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Termine | 12.09.09 10:00 | Diskussion / Vortrag

"Friedliche Revolution" 1989/90 - Eine andere DDR

Das Ende der DDR ist immer noch gut für politischen und wissenschaftlichen Streit. Wollten die DDR-Bürger eine Erneuerung ihres Staates oder die deutsche Einheit? In kurzer Zeit entlud sich in der DDR eine tiefe politische Krise. Es entwickelte sich eine kurzlebige, aber radikal wirkende Landschaft von Bürgerbewegungen, die endlich gesellschaftlichen Dialog und demokratische Verhältnisse wollten. Gleichzeitig löste sich die monolithische SED auf und Reformer traten für einen modernen, demokratischen Sozialismus an. Der Umschlag vom "Wir sind das Volk!" zum "Wir sind ein Volk!" veränderte das Land und die Menschen innerhalb von Wochen und Monaten. Eingebettet sind die Ereignisse in der DDR in eine intensive Wechselbeziehung mit der Bundesrepublik und einem den gesamten Ostblock erfassenden Umbruchsprozess, der zur faktischen Kapitulation Moskaus im Kalten Krieg führte. Das letzte Jahr der DDR verweist im Reformversuch 1989/90 auf Möglichkeiten und Grenzen einer basisdemokratischen Erneuerung eines Gesellschaftswesens durch Runde Tische und Bürgerbewegungen. Es wirft die Fragen, auf welche Resultate der aktive Vereinnahmungsprozess durch die bundesdeutsche Politik und Wirtschaft zeitigte, welche Folgen der Umbruch 1989/90 zwei Jahrzehnte danach für die politische Landschaft in Deutschland hat.
Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit dem Verein für Politik- und Sozialgeschichte M-V
Ort: Haus der Volkssolidarität
Kapaunenstraße 10
17489 Greifswald
mv@rosalux.de
www.rosalux.de

Termine | 03.11.09 19:30 | Vortrag

Der 9. November als Auftakt

Der 9. November als Auftakt des deutschen Vereinigungsprozesses

Die erste Frage nach dem Mauerfall, die der SED-Generalsekretär Egon Krenz am 10. November Moskau beantworten musste, lautete: Mit welchen sowjetischen Dienststellen wurde die Öffnung der Grenze in Berlin abgestimmt? Mit der Maueröffnung durch die Berliner war der seit 1945 bestehende Vier-Mächte-Status Berlins durchbrochen worden, zumal das Berlin-Abkommen zwischen den Vier-Mächten von 1971 festlegte, dass keiner der Vertragspartner einseitig den Status Quo in Berlin verändern wird. Diese Vereinbarung wurde von den Vertragspartnern eingehalten. Es waren die Deutschen selbst, die in der Nacht am 9. November diesen Status mit einer "Wiedersehensfeier"
faktisch aufgehoben haben. Im Mittelpunkt des Vortrages stehen die internationalen Reaktionen auf den Mauerfall, mit dem auf dieser Ebene die offene deutsche Frage und die Rückgewinnung der nationalen Einheit wieder auf die Tagesordnung der Weltpolitik gesetzt wurde.

Professor Dr. Manfred Wilke ist Soziologe, Publizist und Projektleiter beim Institut für Zeitgeschichte in München.

Ort: Gedenkstätte Berliner Mauer
Bernauer Straße 111
13355 Berlin
http://www.berliner-mauer-dokumentationszentrum.de

Termine | 05.11.09 19:00 | Filmvorführung und Podiumsdiskussion

Im Dienst der Hauptverwaltung Aufklärung

Die Dokumentation "Der Mann, der die NATO verriet" porträtiert einen Top-Spion der Staatssicherheit: Rainer Rupp lieferte bis Ende 1989 zentrale militärstrategische und politische Dokumente aus den Führungsgremien der NATO an Ost-Berlin und Moskau. Nach dem Film diskutieren der Autor Jörg Hafkemeyer und Helmut Müller-Enbergs, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stasi-Unterlagen-Behörde.

