Magazin und Medienmonitor

Thema | 28.06.10 | Redaktion

Die Ablehnung des Aufklärers

Die Linkspartei und die Personalie Gauck. Ein Kommentar

"Völlig unwählbar!" lautet das Verdikt, mit dem die Linkspartei zurzeit gegen die Kandidatur von Joachim Gauck für das Amt des Bundespräsidenten Sturm läuft. In seltenem politischem Eifer hat sie eine riesige Anti-Gauck-Kampagne ins Leben gerufen. Ihre Spitzenpolitiker geben derzeit ein Anti-Gauck-Interview nach dem anderen, die Basis läuft mit Anti-Gauck-Buttons herum und lässt sich Anti-Gauck-Bücher signieren. Alles muss offenbar getan werden, um die Wahl dieses furchtbaren Menschen in das höchste Staatsamt zu vermeiden. Die Partei wiederholt es dieser Tage immer wieder: Völlig unwählbar ist dieser indiskutable Kandidat, völlig unwählbar! – Nun gut, die Nachricht ist angekommen: Völlig unwählbar also! Aber wieso eigentlich?

Interview | Berlin, 15.06.10 | Redaktion

Von Zwängen und Spielräumen der DDR-Aufarbeitung I

Ein Gespräch mit Ilko-Sascha Kowalczuk über die "Causa Olbertz"

Seit der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk Ende Mai in einem Vortrag dem designierten Präsidenten der Humboldt-Universität Jan-Hendrik Olbertz allzu große Systemtreue vorwarf, ist ein heftiger Disput zwischen den Verteidigern und Kritikern Olbertz' entbrannt. Wir sprachen mit Ilko-Sacha Kowalczuk. Für ihn ist Olbertz ein Wendegewinner, der vom fehlenden Aufarbeitungswillen der ostdeutschen Hochschulen profitierte.

Thema | Berlin, 18.06.10 | Redaktion

Deutsch-deutscher Volksaufstand

Am 17. Juni 1990 gedachten Ost und West erstmals gemeinsam des Aufstandes von 1953

Ende Mai 1990 beschloss die Volkskammer der DDR, das Wappen ihres Staates abzuschaffen. Zwei Wochen später, am 17. Juni 1990, schwenkten einige hundert Demonstranten auf dem Ost-Berliner Gendarmenmarkt DDR-Fahnen mit eben jenem Hammer-Zirkel-Ährenkranz-Emblem, das einstmals die Einheit von Arbeitern, Bauern und "Intelligenz" beschworen hatte. "Wir sind das Volk" riefen die mehrheitlich jungen Fahnenträger, die sich auf den Geist der Herbstrevolution von 1989 ebenso wie auf die Ideen des 17. Juni 1953 beriefen.

Besprechung | 21.09.09 | Redaktion

Hat die DDR-Opposition die Einheit nicht gewollt?

Andreas H. Apelt räumt mit einem Vorurteil auf

Mit einer neuen Studie widerlegt der Historiker Andreas H. Apelt eine hartnäckige Behauptung: dass die deutsche Frage für die Opposition Tabu gewesen sei. Die historische Wahrheit ist wie so oft vielschichtiger als das Pauschalurteil.

Termintipp | Berlin, 21.04.10 | Redaktion

"Die Wiederauferstehung der Berliner Mauer als ein Ort des Erinnerns"

Veranstaltung in der Gedenkstätte Berliner Mauer

Am Donnerstag, den 22. April 2010 um 19.30 Uhr, laden die Stiftung Berliner Mauer und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gemeinsam zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema "Berliner Mauer" ein. Zusammen mit der amerikanischen Historikerin Prof. Dr. Hope Harrison wird diskutiert, ob und in welcher Weise an die Berliner Mauer erinnert werden kann und soll.

Kalenderblatt | 05.12.09 | Redaktion

Spontan oder inszeniert?

Die Besetzung lokaler Stasi-Dienststellen

Am 4. und 5. Dezember werden nahezu zeitgleich die militärisch gesicherten Stasi-Zentralen in Kreisen und Bezirken durch Demonstranten besetzt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Staatssicherheit bereits landesweit mit der Vernichtung des Aktenbestandes begonnen.

Presseschau | Berlin, 24.01.10 | Redaktion

Ein geplanter "Sturm" auf die Bastille in Lichtenberg?

