Termine

Termine | 28.09.10 00:00 | Tagung

»48. Deutscher Historikertag Berlin«

Humbolt Universität zu Berlin

Das Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin ist Gastgeber des größten geisteswissenschaftlichen Kongresses in Europa – des 48. Deutschen Historikertages. Mit über sechzig Fachsektionen und Sonderveranstaltungen im Pergamonmuseum sowie im Deutschen Historischen Museum, voraussichtlich über 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie einem breiten kulturellen und kulturhistorischen Rahmenprogramm bildet der Historikertag ein Diskussionsforum für alle Aspekte, Epochen und Teildisziplinen der Geschichtswissenschaft und lädt alle historisch Interessierten ein, über Geschichte und ihre Relevanz für die Gegenwart zu reflektieren. Die Bundesstiftung Aufarbeitung ist mit einem Bücher- und Infostand sowie Ausstellungen im Seminargebäude vertreten.

28.September - 01. Oktober 2010
Humboldt-Universität zu Berlin
Dorotheenstraße 24
10117 Berlin

Termine | 28.09.10 00:00 | Ausstellung

1990 - Der Weg zur Einheit

Deutsches Historisches Museum

6. Juli 2010 - 2. Januar 2011

Anlässlich des 20. Jahrestages der Wiedervereinigung am 3. Oktober 2010 blickt das Deutsche Historische Museum zurück auf die politischen Ereignisse von 1990, die den Weg zur Einheit markierten.
Das Jahr 1990 begann in Berlin mit der Besetzung des Ministeriums für Staatssicherheit. Der SED-Staat hatte zur Jahreswende kapituliert. Die ersten freien Wahlen am 18. März markierten zwar einen politischen Neuanfang, doch Staatsfinanzen und Wirtschaft der DDR ließen keinen Spielraum für einen eigenständigen Weg. Der drohende Staatsbankrott erzwang den wirtschafts- und währungspolitischen Anschluss an die Bundesrepublik bereits zum 1. Juli. Die Zwei-plus-Vier-Verhandlungen zwischen den beiden deutschen Staaten und den vier Siegesmächten von 1945 schufen für die internationale Gemeinschaft die Rahmenbedingungen für einen Beitritt der DDR zur Bundesrepublik am 3. Oktober 1990.
Dieser Weg zur Einheit und die Etappen des bewegenden Jahres werden den Besuchern in zwölf Ausstellungsstationen mit Fotografien und Objekten aus dem Jahr 1990 vor Augen geführt und erläutert. Ergänzt wird die Präsentation durch Film- und Hörstationen, in denen die Erwartungen, Hoffnungen und Ängste der Bürger in diesem Jahr der Entscheidungen sichtbar und hörbar werden.



Unter den Linden 2
10117 Berlin
info@dhm.de
www.dhm.de

Termine | 28.09.10 08:00 | Diskussion für Schüler

20 Jahre Wiedervereinigung


Das Forum Jugend und Politik lädt Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 bis 13 am 28. und 29.9.2010 herzlich ein, zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung einen Blick auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland vor und nach der Wiedervereinigung zu werfen. In einem Zeitzeugengespräch mit Dr. Reinhard Höppner, Vizepräsident der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR und späterer Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, diskutieren wir mit einem der zentralen Mitgestalter den Weg von der friedlichen Revolution 1989 bis zur Wiedervereinigung 1990 und was daraus heute geworden ist.
In Film-, Schreib-, Theater-, Podcast- und anderen Workshops entstehen anschließend eigene, junge Perspektiven auf die deutsche Einheit. Die Ergebnisse werden abschließend im Plenum präsentiert und diskutiert.

28. und 29.9.2010

Weitere Infos, auch zur Anmeldung, finden Sie bei den Veranstaltungstipps unter www. fes.de.

Bonn
OTTK@fes.de

Termine | 28.09.10 19:00 | Diskusssion

„Tal der Ahnungslosen - Die Medienlandschaft der D

Buchhandlung89
H E F T P R E M I E R E
Horch & Guck - Heft 69
"Tal der Ahnungslosen - Die Medienlandschaft der DDR und ihre Folgen"

Heftvorstellung und anschließende Podiumsdiskussion mit:
- Andreas Förster, Politikredaktuer der Berliner Zeitung
- Reinhard Schult, Bürgerrechtler und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhaus a.D.
- Peter Grimm, Redakteur Horch & Guck

"Tal der Ahnungslosen" nannte der Volksmund die Gegenden im Nordosten und Südosten der DDR, in denen der Empfang des Westfernsehens nicht möglich war. Für die Mehrheit der DDR-Bewohner war klar, dass man sich allein aus den DDR-Medien nicht informieren konnte. Alle Versuche der SED, ihr Medienmonopol gegen die West-Sender durch Kampagnen und Störsender zu verteidigen, schlugen fehl. Am Ende der SED-Herrschaft ließen die Genossen resigniert sogar den Bau großer Gemeinschaftsantennenanlagen zu, die den West-Empfang auch im "Tal der Ahnungslosen" ermöglichten.

