Magazin und Medienmonitor

Kalenderblatt | 19.08.10 | Redaktion

Streit vor der Einheit

Die Regierungskoalition der DDR zerbricht

August 1990. Die Regierung der DDR steht auf wackeligen Füßen. Schon gleich nach der Wahl zur 10. Volkskammer im April, aus der das Wahlbündnis Allianz für Deutschland gemeinsam mit den Liberalen mit der Mehrheit hervorgegangen war, ist es offensichtlich, dass die wichtigen Entscheidungen, die die umfangreichen Umwälzungen der Wiedervereinigung mit sich bringen werden, nicht im Alleingang lösbar sind. Für Verfassungsänderungen wird in der Volkskammer eine Zweidrittelmehrheit benötigt, die nur in einer Großen Koalition mit der SPD zu erreichen ist. Doch die wirtschaftlich niederschmetternde Situation der DDR rüttelt an den Nerven der Abgeordneten und lässt sie auf eine schnelle Wiedervereinigung drängen.

Besprechung | Berlin, 30.07.10 | Redaktion

In der Zwischenzeit

"1990 - Der Weg zur Einheit". Eine Ausstellung im Deutschen Historischen Museum

Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 und der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 sind Daten, die sich ins kollektive Bewusstsein der Deutschen gebrannt haben. Doch was passierte in den Monaten zwischen der Öffnung des "Antifaschistischen Schutzwalls" und der Wiedervereinigung? Die Ausstellung "1990 - Der Weg zur Einheit", die noch bis zum 10. Oktober im Deutschen Historischen Museum Berlin zu sehen ist, richtet den Fokus auf die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungsprozesse in dieser letzten Phase vor dem Ende der deutschen Teilung.

Kalenderblatt | 22.07.10 | Redaktion

"Neufünfland" oder der Abschied vom Zentralismus

Die Verabschiedung des Ländereinführungsgesetzes am 22. Juli 1990

Mit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 verschwindet die DDR von der politischen Landkarte – und mit ihr ihre Bezirke. An ihre Stelle treten fünf neue Bundesländer, deren Wiedereinführung am 22. Juli 1990 beschlossen wird. Das Ländereinführungsgesetz bleibt jedoch nicht ohne Kritik. Besonders im neugebildeten Freistaat Sachsen führen die Reaktionen der Kritiker zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Bürgern, Kreistagen und der DDR-Regierung.

Kalenderblatt | Bonn, 08.03.10 | Redaktion

Außenpolitische Verantwortung schlägt innenpolitisches Kalkül

Am 8. März 1990 garantiert der Bundestag die polnische Westgrenze

Die vom Bundestag verabschiedete Erklärung zur "Unantastbarkeit" der Oder-Neiße-Grenze leitete das Ende einer innen- und außenpolitische Debatte ein, in deren Folge die Frage etwaiger polnischer Reparationsforderungen, deutscher Minderheitenrechte und der existierenden Grenzziehung in eine gesetzliche Regelung gegossen werden sollte. Der nach zweistündiger Bundestagsdebatte wiederholte "Verzicht auf Gebietsansprüche jetzt und in Zukunft" sollte nicht nur auf die europäischen Nachbarn beruhigend wirken, sondern ebenso die Wahlchancen des konservativen Wahlbündnis "Allianz für Deutschland" gegenüber der favorisierten Ost-SPD erhöhen.

Thema | Oder/Neiße, 26.03.10 | Redaktion

Deutschlands Einheit und Polens Grenze

Die Wiedervereinigung brachte die endgültige Anerkennung der polnischen Westgrenze

Mit dem im Februar 1990 angestoßenen Zwei-plus-Vier-Prozess wurde die Wiedervereinigung außenpolitisch abgesichert. Der Abschluss eines de-facto-Friedensvertrages zwischen den beiden deutschen Staaten und den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges beendete die Nachkriegszeit und begründete die volle Souveränität des vereinten Deutschland. Einer der wichtigsten, heftig umstrittenen Bestandteile des Vertragswerkes war die Frage der deutsch-polnischen Grenzlinie.

Thema | 23.06.10 | Redaktion

Die Lösung eines Jahrhundertproblems

Die deutsche Frage und die polnische Westgrenze

Die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze war im Vorfeld der Wiedervereinigung zu einem Politikum geworden. Aus wahltaktischen und völkerrechtlichen Erwägungen hatte sich Helmut Kohl lange Zeit zurückgehalten, eine Garantieerklärung auszusprechen. Das löste in Polen Wut, Verstimmung, Sorge und Unverständnis aus. Im Juni 1990 erklärten Bundestag und Volkskammer die Grenze für unantastbar. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Einheit.