Die Presse rätselt über die Besetzung der Stasi-Zentrale vor 20 Jahren

Vor 20 Jahren, am 15. Januar 1990, stürmten Tausende Ostberliner die Stasi-Zentrale in Berlin, einen der letzten Horte des alten Regimes, der stets von sich selbst behauptet hatte, "Schild und Schwert der Partei" zu sein. Grund genug für zahlreiche Presseorgane, sich noch einmal mit dem Ereignis zu befassen.

Besprechung | Potsdam, 07.05.10 | Redaktion

Zeitenwenden und Zäsuren

Martin Sabrow meditierte über 1990 als Epochenzäsur

Stellte das Jahr 1990 eine Zäsur in der deutschen, europäischen, ja in der Weltgeschichte insgesamt dar? Diese zunächst rhetorisch anmutende Frage nahm Martin Sabrow, Direktor des Potsdamer Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF), in der vergangenen Woche zum Ausgangspunkt für eine Betrachtung über den Fluss der Geschichte, die Schleusen und Dämme, die ihn in schiffbare Abschnitte teilen, und die Ordnung der Welt nach dem Ende des Kommunismus.

Besprechung | 20.04.10 | Redaktion

DDR-Verklärung als Aufklärung getarnt

Ralph Hartmanns "DDR-Legenden. Der Unrechtsstaat, der Schießbefehl und die marode Wirtschaft"

2009 standen etliche Jahrestage im Kalender: 60 Jahre Bundesrepublik und 60 Jahre Gründung der DDR, 20 Jahre Mauerfall, 20 Jahre Friedliche Revolution. Die vielen Gedenkfeiern sowie die dazugehörigen Redebeiträge, Medienberichte und Veröffenlichungen trugen ihren Teil zur offiziellen Darstellung der DDR-Vergangenheit bei. Die dabei entstandenen Bilder bezeichnet der Autor Ralph Hartmann als Legenden – um selbst neue Legenden in die Welt zu setzen.

Besprechung | 14.04.10 | Redaktion

Von Pankow bis Leipzig

Geschichte im Raum: "Erinnerungsorte der DDR" herausgegeben von Martin Sabrow

Im vergangenen Jahr sind zahlreiche Bücher erschienen, die einer Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit gewidmet waren. Das Jubiläum der Revolution und der Einheit zeigen einmal mehr die verschiedenen Schichten der Erinnerung auf, die viele Deutsche mit der DDR verbanden und immer noch verbinden. Martin Sabrows "Erinnerungsorte der DDR" liefert hierzu einen interessanten Einstieg: anhand konkreter Orte der Erinnerung.

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Archiv der Auseinandersetzung

Diskussion | Berlin, 16.09.10 |

Deutschland 2.0

Standortbestimmung von Claus Christian Malzahn

In seinem Buch „Deutschland 2.0. Eine vorläufige Bilanz der Einheit“ legt der Journalist und „Welt“-Redakteur Claus Christian Malzahn eine Standortbestimmung des Landes vor und wagt gleichzeitig Ausblicke in die Zukunft. Zur Vorstellung des Buches luden die gemeinnützige Hertie Stiftung und die Hertie School of Governance gemeinsam mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Deutschen Taschenbuch Verlag in die Räume der Hertie Stiftung in Berlin ein. Der Autor diskutierte mit dem Leiter der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, über Malzahns Bestandsaufnahme des vereinigten Deutschland.

Lesung | Potsdam, 06.09.10 |

Die rätselhafte Stabilität der DDR

Andrew I. Port über Arbeit und Alltag im sozialistischen Deutschland

Die DDR existierte vier Jahrzehnte – länger als die Weimarer Republik und das Dritte Reich zusammen – und war also ein rätselhaft stabiler Staat, dessen Bestand, und nicht nur Kollaps, dringend einer Erklärung bedarf.

Diskussion | Görlitz, 15.06.09 |

Der 17. Juni 1953 in Görlitz

Geschichte, Aufarbeitung, Verantwortung

Diskussionsveranstaltung mit Staatsminister der Justiz Geert Mackenroth, Dr. h.c. Joachim Gauck, Dr. Mike Schmeitzner, Martin Uebele, Richard Böttge und Volker Bandmann.

