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Editorial

Von FriedlicheRevolution zu RevolutionundEinheit

Wie Sie vielleicht schon wissen, haben wir im Frühjahr diesen Jahres unseren Namen geändert – und das aus gutem Grund: Vor über 20 Jahren, am 18. März 1990, erreichte die Friedliche Revolution eines ihrer zentralen Ziele: freie Wahlen. Seit diesem Tag, dem Tag der ersten und letzten freien Volkskammerwahl, setzten demokratisch gewählte Parlamentarier den Willen der Menschen in politische Entscheidungen um. Und dieser Wille war eindeutig: "Wir sind ein Volk" war das Votum, das die Mehrheit der DDR-Bürger erst auf den Straßen und dann in den Wahllokalen abgab. Revolution und Einheit waren fortan untrennbar miteinander verbunden. Als Medienmonitor und Magazin werden wir weiterhin die Kontroversen um die bis heute umstrittene Bewertung des Wiedervereinigungsprozesses beobachten und kommentierend begleiten.

Im Zuge dessen haben wir unsere bekannten Dossiers etwas umgebaut. Die neue FunktionDossierserleichtert Ihnen nun die themenspezifische Navigation. Wer zu einem bestimmten Thema, z.B. Mauerfall, "Die deutsche Frage", etc., Informationen sucht, findet alle relevanten Interviews, Artikel und Besprechungen gebündelt und geordnet auf einen Blick – nur einen Mausklick entfernt.

Und dazu haben wir hier im Newsletter noch einige wiklich lesens- und sehenswerte Beiträge für Sie zusammengestellt. Viel Spass beim Lesen!

 

Thema

Von der Planwirtschaft zur
sozialen Marktwirtschaft

Thematisch ist neben die Friedliche Revolution von 1989 nun auch der Einigungsprozess stärker in den Vordergrund unserer historischen Berichterstattung getreten. Diesen werden wir in den nächsten Wochen vor allen Dingen aus zwei Perspektiven betrachten.

Die Umgestaltung der DDR-Planwirtschaft zur Marktwirtschaft war nicht nur eine besondere Herausforderung. Sie belastete auch das vereinigte Deutschland, zum Teil bis heute. Antidemokratische Ressentiments und verklärende Rückblicke auf die DDR haben ihre Ursache nicht selten auch darin, dass die wirtschaftsgeschichtlichen Probleme, Fehler und Entscheidungen von 1990 unterbelichtet blieben. Den Prozess von Sanierung, Privatisierung, Stilllegung und Währungsunion sowie die sozialen Folgen dieses Wandels werden wir deshalb auch in den nächsten Wochen weiterhin beleuchten. Zu diesem wichtigen Themenkomplex haben wir bereits erste Perspektiven aufgezeigt: Im Interview "Dinosaurier der Volkswirtschaft" gab Marcus Böick Auskunft über die Sicht der Treuhand auf die Kombinate der DDR. Im Montagsradio "Deindustrialisierte Landschaften" analysiert und kritisiert Prof. Dr. Jan Priewe den Einigungsprozess aus volkswirtschaftlicher Perspektive.

Daneben stellt natürlich auch die außenpolitische Dimension des Einigungsprozesses einen thematischen Schwerpunkt dar. Die Position der Alliierten und die diplomatischen Verhandlungen rund um die Zwei-plus-Vier-Verträge gehören ebenso dazu wie die Widerstände gegen die Einheit. Den Zusammenhang von wirtschaftlichem Ruin und Gorbatschows Nachgiebigkeit gegenüber den Deutschen untersucht der Thematext "Ein Reich zerfällt". Der Artikel "Bushs Triumph"analysiert komplementär dazu die Haltung der USA zur deutschen Einheit.

 

Interview

Wir waren auf jeden Fall
lustiger als unsere Unterdrücker

Wolf Biermann

Highlights im April waren Interviews mit Wolf Biermann ("Wir waren auf jeden Fall lustiger als unsere Unterdrücker"),Lothar de Maizière("Anwalt der Einheit") und natürlich die Rede der Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Friedliche Revolution.

Montagsradio

Die Türken und die Einheit

Außerdem empfehlen wir Ihnen bemerkenswerte Seitenblicke auf den Themenkomplex von Revolution und Einheit. Andreas Stirn hat sich im Montagsradio mit der Soziologin Nevim Çil über die Sicht der Deutsch-Türken auf die Einheit unterhalten und eine visuell eindrucksvolle Reportagesucht nach den Spuren des KGB in Karlshorst.

Besprechung

Achtung Zone – Warum wir Ostdeutschen
anders bleiben sollten

In der Rubrik Besprechungen finden Sie natürlich aktuelle Buchrezensionen, wie z.B. "Achtung Zone – Warum wir Ostdeutschen anders bleiben sollten". Jana Hensel kreiert erneut ein Wir-Gefühl der Ostdeutschen und fordert, sich von den gängigen Einheits-Narrationen abzusetzen, da diese die systematischen Unterschiede leugneten.

Zudem haben wir den Blick über den eigenen Tellerrand gewagt und uns "Die Seiten der anderen"angesehen und stellen einige Webangebote und Blogs zum Thema DDR-Sozialismus, Revolution und Einheit vor.

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