Trotzdem blieben die DDR-Medien natürlich nicht ohne Wirkung auf die ostdeutschen Leser, Hörer und Zuschauer. Und so einheitlich langweilig sich die Tageszeitungen oft auch lasen – in der DDR-Medienlandschaft verbergen sich spannende Geschichten. Die SED-Führung rang darum, das eigene Zensur-System zu perfektionieren und die Medien frei von unabhängigen Geistern zu halten. Manche Journalisten suchten trotzdem immer wieder nach Freiräumen jenseits der Themenvorgaben und festgelegten Sprachregelungen, die meisten taten allerdings bereitwillig, was von ihnen verlangt wurde.

Formal vom SED-Staat unabhängige Kirchenzeitungen konnten über Druckgenehmigungsverfahren zensiert und diszipliniert werden. Nichts durfte ohne Genehmigung gedruckt werden, jedes Vervielfältigungsgerät wurde argwöhnisch registriert. Trotzdem versuchten immer wieder Menschen, sich selbst zu Wort zu melden und unabhängig zu publizieren. Mitte der achtziger Jahre reichte manch einem Oppositionellen das illegal gedruckte Wort nicht mehr, so dass in Ost-Berlin plötzlich unabhängige Radiosendungen zu empfangen waren.

Auch nachdem der SED-Staat untergegangen war, wirkte die DDR-Medienwelt weiter. Fleißig schrieben die alten Journalisten für neue Auftraggeber. Die alten SED-Bezirkszeitungen nannten sich nun "unabhängig", wurden zu lukrativen Investitionsobjekten für westdeutsche Verlagshäuser und behielten – trotz des alten Personals – ihr regionales Medienmonopol. In weiten Teilen Ostdeutschlands bis heute.

Die Zeitungen, die während der Friedlichen Revolution entstanden waren, hatten hingegen kaum eine Überlebenschance. Der Zugang zu Druckereien blieb für sie erschwert, die Redaktionen bekamen allenfalls schleppend Redaktionsräume oder Telefonanschlüsse. Bis auf wenige Ausnahmen mussten sie ihr Erscheinen in den Jahren 1990/ 1991 schon wieder einstellen.

Die Genossen Journalisten hingegen kamen meist gut in die neue Zeit. Die Aufarbeitung ihrer Rolle im SED-Staat lag ihnen natürlich nicht so sehr am Herzen. Selbst Stasi-Verstrickungen wurden lange übersehen. Nur wenige Journalisten waren bereit, sich mit der eigenen Rolle in der DDR auseinander zu setzen – meist die, die zuvor schon versucht hatten, sich der Propaganda möglichst zu entziehen.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Bürgerkomitee "15. Januar" e.V. (Horch und Guck).

Buchhandlung89
Grünberger Str. 84
10245 Berlin
info@buchhandlung89.de
www.buchhandlung89.de

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Magazin und Medienmonitor

Thema | 28.09.10 | Redaktion

Der Tod des Treuhand-Herkules

Treuhand-Präsident Rohwedder wagt sich an die Aufgabe seines Lebens

Detlev Rohwedder ist eine schillernde Figur der jüngsten deutschen Geschichte. Und eine durchaus tragische. Den einen gilt er als postnationaler Held, als das einzige Todesopfer der Einheit. Für die anderen ist er der Sensenmann der Ostwirtschaft, ein kaltherziger Westmanager im feinen Zwirn. Bei seinen öffentlichen Auftritten nimmt Rohwedder kein Blatt vor den Mund. Er wählt starke Worte, wirbt aber auch stets um Ausgleich zwischen Ost und West. Rohwedder teilt aus, muss aber zunehmend auch einstecken: Im Sommer 1990 ist er der Hoffnungsträger der Deutschen, wenige Monate später ist er vor allem den Neubundesbürgern regelrecht verhasst, fühlt sich als großer "Buhmann". Heute ist der zweite Treuhandpräsident fast in Vergessenheit geraten – zu Unrecht, denn in seinem Leben laufen verschiedenste Stränge der jüngsten deutsch-deutschen Zeitgeschichte zusammen.

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