Diskussion | Buxtehude, 26.08.10 |

Spielen wir mal DDR

Ein Planspiel mit Udo Scheer und Schülern

Udo Scheer, Gründungsmitglied des oppositionellen Arbeitskreises Literatur und Lyrik Jena, der in den 1970er Jahren eines der wichtigsten Zentren der Jugendkultur in Jena war und im Sommer 1975 verboten wurde, dikutierte gemeinsam mit 28 Schüler des Gymnasiums Buxtehude Süd über das Leben in der DDR.

Vortrag | Berlin, 15.09.10 |

Das Gesicht der friedlichen Revolution

Manfred Wilke zum Tod von Bärbel Bohley (1945-2010)

"Wir wollen freie, selbstbewußte Menschen, die doch gemeinschaftsbewußt handeln. Wir wollen vor Gewalt geschützt sein und dabei nicht einen Staat von Bütteln und Spitzeln ertragen müssen." (Aus dem Gründungsaufruf des Neuen Forums, September 1989) Bärbel Bohley ist tot. Sie war das prägende Gesicht und die Stimme des Aufbruchs zur friedlichen Revolution in der DDR 1989.

Ausstellung | Dübener Heide, 03.10.10 |

Geschichts-Codes

Am Sonntag, den 3. Oktober 2010 wurde um 15:00 Uhr eine neue Sonderausstellung im Landschaftsmuseum der Dübener Heide eröffnet. „Geschichts-Codes“ hat die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ihren offenen Plakat-Wettbewerb für Studierende an Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland genannt, den sie 2003 bis 2006 ausgelobt hat. In der Ausstellung wurden von den mehr als 150 eingereichten Plakaten, die unter dem Motto „Die Zeit ist reif“ (2004) und „Wir sind ein Volk“ (2005) standen, 15 ausgewählte Beiträge gezeigt, darunter auch die Preisträger.

Konferenz | Leipzig, 05.05.10 |

21. Bautzen-Forum

Unrechtsstaat DDR-Willkür. Gewalt. Macht.

„Unrechtsstaat DDR – Willkür. Gewalt. Macht.“ lautete die Überschrift des 21. Bautzen-Forums der Friedrich-Ebert-Stiftung am 5. und 6. Mai 2010. In seinem einführenden Vortrag entwickelte Joachim Gauck dabei die Idee einer „Kultur der Erinnerung“. Das nachfolgende Podium fragte nach Formen und Folgen für die Opfer. Eingeladen waren die Psychologin Dr. Doris Denis, die Historiker Dr. Udo Grashoff und Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk sowie die Politikwissenschaftlerin Dr. Sandra Pingel-Schliemann. Das Gespräch moderierte der sächsische Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Michael Beleites.

Diskussion | Leipzig, 17.03.09 |

Denkmal für Freiheit und Einheit

Ein schwieriger Weg

Zum Nationalen Freiheits- und Einheitsdenkmal gibt es unterschiedliche Meinungen, aber eins ist sicher: es soll ein Rückblick und zugleich ein Anstoß sein, den demokratischen Aufbruch fortzusetzen und zu festigen. Es soll zugleich die freiheitlichen Bewegungen und Einheitsbestrebungen der vergangenen Jahrhunderte in Erinnerung rufen. Nur wo?? In Leipzig und/oder Berlin?

Vortrag | Berlin, 01.03.10 |

Mythos 1989

1989 ist ein Mythos. Das behauptet Martin Jankowski in seinem Aufsatz "Mythos 1989. Öffentliches Erinnern an die Europäische Revolution von 1989", der in Deutschland-Archiv 2/2010 erschien.

Diskussion | Berlin, 10.06.10 |

Zwänge und Spielräume der SED-Diktatur (Audio 1/6)

Podiumsdiskussion

Die Tagung „Repression, Opposition und Widerstand an den Hochschulen der SBZ / DDR“ der FU Berlin am 20.-21. Mai 2010 hat, am Beispiel des künftigen Präsidenten der Humboldt-Universität zu Berlin, Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, eine Debatte über Zwänge und Spielräume von Wissenschaftlern in der DDR ausgelöst. Nicht zum ersten Mal seit 1990 geht es um Fragen von Anpassung, Mitmachen, Distanz, Verweigerung und Formen widerständigen Verhaltens in der SED-Diktatur und damit um die Bewertung von Biographien im vereinigten Deutschland.

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