Kalenderblatt | 10.02.10 | Redaktion

Grünes Licht vom Roten Platz

Am 10. Februar 1990 stimmt Michail Gorbatschow der Wiedervereinigung zu

Mit seinem Zehn-Punkte-Plan hat Helmut Kohl für Verstimmung in Moskau gesorgt. Gegen den Willen der Sowjetunion aber kann es keine Vereinigung der beiden deutschen Staaten geben. Bis Anfang 1990 herrscht frostige Funkstille zwischen Bonn und Moskau. Doch dann stimmt Michail Gorbatschow doch noch einer deutschen Wiedervereinigung zu. Im Februar 1990 ist damit die größte Hürde auf dem Weg zur Einheit aus dem Weg geräumt worden.

Kalenderblatt | Dublin, 28.04.10 | Redaktion

"We should be nice to the Germans."

Die Europäische Gemeinschaft und die deutsche Vereinigung

Die Verknüpfung von deutscher Einheit und europäischer Integration, wie sie am 28. April 1990 auf dem Dubliner EG-Gipfel begonnen wurde, war ein weiterer Schritt zur Wiedervereinigung und formulierte noch vor dem Beginn der "Zwei-plus-Vier-Gespräche" die wirtschaftlichen Kriterien für die EG-Mitgliedschaft des vereinten Deutschland.

Kalenderblatt | Berlin, 05.05.10 | Redaktion

Wille zur Verständigung

Die erste Runde der Zwei-plus-Vier-Gespräche am 5. Mai 1990

1990 ist ein Jahr diplomatischer Erfolge. Die Zwei-plus-Vier-Gespräche, aus denen der Souveränitätsvertrag hervorgeht, gelten als ein Meisterstück der internationalen Diplomatie. Politische Streitigkeiten und divergierende Interessen, die eine ganze Epoche geprägt haben, werden innerhalb kürzester Zeit beigelegt. Das erste Zwei-plus-Vier-Gespräch findet am 5. Mai 1990 in Bonn statt.

Interview | 21.07.10 | Redaktion

Der Stratege (Teil 3)

Horst Teltschik im Gespräch über Revolution und Einheit

Helmut Kohls außenpolitischer Berater Horst Teltschik zählt zu den Architekten der Einheit. In den Jahren 1989/90 war er an den entscheidenden Verhandlungen u.a. mit George Bush und vor allem Michail Gorbatschow beteiligt. Der dritte Teil des Interviews beschäftigt sich mit der Oder-Neiße-Grenze und der europäischen Dimension des Einigungsprozesses.

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Archiv der Auseinandersetzung

Diskussion | Berlin, 30.09.10 |

"Kreuzweise deutsch" Teil 2

Podiumsdiskussion 20 Jahre Deutsche Einheit

Die Deutschen in Ost und West blicken auf 20 Jahre Einheit zurück. Doch was denken sie übereinander? Sprechen sie wirklich die gleiche Sprache? Die Bundes- stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt zu einem Podiumsgespräch über diese und andere Fragen des alltäglichen Umgangs der Deutschen miteinander ein. Es diskutieren Angela Elis und Michael Jürgs. Das Ost-West-Journalistenduo hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben und zieht nun Bilanz. Kreuzweise nehmen sie die Deutschen in den Blick, schauen auf Klischees und Vorurteile und debattieren Wahres und Unwahres über "Ossis" und "Wessis". Podiumsgespräch Teil 1 (28:34min)

Diskussion | Berlin, 30.09.10 |

"Kreuzweise deutsch" Teil 3

Podiumsdiskussion 20 Jahre Deutsche Einheit

Die Deutschen in Ost und West blicken auf 20 Jahre Einheit zurück. Doch was denken sie übereinander? Sprechen sie wirklich die gleiche Sprache? Die Bundes- stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt zu einem Podiumsgespräch über diese und andere Fragen des alltäglichen Umgangs der Deutschen miteinander ein. Es diskutieren Angela Elis und Michael Jürgs. Das Ost-West-Journalistenduo hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben und zieht nun Bilanz. Kreuzweise nehmen sie die Deutschen in den Blick, schauen auf Klischees und Vorurteile und debattieren Wahres und Unwahres über "Ossis" und "Wessis". Podiumsgespräch Teil 2 (28:28 min) Angela Elis und Michael Jürgs im Gespräch mit Peter Lange

