Magazin und Medienmonitor

Interview | 09.08.10 | Redaktion

Made in Sachsen

Wie sich die sächsische Wirtschaft wandelte. Ein Interview mit Rainer Karlsch

Rainer Karlsch ist Historiker und hat sich mit der Wirtschaftsgeschichte Sachsens beschäftigt. Wir sprachen mit ihm über den tiefgreifenden Transformationsprozess, den die DDR-Bezirke auf dem Gebiet des späteren Freistaates und dieser selbst nach 1989/90 durchlebten und zuweilen durchlitten.

Montagsradio | 19.07.10 | Redaktion

"Die Eroberung des Ostens durch den Westen"

Montagsradio Nr. 40 – eine Straßenumfrage zur Währungsunion 1990

Am 1. Juli 1990 trat zwischen der noch existierenden DDR und der Bundesrepublik Deutschland die Währungsunion in Kraft – die weiche Ostmark wurde durch die harte D-Mark ersetzt. RevolutionundEinheit.de hat sich auf den Straßen Berlins umgehört, was die Menschen 20 Jahre danach mit diesem besonderen Ereignis verbinden.

Thema | 14.07.10 | Redaktion

Intermezzo mit Notbremse

Bundesbahnchef Reiner Maria Gohlke wird erster Präsident der Treuhandanstalt

Im Juni 1990 läuft in Ostberlin und Bonn die hektische Suche nach einem neuen Chef für die Treuhandanstalt. Die Stellenbeschreibung für den künftigen Präsidenten ist nach dem Treuhand-Gesetz eindeutig: Die Privatisierung einer ganzen Volkswirtschaft. Nach einigem Hin und Her wird Bundesbahnchef Reiner Maria Gohlke zum ersten Präsidenten der Treuhandanstalt bestellt. Gohlke reist nach Ostberlin – und ist von den Dimensionen seiner künftigen Aufgabe überrascht.

Kalenderblatt | Berlin, 17.06.10 | Redaktion

"Das volkseigene Vermögen ist zu privatisieren."

Am 17. Juni 1990 beschließt die Volkskammer das Treuhandgesetz

Die Zeit drängt, daher müssen die Parlamentarier sehr kurzfristig entscheiden. Die Lage der gesamten Volkswirtschaft und vor allem ihrer großen Betriebe ist über die Maßen unsicher, auch die mittelfristigen Konsequenzen des von der Koalition eingebrachten Treuhandgesetzes liegen im Dunkeln. Auf allen Beteiligten lastet das ungute Gefühl, dass das hastig zur Abstimmung gestellte Paket gravierende ökonomische Folgen haben wird – für den überschuldeten Staat, für seine Unternehmen, aber auch für Millionen Beschäftigte. Am Ende beschließt die Volksvertretung das Gesetz mit der Mehrheit der Koalition. Genau vor 20 Jahren.

Besprechung | Berlin, 03.06.10 | Redaktion

Abgewirtschaftet

Warum die Planwirtschaft zusammenbrach und es keine Alternative zur schnellen Währungsunion gab

Schon die Annahme, die Planwirtschaft sei zusammengebrochen, entspringt einem bestimmten Deutungsmuster – dass die DDR an ihren inneren Widersprüchen und Unzulänglichkeiten zerbrach und die Revolution der Massen nur erfolgreich sein konnte, weil die Strukturen des Systems längst marode geworden waren. Einer dieser maroden Stützpfeiler war das planwirtschaftliche System. In der vergangenen Woche waren Wirtschaftswissenschaftler und zeitgenössische Entscheidungsträger zusammengekommen, um über den "Kollaps der Planwirtschaft" und die Herstellung der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion zu sprechen. Eine Diskussion kam nur selten zustande – zu einig war man sich in den Kernfragen des Abends.

Termintipp | Berlin, 24.05.10 | Redaktion

Planwirtschaft vor dem Kollaps

Planwirtschaft vor dem Kollaps: Die Herstellung der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion

Die DDR-Wirtschaft stand 1989/90 ökonomisch vor dem Zusammenbruch. Die rasche Herstellung der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion war die Antwort. Durch Einführung der D-Mark sollte der Kollaps vermieden werden. Ein enormer Transfer von West nach Ost setzte ein. Die alte Planwirtschaft musste quasi über Nacht der Marktwirtschaft weichen. War die Währungs-, Wirtschafts-und Sozialunion dabei das richtige Instrument? Welche Verwerfungen rief sie hervor? Gab es überhaupt Handlungsalternativen? Wie sieht die Bilanz zwanzig Jahre danach aus?

