Termine

Termine | 06.09.10 19:00 | Lesung

Die rätselhafte Stabilität der DDR

ZZF, Christoph Links Verlag Berlin

Die DDR existierte vier Jahrzehnte – länger als die Weimarer Republik und das Dritte Reich zusammen. So gesehen war die DDR ein rätselhaft stabiler Staat, dessen Bestand dringend einer Erklärung bedarf.

In seiner Studie, die sich vor allem auf Material aus dem thüringischen Kreis Saalfeld gründet, präsentiert der amerikanische Historiker Andrew I. Port eine originelle Lösung: Er betont die Bereitschaft der Funktionäre, Kompromisse mit den Massen einzugehen, sobald der Konsens innerhalb der Gesellschaft gefährdet schien. Außerdem deutet Port das vermeintliche Miteinander der Ostdeutschen oftmals als ein Gegeneinander: Soziale Spannungen verhinderten kollektive Aktionen gegen den Staat und Massenunruhen und trugen so gleichfalls zur Stabilität bei.

Es wird zu diskutieren sein, welche Rolle in diesen Überlegungen die Repression spielte und ob Ports Deutung des DDR-Regimes als Kombination aus Fürsorgediktatur und abgestufter Privilegiengesellschaft als Erklärungsmodell ausreicht.

Andrew I.Port, geboren 1967 in New York, studierte Geschichte und Politologie an der Harvard University in Cambridge, an der Yale University in New Haven und am Pariser Institut für politische Studien. In Nürnberg arbeitete er als Projektkoordinator im Menschenrechtsbüro. Er ist Professor für Deutsche Geschichte an der Wayne State University in Detroit und derzeit Gastwissenschaftler am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.

Martin Sabrow, ist Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam.

Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund
Mohrenstr. 64
10117 Berlin
hertle@zzf-pdm.de

Termine | 06.09.10 19:00 | Vortrag und Gespräch

Zwischen Verdrängung und Aufarbeitung

BStU, Stadtverwaltung Halle

Referenten: Dr. Joachim Gauck (Bundesbeauftragter a.D.), Ulrich Schlademann (Pfarrer)

Moderation: Uta Leichsenbring (BStU)

Eintritt frei

Stadthaus Halle
Grpßer Saal
Marktplatz
06108 Halle
asthalle@bstu.bund.de, (03 45) 61 41 - 0
http://www.bstu.bund.de/

Termine | 06.09.10 19:00 | Diskusssion

"Wir sind das Volk" - Montagsgespräch im Museum

Bürgerkomitee Leipzig e.V.

"Wir sind das Volk!" - Montagsgespräch in der "Runden Ecke" in Leipzig findet jeden ersten Montag im Monat statt. Eingeladen werden Persönlichkeiten während der Friedlichen Revolution, die sich in besonderer Weise für Freiheit und Demokratie engagiert haben. Diesen Montag zu Gast: Roland Quester, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau.

Ehemaliger Stasi-Kinosaal
Goerdelerring 20, ehemaliger Stasi-Kinosaal
04109 Leipzig
mail@runde-ecke-leipzig.de
www.runde-ecke-leipzig.de

Treffer 1 - 3 von 3

Magazin und Medienmonitor

Kalenderblatt | Berlin, 06.09.10 | Redaktion

Schuld und Sühne nach dem Ende des Sozialismus

Am 6. September 1990 verabschiedet die Volkskammer ein Rehabilitierungsgesetz.

Die Überwindung der DDR-Diktatur ging einher mit der Aufarbeitung des SED-Unrechts. Im Zuge der Herbst-Revolution war es erstmals möglich, Amtsmissbrauch und Korruption, Willkür und Justizunrecht öffentlich beim Namen zu nennen. Opfer der SED-Diktatur stellten Anträge auf Rehabilitierung und forderten die Anerkennung des ihnen widerfahrenen Unrechts. Wenige Wochen vor dem Ende der DDR gab die frei gewählte Volkskammer mit dem Rehabilitierungsgesetz dem Willen zur Wiedergutmachung eine gesetzliche Basis.

Treffer 1 - 1 von 1

Archiv der Auseinandersetzung

Lesung | Potsdam, 06.09.10 |

Die rätselhafte Stabilität der DDR

Andrew I. Port über Arbeit und Alltag im sozialistischen Deutschland

Die DDR existierte vier Jahrzehnte – länger als die Weimarer Republik und das Dritte Reich zusammen – und war also ein rätselhaft stabiler Staat, dessen Bestand, und nicht nur Kollaps, dringend einer Erklärung bedarf.

Diskussion | Leipzig, 06.09.10 |

Gesprächsreihe "Wir sind das Volk!"

Montagsgespräch im Museum "Runde Ecke" mit Roland Quester

„Als „Land meiner Kindheit und Jugend, als Land, das mich den Widerspruch zwischen Schein und Sein gelehrt hat, als Land absurder öffentlicher Statements und Reden“ beschreibt Roland Quester die DDR im Vorfeld des 21. Montagsgespräches. Die beiden Moderatoren Reinhard Bohse und Tobias Hollitzer begrüßten wieder einen Gast, der sich an der Friedlichen Revolution beteiligt. Die Ausführungen des Gastes betrafen wie immer nicht vordergründig die politischen Ereignisse sondern die Biografie des Gastes. Zu Anfang stellte Tobias Hollitzers die obligatorische Frage, wann er den Ausruf „Wir sind das Volk“ zum ersten Mal vernommen habe. Quester wusste nicht mehr das genaue Datum, doch war er sich bewusst, den Ruf zum ersten am Nikolaikirchhof bei einer Montagsdemonstration als Gegenruf zu „Wir wollen raus!“ gehört zu haben.

Treffer 1 - 2 von 2

erweiterte Suche

Titel/ Beschreibung
Inhalt
Datum von
im Format dd.mm.yyyy
Datum bis
im Format dd.mm.yyyy
Postleitzahl
Ort
Autor
Veranstalter
Kategorie
Schlagwort
 

Highlights

Titelbild
Titelbild
Titelbild
left
1
right
"Wir waren auf jeden Fall ...mehr

Dossier

Dossiers zu unseren Schwerpunktthemen wie Ausblick, Alltag, Film, Wenderomane und und und ... mehr
Im Archiv der Auseinandersetzung finden Sie… mehr mehr

Partner:
 

Bundesstiftung AufarbeitungDie Bundesbeauftragte für die Unterlagen deStaatssicherheitsdienstes der ehemaligen DeutschenDemokratischen RepublikFreistaat Sachsen

 

Weitere Kooperationen:
 

Zentrum für zeithistorische Forschung PotsdamHumanities, Sozial- und Kulturgeschichte