Diskussion | Berlin, 30.09.10 |

"Kreuzweise deutsch" Teil 4

Podiumsdiskussion 20 Jahre Deutsche Einheit

Die Deutschen in Ost und West blicken auf 20 Jahre Einheit zurück. Doch was denken sie übereinander? Sprechen sie wirklich die gleiche Sprache? Die Bundes- stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt zu einem Podiumsgespräch über diese und andere Fragen des alltäglichen Umgangs der Deutschen miteinander ein. Es diskutieren Angela Elis und Michael Jürgs. Das Ost-West-Journalistenduo hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben und zieht nun Bilanz. Kreuzweise nehmen sie die Deutschen in den Blick, schauen auf Klischees und Vorurteile und debattieren Wahres und Unwahres über "Ossis" und "Wessis". Podiumsgespräch Teil 3 (32:54 min) Angela Elis und Michael Jürgs im Gespräch mit Peter Lange

Diskussion | Greifswald, 30.09.10 |

Viele Weichen stehen bereits richtig

Eberhard Diepgen über 20 Jahren deutsche Einheit

Eberhard Diepgen sagte in Greifswald: In 20 Jahren deutscher Einheit ist viel erreicht worden. Für die Zukunft braucht es mehr Respekt und eine gesamtdeutsche Erinnerungskultur.

Diskussion | Hannover, 12.02.10 |

Der Weg zur Wende

Richard von Weizsäcker in Hannover als Gast der Konrad-Adenauer-Stiftung

Von Weizsäcker war in Hannover glänzend aufgelegt. Fast 90 Minuten führte der Ex-Chefredakteur Dr. Wolfgang Mauersberg das Gespräch mit dem ehemaligen Bundespräsidenten im Maritim Grand Hotel Hannover. Anschließend signierte er geduldig eine halbe Stunde lang sein Buch „Der Weg zur Einheit“ sowie eine neue Biographie über sein Leben jeweils aus dem Verlag C.H. Beck. 550 Gäste passten in den Saal - ausverkauft! Die Konrad-Adenauer-Stiftung, Bildungswerk Hannover, und die Buchhandlung Leuenhagen & Paris aus der Lister Meile in Hannover hatten sich zusammengetan, um einen unterhaltsamen und erkenntnisreichen Abend mit von Weizsäcker zu bestreiten, der am 15. April 2010 seinen 90. Geburtstag feiert.

Vortrag | Hamburg, 12.10.10 |

Das unverstandene Glück der Wiedervereinigung

Ein Vortrag von Prof. Arnulf Baring

Prof. Dr. jur. Arnulf Baring, geb. 1932, Historiker und Publizist, war jahrzehntelang Professor für Zeitgeschichte und Internationale Beziehungen an der Freien Universität Berlin.

Ausstellung | Berlin, 01.05.09 |

"Wir waren so frei … Momentaufnahmen 1989/1990"

Das Jahr 1989 ist einer der wichtigsten Wendepunkte des 20. Jahrhunderts. Es steht für den Niedergang des SED-Regimes in der DDR, für das Ende des Kalten Krieges und den Siegeszug der Demokratie in Mittel- und Osteuropa. Der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung war in Deutschland der 9. November 1989.

Vortrag | Dresden, 22.09.10 |

Silbergedenkmünze und Sonderbriefmarke

Dresden (22. September 2010) – Das Bundesministerium der Finanzen hat heute die Silbergedenkmünze und Sonderbriefmarke «20 Jahre Deutsche Einheit» in Dresden übergeben. Hans-Dietrich Genscher, Außenminister a. D., Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen sowie Dr. Matthias Rößler, Präsident des Sächsischen Landtages, wurden zusammen mit weiteren Bürger bei der feierlichen Übergabe geehrt.

Diskussion | Leipzig, 17.03.09 |

Denkmal für Freiheit und Einheit

Ein schwieriger Weg

Zum Nationalen Freiheits- und Einheitsdenkmal gibt es unterschiedliche Meinungen, aber eins ist sicher: es soll ein Rückblick und zugleich ein Anstoß sein, den demokratischen Aufbruch fortzusetzen und zu festigen. Es soll zugleich die freiheitlichen Bewegungen und Einheitsbestrebungen der vergangenen Jahrhunderte in Erinnerung rufen. Nur wo?? In Leipzig und/oder Berlin?

Diskussion | Sachsen, 11.03.10 |

"Hier und Jetzt": Landesweite Initiative Sachsens

Zur Erinnerung an 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit

Es ist eine landesweite Initiative gegen das Vergessen und zur Erinnerung: Mit Bannern an Rathäusern, Aufklebern und Karten will der Freistaat Sachsen die Leistungen der Friedlichen Revolution ins kollektive Gedächtnis der Menschen rufen. Zielgruppe vor allem: Die jüngere Generation, die den Umbruch von damals bestenfalls aus Erzählungen der Eltern kennt.

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"Wir waren auf jeden Fall ...mehr

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