 42 Jahren an seiner Alkoholsucht. Über 40 Jahre nach seiner Entstehung ist der Roman 2007 erschienen. Angela Drescher, die Herausgeberin des Werks, liest am 23. April in der Stadtbibliothek Halle aus dem Werk. Die Außenstelle Halle der Stasi-Unterlagen-Behörde, die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und die Stadtbibliothek Halle laden zu dieser Veranstaltung ein. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
 

Zeit: Donnerstag, 23. April 2009, 19:30 Uhr

Ort: Stadtbibliothek, Salzgrafenstraße 2, Halle (Saale)

 

 

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