Ort: Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund, Mohrenstraße 64, 10117 Berlin
Veranstalter: BStU (Stasi-Unterlagen-Behörde), Tel. 030 2324-8831/8832

Termine | 24.11.10 19:00 | Buchpräsentation

»Sowjetische Tschekisten zwischen Elbe und Oder...

Bundesstiftung Aufarbeitung

...Die sowjetische Geheimpolizei in der SBZ und frühen DDR

Buchpräsentation gemeinsam mit Memorial International, Moskau, Memorial Deutschland e. V. und dem Metropol Verlag Berlin
Mit der sowjetischen Armee rückten auch die sowjetischen Geheimdienste in das kriegszerstörte Nachkriegsdeutschland ein. Rasch hatten die »Tschekisten« ihr Spinnennetz über Ostdeutschland gelegt. Die allerorts eingerichteten GPU-Keller waren für viele Männer und Frauen die erste Etappe eines Leidensweges, der durch die Speziallager bis nach Sibirien oder gar zum Schafott führen konnte. Die neu gegründeten politischen Parteien und Verbände, die deutsche Polizei waren ebenso im Visier der sowjetischen Geheimdienste wie tatsächliche oder vermeintliche Spionage und Unterwanderungsversuche seitens des Westens. Der Moskauer Historiker Nikita Petrov hat für Memorial mit Unterstützung der Bundesstiftung Aufarbeitung das leitende Personal der sowjetischen Geheimdienste in Deutschland zwischen 1945 und 1954 dokumentiert.

Bundesstiftung
Aufarbeitung
Kronenstraße 5
10117 Berlin
www.stiftung-aufarbeitung.de

Termine | 01.12.10 18:00 | Vortrag

"Die SED und Moskau"

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Nur eine Kraft in der DDR war mächtiger als die SED – die Sowjetunion und ihre kommunistische Partei. Die sowjetischen "Freunde" hatten alle maßgeblichen Strukturen des ostdeutschen Staates geprägt, und sie behielten sich bis zuletzt die Entscheidung über sein Schicksal vor.

Noch heute ranken sich Legenden und Gerüchte um die geheimen Verbindungen von SED-Funktionären in die Machtzentralen des Sowjetstaates. Und immer wieder richtet sich bei der Analyse von Krisen und Wendepunkten der DDR-Geschichte der Blick auf Moskau. Der Vortrag fragt nach den politischen Entscheidungsmechanismen, nach der Machthierarchie im Herrschaftsalltag und nach den unterschwelligen kulturellen Differenzen zwischen dem "teutonischen" und dem "slawischen" Kommunismus – vom "besten Freund des deutschen Volkes" Stalin bis zum "Verräter" Gorbatschow.

Der Vortrag von Dr. Jens Gieseke (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) ist Teil der Reihe "Die Geschichte der SED zwischen Mauerbau und Mauerfall". Sie wird vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, vom Institut für Zeitgeschichte München – Berlin und von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur veranstaltet.

Veranstaltungsort:
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstr. 5
10117 Berlin
hertle@zzf-pdm.de
www.zzf.de

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Magazin und Medienmonitor

Kalenderblatt | Moskau, 12.09.10 | Redaktion

Das Ende der Nachkriegsära

Die letzte Runde der Zwei-plus-Vier-Gespräche in Moskau

Am 12. September 1990 findet das letzte Außenministertreffen der Zwei-plus-Vier in Moskau statt, das noch am selben Tag zur Unterzeichnung des "Vertrages über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland" (Zwei-plus-Vier-Vertrag) führt. Der Vertrag, der "anstatt eines Friedensvertrages" geschlossen wird, regelt in zehn Artikeln einvernehmlich die außenpolitischen Aspekte wie auch sicherheitspolitischen Bedingungen der deutschen Vereinigung. Gleichzeitig bedeutet er den Verzicht der vier Siegermächte im Zweiten Weltkrieg auf ihre Vorbehaltsrechte gegenüber Deutschland und ist die Voraussetzung einer vollständigen deutschen Souveränität.

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