Montagsradio | Berlin, 18.05.10 | Redaktion

Deindustrialisierte Landschaften

Montagsradio, Ausgabe 38: die Vereinigung aus volkswirtschaftlicher Sicht

Die deutsche Wiedervereinigung hatte ein Wirtschaftsproblem: wie überführt man eine marode Planwirtschaft in eine florierende Marktwirtschaft? Die Treuhandanstalt hatte die Aufgabe, die volkseigenen Betriebe zu privatisieren. Eine schnelle Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion sollte die Angleichung der Lebensverhältnisse von Ost und West ermöglichen. Prof. Dr. Jan Priewe bilanziert im Montagsradio den Einigungsprozess aus volkswirtschaftlicher Sicht – die Analyse eines Niedergangs ohne Vorwarnung.

Thema | Dresden, 06.04.10 | Redaktion

Schlange stehen für den Kapitalismus

Anfang April 1990 wird aus dem ersten Volkseigenen Betrieb eine Aktiengesellschaft

Die Treuhandverordnung vom 1. März 1990 regelte die Umwandlung der Volkseigenen Betriebe in Aktiengesellschaften und GmbHs. Doch was im Frühjahr 1990 für viele staatliche Großbetriebe der DDR als ebenso abenteuerliches wie chaotisches Unterfangen begann, endete nur wenige Jahre später in vielen Fällen mit dem dramatischen Niedergang traditionsreicher Industriestandorte. Ein Beispiel ist die VEM-Antriebstechnik AG in Dresden, die erste ostdeutsche Aktiengesellschaft des Jahres 1990.

Interview | Bochum , 02.03.10 | Redaktion

Dinosaurier der Volkswirtschaft

Marcus Böick über die Sicht der Treuhand auf die Kombinate der DDR

Die DDR-Wirtschaft galt als marode und ineffizient. Aus Sicht der Menschen in der DDR hatte ein Kombinat jedoch weit mehr Aufgaben, als nur wirtschaftlich profitabel zu sein, wie der Zeithistoriker Marcus Böick in einem Gespräch zur Lage der DDR-Wirtschaft 1990 anmerkt.

Thema | Berlin , 01.03.10 | Redaktion

Warten auf ein Wirtschaftswunder

Die Treuhandanstalt organisierte das Ende der Planwirtschaft

Montagsdemonstrationen und Mauerfall sind fest im öffentlichen Bewusstsein verankert. Die "Abwicklung" der ostdeutschen Wirtschaft und die Arbeit der Treuhandanstalt sind hingegen seit Mitte der 1990er Jahre zunehmend aus dem Blickfeld geraten. Dabei prägte der radikale Umbau der Ostwirtschaft den Wiedervereinigungsprozess entscheidend, und das zum Teil bis heute.

Treffer 1 - 10 von 10

Archiv der Auseinandersetzung

Diskussion | Leipzig, 02.08.10 |

Gesprächsreihe "Wir sind das Volk!"

Montagsgespräch im Museum "Runde Ecke" mit Klaus-Ewald Holst

„Wirtschaft muss verändert werden.“ Dies war der Leitsatz für Klaus-Ewald Holst, Vorstandsvorsitzender der Verbundnetz Gas AG und Wirtschaftsmann mit Leib und Seele, der am Montag, den 02.08.2010 zu Gast im Museum in der „Runden Ecke“ war. Das mittlerweile 20. Montagsgespräch wurde von über 70 Besuchern aufmerksam verfolgt, nicht zuletzt auch Dank der unterhaltsamen und mitreißenden Art von Holst selbst, der für eine lockere Atmosphäre im ehemaligen Stasi-Kinosaal sorgte. Gedenkstättenleiter Tobias Hollitzer eröffnete auch dieses Gespräch mit der Frage, wann Holst die Parole „Wir sind das Volk!“ zum ersten Mal vernommen habe. Kurz und prägnant war die Antwort: Er habe sie am 09. Oktober 1989 „zu seiner Schande“ nur in den Nachrichten gehört, weil er zum ersten Mal zu einem „Westbesuch“ in Paderborn weilte.

Treffer 1 - 1 von 1

erweiterte Suche

Titel/ Beschreibung
Inhalt
Datum von
im Format dd.mm.yyyy
Datum bis
im Format dd.mm.yyyy
Postleitzahl
Ort
Autor
Veranstalter
Kategorie
Schlagwort
 

Highlights

Titelbild
Titelbild
Titelbild
left
1
right
"Wir waren auf jeden Fall ...mehr

Dossier

Dossiers zu unseren Schwerpunktthemen wie Ausblick, Alltag, Film, Wenderomane und und und ... mehr
Im Archiv der Auseinandersetzung finden Sie… mehr mehr

Partner:
 

Bundesstiftung AufarbeitungDie Bundesbeauftragte für die Unterlagen deStaatssicherheitsdienstes der ehemaligen DeutschenDemokratischen RepublikFreistaat Sachsen

 

Weitere Kooperationen:
 

Zentrum für zeithistorische Forschung PotsdamHumanities, Sozial- und Kulturgeschichte