Termine

Termine | 17.09.10 00:00 | Konferenz

Menschenrechts - und Demokratiebewegung

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Opposition transnational: Die Menschenrechts- und Demokratiebewegungen Mittel- und Osteuropas aus transfer- und verflechtungsgeschichtlicher Perspektive

17. September 2010 - 20. September 2010
Konferenz am Deutschen Historischen Institut Warschau, Warschau

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Deutsches Historisches Institut Warschau
Konzeption und Organisation: Agnes Arndt und Robert Brier

Konferenzsprachen: Deutsch, Polnisch und Englisch

Die Erforschung zeithistorischer Fragestellungen der ostmitteleuropäischen Geschichte gehört noch immer zu einem vordringlich in nationalen Kategorien verhandelten Forschungsfeld. Die viertägige Konferenz versucht diesen Befund zu verändern, indem sie am Beispiel der demokratischen Opposition der 1970er bis 1980er Jahre nach den tranfer- und verpflechtungsgeschichtlichen Perspektiven der Menschenrechts- und Demokratiebewegungen in den ehemaligen kommunistischen Regimes Ostmittel- und Osteuropas fragt. Anhand der Kontakte und Tranfers innerhalb der Oppositionellen einerseits und zwischen ost- und westeuropäischen Zivilgesellschaften, Intellektuellen und Politikern andererseits sollen sowohl die Art der ihnen zugrundeliegenden Transnationalität, als auch ihre Tragweite, ihre Voraussetzungen, ihre Ergebnisse und ihre empirischen und theoretischen Auswirkungen auf die zeithistorische Forschung untersucht werden.

Keynote: Prof. Padraic Kenney

Abstracts
Der Schwerpunkt der Konferenz liegt auf Ergebnissen aktueller, empirischer Forschungsprojekte. Vorträge jüngerer Nachwuchswissenchaftler sind daher besonders willkommen. Interessenten werden gebeten bis zum 28. Februar 2010 ein abstract ihres geplanten Vortrags (max. 500 Wörter), eine Kurzzusammenfassung ihres aktuellen, das Thema der Konferenz betreffenden Forschungsprojektes (max. 1.000 Wörter) und ihr Curriculum vitae einzureichen. Um ihre Kommentierung zu ermöglichen, sollten die Beiträge drei Wochen vor Tagungsbeginn schriftlich vorliegen.
Bitte senden Sie Ihre abstracts an Robert Brier. Fragen zur Tagung beantworten Robert Brier und Agnes Arndt.


Kontakt:
Dr. Robert Brier
Deutsches Historisches Institut Warschau
Email: brier@dhi.waw.pl


Agnes Arndt M.A.
Berliner Kolleg für Vergleichende Geschichte Europas
Email: agnesarndt@gmx.net
Web: http://web.fu-berlin.de/bkvge

Goßlerstr. 2-4
14195 Berlin

Termine | 17.09.10 00:00 | Konferenz

"War die DDR ein Unrechtsstaat?"

Landeszentrale für polit. Bildung Sachsen-Anhalt

..."Diskursive Forschung versus ostalgische Verklärung"
17. September bis 18. September 2010

Zum Rechtsstaatsbegriff aus ideengeschichtlicher Sicht spricht am 17.09.2010 in einem einleitenden Referat der Münchner Jurist Dr. Thomas Claer im MARITIM Hotel Halle.

Am 18.09.2010 referiert der bekannte Experte für politisches Strafrecht – selbst vom MfS in die DDR verschleppt und dort inhaftiert – Dr. Karl-Wilhelm Fricke zum Problembereich des Systemunrechtes in der DDR. Dem Thema der politischen Willkür als Simulation von Rechtsstaat widmet sich der langjährige Mitarbeiter am gesamtdeutschen Institut, Bernd Lippmann aus Berlin. Das Schweigen der Opfer hinterfragt Dipl.-Psych. Stefan Trobisch-Lütge von der Berliner Beratungsstelle“Gegenwind“ für politisch Traumatisierte der SED-Diktatur. Das abschließende Referat am 18.09.2010 nach dem Mittagsimbiss hält Oberstaatsanwalt Bernhard Jahntz (Berlin) zum Thema: Die Ahndung politisch motivierter Strafverfahren in der DDR nach dem deutsch-deutschen Einigungsvertrag 1990.

Zudem wird am Eröffnungstag am 17.09.2010 im Hotel MARITIM Staatsminister und Chef der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt, Rainer Robra erwartet. Johannes Rink (VOS) reflektiert zum Thema des Halle-Forums aus Sicht der Opferverbände. Ab 19.00 Uhr läuft der Film: „Gesicht zur Wand“ über das Haftschicksal von Melanie Kollatzsch, die vor Gründung der DDR von den Sowjets verhaftet und verurteilt und nach dem Bau der Berliner Mauer aus dem Strafvollzug des DDR-Innenministeriums in die DDR entlassen wurde. Melanie Kollatzsch spricht im Anschluss an die Filmpräsentation als Zeitzeugin.

Es wird eine Teilnahmegebühr erhoben:
25,00 € (mit Übernachtung); 10,00 € (ohne Übernachtung); 5,00 € (Tagesgäste)

Anmeldungen bitte bis 25. August 2010 an die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, Referat II, Schleinufer 12, 39104 Magdeburg, Hr. Jürgen Breitenfeld, Tel.: 0391-567 6457.

06108 Halle
http://www.sachsen-anhalt.de

Termine | 17.09.10 00:00

»Aufklärung versus Schweigen...

Internationales Literaturfestival Berlin

...Geheimpolizei, Künstler und die Aufarbeitung der kommunistischen Diktaturen«

17.-19. September

Eine Veranstaltung des internationalen literaturfestivals berlin/Berliner Festspiele in Kooperation mit der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Heinrich-Böll-Stiftung im Rahmen des Programms „Reflections_Fokus Osteuropa“ beim 10. internationalen literaturfestival berlin
Zwanzig Jahre nach den sanften Revolutionen im Osten Europas und sechs Jahre nach der ersten EU-Osterweiterung geben zahlreiche Schriftsteller, Autoren, Journalisten und Zeitzeugen umfassend Auskunft zur Aufarbeitung der Vergangenheit in Osteuropa. Im Mittelpunkt werden der Umgang mit den Unterlagen der Staatsicherheitsdienste sowie aktuelle Erinnerungsdiskurse in den früheren Ländern des „realen Sozialismus“ stehen.

Eintrittskarten erhalten Sie ausschließlich beim internationalen literaturfestival berlin/Berliner Festspiele (Tel.: 030/ 25489100) und direkt am Veranstaltungsort. Informationen hierzu sowie das detaillierte Programm finden Sie ab August 2010 unter www.berlinerfestspiele.de.

CHB. Collegium Hungaricum Berlin
Dorotheenstraße 12
10117 Berlin

Termine | 17.09.10 00:00 | Festakt

Festakt des Städte- und Gemeindebundes Sachsen-A.

Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt
Festakt des Städte- und Gemeindebundes Sachsen-Anhalt zum 20-jährigen Bestehen
Johanniskirche
39104 Magdeburg
http://www.sachsen-anhalt.de

Termine | 17.09.10 18:00 | Vortrag

Jugend in der DDR

BStU, Außenstelle Rostock

Rock und Punk als alternative Protest- und Spaßkultur

Referent: Thomas Lukow

Der Jugend gilt in allen Diktaturen besondere Aufmerksamkeit. Auch in der DDR war der Anspruch des Staates unmissverständlich: eine von den sozialistischen Idealen überzeugte und vom Hass auf den »Klassenfeind« erfüllte Jugend war das Idealbild. Für die Jugendlichen bedeutete dies vor allem eins: Anpassen – von der politischen Meinung über den Musikgeschmack bis zur Länge der Haare.

Alle Formen von unangepasstem Verhalten waren der DDR-Geheimpolizei, dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS), grundsätzlich verdächtig. Alternative Jugendkulturen, wie z.B. Punks, wurden als „negativ-dekadente Jugendliche“ verfolgt. Doch trotz des Versuchs der totalen Überwachung gelang es weder die Verbreitung solcher Jugendkulturen zu unterbinden noch das Entstehen oppositioneller Gruppen zu verhindern.

Thomas Lukow wird bei einem Vortrag in Greifswald auf diese Aspekte eingehen.

Er kann dabei aus eigenem Erleben anschaulich über die Verfolgung unangepasster Jugendlicher berichten. Seine eigene Entwicklung verlief zunächst geradlinig. Beide Eltern waren SED-Mitglieder, und er selbst engagierte sich im sozialistischen Jugendverband FDJ. Doch als er als 18jähriger bei einem Rockkonzert die prügelnde Staatsmacht erlebte, zerplatzten seine Illusionen über die SED-Politik. Er schwor der Parteidiktatur ab, trat aus der FDJ aus und wurde von da an als Dissident verfolgt. Ein missglückter Fluchtversuch aus der DDR führte letztendlich zur Haft in Berlin-Hohenschönhausen und Bautzen II.

Heute ist Thomas Lukow freiberuflich als Referent für politische Bildungsarbeit in Gedenkstätten, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen tätig.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der 8. Greifswalder Kulturnacht statt.

Eintritt frei.

Volkshochschule Greifswald

Martin-Luther-Straße 7a
17489 Greifswald
(03834) 77 36 - 0, info@vhs-greifswald.de
www.bstu.de

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Magazin und Medienmonitor

Thema | 17.09.10 | Redaktion

Meine Revolution, Teil II

"Allen gehört alles" – Ein persönlicher Rückblick auf ein Jahr zwischen Revolution und Einheit

Jeder hat seine ganz persönlichen Erinnerungen an den Herbst 1989, an das Jahr zwischen Revolution und Wiedervereinigung. Ein Jahr, das Weltgeschichte schrieb und in dem Privates politisch wurde. Wie haben die Macher von Revolution und Einheit dieses Jahr erlebt? Ein ganz persönlicher Revolutionsrückblick von Sophia Freund.

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Archiv der Auseinandersetzung

Diskussion | Weimar, 17.09.10 |

"Seid bereit!–(n)immer bereit!?" Schüler-Workshop

Jugend und Jugend(sub)kulturen in der DDR

Jungsein im letzten Jahrzehnt der DDR konnte die Mitgliedschaft bei den Jungpionieren, den Thälmannpionieren und schließlich in der FDJ bedeuten. Oder aber man lebte mit ganz anderen Idealen und Zielen quasi als "Außerirdischer", sprich Punk, im Arbeiter- und Bauernstaat – und wurde schnell als Staatsfeind und Krimineller von der Staatssicherheit beobachtet.

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Partner:
 

Bundesstiftung AufarbeitungDie Bundesbeauftragte für die Unterlagen deStaatssicherheitsdienstes der ehemaligen DeutschenDemokratischen RepublikFreistaat Sachsen

 

Weitere Kooperationen:
 

Zentrum für zeithistorische Forschung PotsdamHumanities, Sozial- und Kulturgeschichte